+
Jaroslav Drobny bleibt noch länger bei Werder Bremen.

Weitere Zusammenarbeit vereinbart

Werder hält an Drobny fest

Bremen - Am 18. Oktober, wenn die neue Bundesliga-Saison gerade ein paar Wochen alt ist, feiert Jaroslav Drobny seinen 39. Geburtstag.

Viele Fußball-Profis sind in diesem Alter längst in Rente, Claudio Pizarro mal ausgenommen. Aber auch Drobny denkt nicht ans Karriereende – und Werder kommt das sehr gelegen. Nach Informationen der DeichStube haben sich Club und Spieler darauf geeinigt, gemeinsam in die nächste Saison zu gehen.

Drobny bekommt dabei eine Sonderrolle – wieder einmal. Schon vor einem Jahr durfte der Tscheche als Backup bleiben. Werder sicherte sich damit gleich mehrfach ab. Zum einen war unklar, ob Neuzugang Jiri Pavlenka wirklich sofort tauglich für die Bundesliga sein wird. Der damals 25-Jährige kam schließlich „nur“ aus der tschechischen Liga – wenn auch von Meister Slavia Prag. Für die Eingewöhnung Pavlenkas war es sicherlich nicht von Nachteil, dass er in Drobny einen Landsmann an seiner Seite hatte. Der konnte beim Torwarttraining anfangs viel übersetzen.

Zetterer sehr verletzungsanfällig

Doch Drobny war nicht nur für Pavlenka da, sondern auch für Michael Zetterer. Das große Torwarttalent war zur Nummer zwei aufgestiegen, galt aber als sehr verletzungsanfällig. Und so kam es dann auch: Wieder einmal machte das Kahnbein Probleme, der 22-Jährige musste an der Hand operiert werden, fällt seit Anfang November aus. Für ihn saß fortan Drobny auf der Ersatzbank. Zum Einsatz kam der 39-Jährige nicht, weil Pavlenka konstant Spitzenleistungen zeigte und auch nie verletzt, krank oder gesperrt war.

Natürlich ist Pavlenka auch für die neue Saison als Nummer eins gesetzt. Coach Florian Kohfeldt hat gerade erst betont, dass Pavlenka keine Wechselabsichten hegt und er von einem Verbleib überzeugt ist. Fest steht zudem, dass Luca Plogmann die Nummer drei wird. Der 18-Jährige soll mit den Profis trainieren und in der Regionalliga mit der U23 Spielpraxis sammeln.

Drobny erneut als Backup sinnvoll

Zetterer ist als Nummer zwei vorgesehen, falls er wirklich fit genug dafür ist. Eine Untersuchung in den nächsten Wochen soll für Klarheit sorgen. Anschließend müsste auch noch Zetterers am 30. Juni auslaufender Vertrag verlängert werden. Restzweifel dürften sicherlich bleiben, da wäre ein Drobny als erneute Absicherung absolut sinnvoll. 

Der Tscheche ist vor zwei Jahren ablösefrei vom Hamburger SV an die Weser gewechselt. Für die Bremer hat er seitdem zehn Bundesligaspiele bestritten. Insgesamt bringt es Drobny auf 200 Einsätze im deutschen Fußball-Oberhaus.

Schon gelesen?

Okuderas Erbe: Osako wird ein Bremer

Werder bestätigt: Kevin Möhwald wechselt nach Bremen

Florian Kohfeldt im Interview: „Ein Schuss mehr Kreativität wäre gut“

Jaroslav Drobny: Seine Karriere in Bildern

Jaroslav Drobny
Jaroslav Drobny wechselte 1999 vom tschechischen MFK Vitkovice zum SK Dynamo Ceske Budejovice. Dort spielte er zwei Jahre lang, bevor er in Griechenland bei Panionios Athen unterschrieb. © imago
Jaroslav Drobny
2005 ging es für den Tschechen weiter nach England, zum FC Fulham.  © imago
Jaroslav Drobny
Weil er dort keine Einsätze bekam, wurde Drobny nach nur einem halben Jahr wieder verliehen. Die Reise ging in die Niederlande zu ADO Den Haag, wo er Stammtorhüter wurde. © imago
Jaroslav Drobny
Nach seiner Rückkehr zu Fulham 2006 verließ er den Club und war im Herbst für einen Monat bei Ipswich Town, allerdings ohne Einsatz. Im Januar 2007 unterschrieb er beim VfL Bochum und war in der Rückrunde dort gesetzt. © imago
Jaroslav Drobny
Zur Saison 2007/08 sicherte sich Hertha BSC die Dienste des Keepers. Drei Jahre lang war Drobny die Nummer Eins der Berliner, nach dem Abstieg 2010 verließ er den Verein. © nordphoto
Jaroslav Drobny
2010 wechselte Drobny zum Hamburger SV. Stammtorhüter war er dort nur in den Spielzeiten 2011/12 und 2014/15, er blieb dem HSV aber sechs Jahre lang treu. © nordphoto
Jaroslav Drobny
Werder verpflichtete den damals 36-Jährigen im Sommer 2016 als zweiten Torhüter. © Gumz
Jaroslav Drobny
In der Hinrunde 2016 stand er in zehn Ligaspielen zwischen den Pfosten, wurde aber von einem Handgelenksbruch ausgebremst.  © Gumz
Jaroslav Drobny
Den Werder-Fans bleibt er vor allem durch seine Notbremse im Spiel gegen Borussia Dortmund in Erinnerung, die Grün-Weißen verloren trotzdem 1:2.  © Gumz
Jaroslav Drobny
Für die tschechische Nationalmannschaft stand er zwischen 2009 und 2013 in sieben Freundschaftsspielen auf dem Platz, wurde letztmals im Frühjahr 2017 nominiert.  © imago

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare