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Das deutsche Nationaltrikot kennt Maximilian Eggestein, er hat es schon öfter in der U21-Nationalmannschaft getragen. In Zukunft wird der Werder-Profi für Löws A-Nationalmannschaft auflaufen.

Werder-Profi wird Nationalspieler

Hammer! Löw holt schon jetzt Maxi Eggestein

Bremen – Was für eine schöne Überraschung! Joachim Löw hat Werder-Profi Maximilian Eggestein erstmals in den Kader der Nationalmannschaft berufen, das gab der Bundestrainer am Mittag in einer Pressekonferenz bekannt.

Die DFB-Auswahl empfängt am Mittwoch Serbien zu einem Testspiel in Wolfsburg und startet dann vier Tage später in Amsterdam gegen die Niederlande in die EM-Qualifikation.

Bundestrainer Joachim Löw

Maximilian Eggestein gilt zwar schon länger nach seinen starken Leistungen bei Werder als heißer Kandidat für eine Karriere in der Nationalmannschaft, aber zuletzt war eher damit gerechnet worden, dass Löw den 22-Jährigen noch bei der U21-Auswahl belässt. Das Team von Stefan Kuntz hat sich schließlich für die EM in Italien und San Marino (16. Bis 30. Juni) qualifiziert. Eggestein ist eine der Stützen der U21. Das hat offenbar auch Löw erkannt – und den Bremer schon jetzt für den Neuaufbau der A-Nationalmannschaft befördert. Das ist eine Riesenauszeichnung für den Mittelfeldspieler, aber auch für Werder. Letzter Nationalspieler aus Bremen war Serge Gnabry, der im November 2016 im Alter von 21 Jahren sein Debüt bei Löw feierte – mit drei Toren beim 8:0 in der WM-Qualifikation gegen San Marino. Im Sommer 2017 verließ Gnabry Bremen in Richtung FC Bayern. Übrigens: Davor war Aaron Hunt der letzte Nationalspieler des SV Werder. Der heutige Profi des Hamburger SV gehörte 2013 bei der USA-Reise zum DFB-Kader.

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Borussia Dortmund an Maxi Eggestein interessiert

Auch bei Maximilian Eggestein ist ein baldiger Wechsel nicht völlig ausgeschlossen. Sein Vertrag bei Werder läuft nur noch gut ein Jahr. Borussia Dortmund soll an einer Verpflichtung des gebürtigen Hannoveraners interessiert sein, genauso wie weitere finanzstarke Bundesligisten und auch Clubs aus dem Ausland. Werder bemüht sich seit Wochen um eine Vertragsverlängerung. So schlecht sollen die Karten der Hanseaten dabei gar nicht sein. Eggestein fühlt sich in Bremen wohl und bei Trainer Florian Kohfeldt in guten Händen. Dass er nun Nationalspieler geworden ist, könnte sogar ein Vorteil für Werder sein. Denn: Normalerweise heißt es gerne, dass nur Profis aus Clubs, die international spielen, eine Chance auf eine Karriere in der DFB-Auswahl haben. Doch es geht eben auch anders, wie der Fall Eggestein beweist. Knackpunkt bei den Verhandlungen über einen neuen Kontrakt soll die von Eggestein gewünschte Ausstiegsklausel sein – dabei vor allem die Höhe der festgeschriebenen Ablösesumme. Werder will sich absichern und im Fall eines vorzeitigen Eggestein-Abgangs natürlich ordentlich kassieren. Der Spieler selbst möchte sich durch eine utopisch hohe Ablösesumme nicht den vielleicht irgendwann notwendigen nächsten Schritt in seiner Karriere versperren.

Jetzt ist Maximilian Eggestein erstmal auf dem Sprung zur Nationalmannschaft. Nach dem Bundesliga-Spiel am Sonntag in Leverkusen dürfte es für ihn umgehend zum Team von Jogi Löw gehen. In seinem ersten Länderspiel am Mittwoch, 20. März, trifft Eggestein dann in Wolfsburg gleich auf einen Bremer Teamkameraden: Milos Veljkovic wurde von Serbiens Nationalcoach Mladen Krstajic nominiert. Anschließend steht ein echter Klassiker auf dem Programm – das EM-Qualifikationsspiel in den Niederlanden. Dass Löw dabei auf Eggestein setzt, zeigt die hohe Wertschätzung des Bundestrainers für den Bremer.

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2014 feierte Maxi Eggestein sein Debüt im Fußball-Oberhaus

Eggestein war 2011 vom TSV Havelse in die Jugend des SV Werder gewechselt. Er schaffte es bis in die Bundesliga. Im November 2014 feierte er sein Debüt im deutschen Fußball-Oberhaus. Der Trainer hieß damals Viktor Skripnik, Co-Trainer war der heutige Chefcoach Florian Kohfeldt. Mit 17 Jahren und 356 Tagen ist er hinter Thomas Schaaf (17 Jahre und 353 Tage) der zweitjüngste Bundesliga-Spieler der Vereinsgeschichte. Es dauerte allerdings, bis er sich oben festsetzen konnte. Coach Alexander Nouri schickte ihn im Herbst 2016 sogar zurück zur U23, holte ihn aber im Frühjahr 2017 zurück und setzte ihn immer häufiger ein. Nouris Nachfolger Kohfeldt machte aus Eggestein dann ab November 2017 einen echten Stammspieler. Seitdem hat der Mittelfeldspieler immer in der Startelf gestanden. In dieser Bundesliga-Saison ist er mit fünf Toren drittbester Torschütze der Bremer hinter Max Kruse und Milot Rashica (jeweils sechs Treffer). Dazu hat er noch drei Treffer vorbereitet. Von diesem guten Lauf des Werder-Profis will nun auch Löw profitieren.

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