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Diskussion zwecklos: M. Eggestein fordert mehr Klarheit bei Handelfmeter-Entscheidungen.

„Wir brauchen eine einheitliche Regelung“

Handelfer-Rekord: Eggestein fordert mehr Klarheit

Bremen – Die Angst geht um in der Bundesliga – und zwar die Angst vor Handelfmetern. Denn so oft wie in dieser Saison wurde für dieses Vergehen noch nie auf den Punkt gezeigt.

Und fast jedes Mal gibt es eine große Diskussion, ob es nun ein strafbares Handspiel war oder nicht. Werder-Profi Maximilian Eggestein fordert deshalb: „Es ist wichtig, dieses Thema zur neuen Saison zu verbessern, damit man weiß, was Elfmeter ist und was nicht. Wir brauchen eine einheitliche Regelung.“

29 Handelfmeter an 31 Spieltagen

Die Zahlen sind mehr als bemerkenswert. An den 31 Spieltagen wurden insgesamt schon 29 Handelfmeter gegeben. Laut „kicker“ waren es in der Vergangenheit im Schnitt nur 11,7 Handelfmeter pro Saison gewesen. Die bisherige Bestmarke datiert aus der Saison 1967/68: Damals wurden 23 Handelfmeter gepfiffen. In der Spielzeit 2012/13 waren es immerhin 20. Aber was ist das im Vergleich zu den 29 in dieser Saison? Und nicht vergessen: Es stehen noch drei Spieltage aus.

„Man versucht schon, beim Freistoß, aber auch bei seitlichen Situationen die Hände hinter dem Rücken zu halten“, berichtet Eggestein. Dieses Versteckspiel der Hände im Strafraum sieht mitunter schon ganz witzig aus. Manchmal ist es aber auch gar nicht möglich, der Berührung zu entgehen. Eggestein erinnert dabei an eine Szene aus der Hinrunde in Freiburg: „Da wird Niklas Moisander aus einem Meter mit, ich weiß gar nicht wie vielen Stundenkilometern, der Ball an die Hand geschossen. Da gab es Elfmeter. Aber da kannst du doch gar nichts machen.“ 

Diese Ungerechtigkeit möchte der Werder-Profi beendet wissen. Eine Lösung hat der 22-Jährige allerdings nicht parat, sieht sich dabei aber auch nicht in der Pflicht: „Das ist nicht mein Aufgabenbereich, dafür sind andere Leute zuständig.“

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Vier Elfmeter wurden in dieser Saison bereits gegen Werder gepfiffen, drei Mal war ein Handspiel vorausgegangen. Neben der von Eggestein angesprochenen Moisander-Szene gab es auch bei den geahndeten Vergehen von Sebastian Langkamp (3:1-Heimsieg gegen Düsseldorf) und und Ludwig Augustinsson (2:2 im Weserstadion gegen Frankfurt) unterschiedliche Einschätzungen. Werder selbst bekam noch keinen Handelfmeter zugesprochen. Aber noch ist die Saison ja nicht vorbei.

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