Christoph Dabrowski könnte bei Hannover 96 von der Interimslösung zum festen Trainer werden. Das Spiel gegen seinen Ex-Club Werder Bremen entscheidet mit über seine Zukunft.
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Christoph Dabrowski könnte bei Hannover 96 von der Interimslösung zum festen Trainer werden. Das Spiel gegen seinen Ex-Club Werder Bremen entscheidet mit über seine Zukunft.

Wie geht es mit dem Coach weiter?

Hannovers Interimstrainer Christoph Dabrowski spielt gegen Ex-Club Werder um seine Zukunft

In der Vergangenheit hat er für den SV Werder Bremen gespielt, nun könnte sein Ex-Club auch für seine Zukunft entscheidend sein: Christoph Dabrowski wird am Sonntag erneut als Interimstrainer auf der Bank von Hannover 96 sitzen – und um seinen Job kämpfen.

Nach der Entlassung von Coach Jan Zimmermann sprang Ex-Profi und U23-Trainer Christoph Dabrowski übergangsweise ein. Zunächst soll er bis Weihnachten als Interimslösung aushelfen, doch wenn es so läuft wie bisher, dann hat er womöglich auch eine Chance, länger eine Etage höher zu coachen. Dabrowski hat in seinen ersten zwei Spielen zwei Siege eingefahren – ganz ähnlich wie Ole Werner, der seit zwei Wochen bei Werder Bremen das Sagen hat.

Werder Bremen: Zukunft von Christoph Dabrowski? Hannover 96 will „diese Woche das Fass nicht aufmachen“

Wie es mit Dabrowski weitergeht? „Wir werden es nach dem Bremen-Spiel entscheiden“, sagte Hannovers Sportdirektor Marcus Mann im NDR-Sportclub. „Dass Christoph die maximale Ausbeute hat, ist sicherlich auch in unseren Gedanken drin, wie es nachher weitergeht. Aber wir werden diese Woche das Fass nicht aufmachen. Wir tun gut daran, wenn wir uns genauso vorbereiten wie auf die anderen Spiele.“

Christoph Dabrowski war einst bei Werder Bremen zum Profi geworden, 1998 spielte er erstmals in der Bundesliga, am Ende der Saison gewann er 1999 den DFB-Pokal, stand sogar im Finale gegen den FC Bayern in der Startelf. 2001 verließ der defensive Mittelfeldspieler die Grün-Weißen, verbrachte seine weitere Profi-Karriere bei Arminia Bielefeld, Hannover 96 und dem VfL Bochum, ehe er 2009 die aktive Laufbahn beendete. Seit 2013 steht er als Coach wieder in Hannover unter Vertrag, übernahm seitdem die U17, dann die U19 und zuletzt eben die U23.

Werder Bremen-Ex-Profi Christoph Dabrowski: Wird der Interimstrainer zur festen Lösung bei Hannover 96?

Nun profitiert er vom Trainerwechsel bei den Profis. „Es ist immer schön, wenn sich so eine Entscheidung bestätigt“, sagt Mann über Dabrowskis vielversprechenden Start. „Christoph macht das sehr gut im Umgang mit der Mannschaft. Er hatte von Anfang an das richtige Gefühl, was sie braucht.“ Doch der Sportdirektor will keine voreiligen Schlüsse ziehen. „Wir haben einen klaren Fahrplan kommuniziert, dass wir bis Weihnachten in dieser Konstellation an den Start gehen.“

Eigentlich hatte Hannover 96 sich bereits um die Trainer Daniel Thioune und Uwe Rösler bemüht, sich dann aber umentschieden und Christoph Dabrowski eine Chance bis zur Winterpause gegeben – auch wenn Thioune und Rösler nun nicht mehr zur Verfügung stehen dürften. Die Entscheidung pro Dabrowski habe die Mannschaft „mit Applaus aufgenommen“, berichtete Geschäftsführer Martin Kind kürzlich in der „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. „Wenn er Erfolg hat und die drei Spiele gut laufen, hätte er einen deutlichen Nachweis gebracht.“ Gegen den Hamburger SV und den FC Ingolstadt haben die Niedersachsen unter Dabrowski bereits gewonnen. Am Sonntag (13.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) ist dann Werder Bremen zu Gast. (han)

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