Trainer Christoph Dabrowski trifft am Sonntag mit Hannover 96 auf Ex-Club Werder Bremen.
+
Trainer Christoph Dabrowski trifft am Sonntag mit Hannover 96 auf Ex-Club Werder Bremen.

Hannover-Trainer trifft auf Ex-Club Werder

Schaaf im Kopf, Werder Bremen im Herzen - aber Hannover-Coach Dabrowski kennt keine Gnade

Hannover – Der 11. Mai 1999 ist ein ganz besonderes Datum in der Vereinsgeschichte des SV Werder Bremen. Thomas Schaaf stand erstmals als Chefcoach an der Seitenlinie, schaffte kurz vor Saisonende einen überlebenswichtigen 1:0-Heimsieg im Nachholspiel gegen den FC Schalke. Held des Abends war aber ein gewisser Christoph Dabrowski - der Siegtorschütze. Werder hielt die Klasse. Über 22 Jahre später ist Dabrowski in ähnlicher Lage gefordert, natürlich längst nicht mehr als Werder-Spieler, sondern als Interimscoach von Hannover 96. Der Gegner am Sonntag heißt Werder. Seinen Ex-Club verfolgt der 43-Jährige immer noch intensiv – und er hätte wahrlich nichts dagegen, eine Trainerkarriere wie Schaaf zu erleben.

„Ich war sechs Jahre bei Werder Bremen. Thomas Schaaf hat mich in die A-Jugend geholt. Ich bin den Weg über die Amateur-Mannschaft gegangen und war dann drei Jahre Profi. Ich habe Bundesliga und Uefa-Cup gespielt, bin Pokalsieger geworden. Es war als Eigengewächs nicht selbstverständlich, das zu schaffen“, sagt Christoph Dabrowski – und ein gewisser Stolz ist nicht zu überhören. Der Mittelfeldspieler hat sich seine Karriere schließlich hart erarbeitet. 2001 wechselte er zu Arminia Bielefeld, später noch zu Hannover 96 und zum VfL Bochum, wo er 2013 seine Fußball-Schuhe an den Nagel hing. Er wurde Co-Trainer der 2. Mannschaft von Hannover 96, war dort auch Jugendtrainer, in der Saison 2015/16 sogar Co-Trainer bei den Profis. Nun ist er dort der Chef – interimsweise.

(Verfolgt das Zweitliga-Spiel Werder Bremen gegen Hannover 96 im Live-Ticker der DeichStube!)

Christoph Dabrowski will Trainer von Hannover 96 bleiben - dafür braucht es einen Sieg gegen Ex-Club Werder Bremen

Nach dem Rauswurf von Jan Zimmermann wurde U23-Coach Christoph Dabrowski befördert. Die Niedersachsen standen nach 15 Spielen auf dem Relegationsplatz – aber nicht wie erhofft Richtung Bundesliga, sondern Richtung 3. Liga. Dabrowski wurde zum Feuerwehrmann wie einst Thomas Schaaf. „Das ist jetzt eine komplett andere Situation. Damals war es vier Spieltage vor Schluss, da hattest du das Messer schon richtig am Hals“, lehnt der gebürtige Pole Vergleiche zunächst kategorisch ab und erzählt lieber: „Thomas hat damals die richtigen Knöpfe gedrückt mit seinem ersten Sieg im ersten Spiel eine Erfolgsgeschichte für sich geschrieben. Er ist ein fantastischer Trainer geworden.“ Dabrowski hat sein erstes Spiel als Trainer ebenfalls gewonnen – 1:0 gegen den Hamburger SV. Es folgte ein 2:1-Sieg gegen den FC Ingolstadt. Ist das vielleicht auch der Beginn einer Erfolgsgeschichte? „Das wird sich zeigen, nach zwei Spielen kann man nicht sagen, wie ein Weg verläuft“, sagt Dabrowski, um dann noch selbstbewusst anzufügen: „Aber ich bin überzeugt von meinen Qualitäten und dass ich noch ein paar Aufgaben erledigen kann.“

Ganz klar, der Mann will 96-Coach bleiben. Nach dem Spiel gegen den SV Werder Bremen soll das entschieden werden. Christoph Dabrowski weiß natürlich, dass ein Sieg im kleinen Nordderby das beste Argument für seinen Verbleib wäre. Dafür wird er gegen seinen Ex-Club („Bei Werder gucke ich immer hin, ein toller Verein“) sogar zum Krieger: „Trotz aller Verbundenheit geht es Sonntag in den Kampf, wir wollen die Punkte hier behalten.“ (kni) Schon gelesen? So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Hannover 96 aussehen! Lest auch: So könnt Ihr Werder Bremen gegen Hannover 96 live im TV und im Live-Stream sehen!

Auch interessant

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare