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Der SV Werder Bremen befindet sich seit Dienstagabend im Quarantäne-Trainingslager. Augsburg-Trainer Heiko Herrlich nimmt das mit der Abschottung nicht ganz so ernst wie seine Liga-Konkurrenten.

Interessanter Vorfall beim Konkurrenten des SV Werder Bremen

Quarantäne-Vergehen: Heiko Herrlich bestraft sich selbst

Große Aufregung beim Bundesliga-Konkurrenten des SV Werder Bremen: Am Donnerstagnachmittag hatte sich Heiko Herrlich noch einen Spaß daraus gemacht, dass er als Coach des FC Augsburg die Quarantäne-Regeln der Deutschen-Fußball-Liga (DFL) missachtet hatte, am Abend folgte dann eine Entschuldigung und eine Selbst-Bestrafung.

Er werde das Training am Freitag nicht leiten und auch beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag nicht im Stadion sein, teilte der Coach in einer Pressemitteilung des Clubs mit.

„Ich habe einen Fehler gemacht, indem ich das Hotel verlassen habe. Auch wenn ich mich sowohl beim Verlassen des Hotels als auch sonst immer an alle Hygienemaßnahmen gehalten habe, kann ich dies nicht ungeschehen machen“, wird der 48-Jährige zitiert. „Ich bin in dieser Situation meiner Vorbildfunktion gegenüber meiner Mannschaft und der Öffentlichkeit nicht gerecht geworden.“

Heiko Herrlich muss weiter auf ersten Einsatz als FC Augsburg-Trainer warten

In den nächsten Tagen werden weitere Coronavirus-Tests durchgeführt, teilte der FCA dazu weiter mit. „Nach zwei negativen Testergebnissen wird Heiko Herrlich die Trainingsarbeit beim FC Augsburg wieder aufnehmen.“

Kurios: Herrlich muss damit weiter auf sein erstes Spiel als FCA-Coach warten. Der Ex-Profi war Anfang März von den Schwaben als Nachfolger des entlassenen Markus Schmidt engagiert worden, seitdem ruht wegen der Coronavirus-Krise allerdings der Spielbetrieb. (kni)

Zur letzten Meldung vom 14. Mai, 16.00 Uhr

Augsburg-Trainer Heiko Herrlich macht sich über Quarantäne lustig

Augsburg – Als die Profis des SV Werder Bremen am Dienstagabend zu ihrer siebentägigen Quarantäne-Trainingslager ins Parkhotel eingezogen sind, da sahen sie verständlicherweise wenig begeistert aus. Wer lebt schon gerne so abgeschirmt von der Außenwelt?

Das Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) fordert es in Coronavirus-Zeiten aber so, was Heiko Herrlich, den Trainer des Werder-Konkurrenten FC Augsburg, offenbar egal ist.

„Wir sind im Hotel in Quarantäne und sollen da eigentlich auch nicht rausgehen. Es gibt aber Situationen, die es einfach erfordern“, erzählte der 48-Jährige am Donnerstag auf der Pressekonferenz für das Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen den VfL Wolfsburg und erklärte schmunzelnd: „Ich habe keine Zahnpasta, die ist am Ausgehen, und keine Hautcreme mehr gehabt, und dann bin ich mit meinem Trainingsanzug in der Nähe zu einem Supermarkt gegangen.“ 

Belustigt fügte er dann noch an, dass er gar nicht gewusst habe, einen Einkaufswagen benutzen zu müssen. Deshalb habe er sich von einer netten Verkäuferin einen Zwanzig-Euro-Schein klein machen lassen. Dann habe er beim Einkaufen noch seinen Wagen vergessen – und deshalb stellte Heiko Herrlich nun süffisant fest: „Falls die Dame mich erkannt hat, wird sie denken: Was haben wir da für einen Trainer geholt?“

Werder Bremen seit Dienstagabend im Quarantäne-Trainingslager im Bremer Parkhotel

Es wird interessant sein, wie lustig die DFL diese Geschichte finden wird. Im DFL-Konzept zur Fortsetzung des Spielbetriebs in der Coronavirus-Krise steht neben diversen Maßgaben geschrieben: „Als weitere Sicherungsmaßnahme werden mindestens die letzten sieben Tage vor Saisonbeginn als Trainingslager in Quarantäne verbracht, wobei die regelmäßige Abstrichtestung fortgesetzt wird.“

Urs Fischer, der Coach von Union Berlin, hatte die Quarantäne seines Clubs aus privaten Gründen verlassen. Er darf am Sonntag im Heimspiel gegen den FC Bayern trotzdem auf der Trainerbank sitzen, wenn sein Coronavirus-Test am Tag zuvor negativ ausfällt. Diese Regelung soll nur für Trainer gelten, weil die genug Abstand zu den Spielern haben werden, heißt es. Heiko Herrlich muss also von dieser Warte aus gesehen keinen Ausschluss befürchten, aber vorbildlich war sein Verhalten gewiss nicht. (kni)

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