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Keeper Jiri Pavlenka hat sich nach anfänglicher Krise im Kasten des SV Werder Bremen wieder stabilisiert.

Werder-Hinrunde in der Analyse

Das Werder-Hinrundenzeugnis Teil 1: Jiri Pavlenka fängt sich wieder, aber die Abwehr...

Bremen – Tabellenplatz 17, mit nur 14 Punkten auf dem Konto – so schlecht stand Werder Bremen nach der Hinrunde in der Fußball-Bundesliga noch nie da. Die grün-weiße Bilanz der ersten 17 Spiele lautet: drei Siege, fünf Remis und neun Niederlagen.

Welcher Spieler welchen Beitrag zu den wenigen ordentlichen und vielen schwachen Auftritten von Werder Bremen geleistet hat, steht im großen Hinrunden-Zeugnis der DeichStube. Los geht’s im ersten Teil mit dem Torhüter und der Abwehr.

Jiri Pavlenka

Der sonst so zuverlässige Rückhalt im Werder-Tor wackelte in der Mitte der Hinrunde plötzlich gewaltig – inklusive böser Aussetzer in den Spielen gegen Freiburg (2:2) und Gladbach (1:3). Pavlenka schüttelte sein Formtief aber schnell wieder ab und zeigte beim 3:2 in Wolfsburg am 13. Spieltag seine bis dato beste Saisonleistung (Note 1). Ein Spiel ohne Gegentor war dem 27-Jährigen bisher aber nicht vergönnt.

Durchschnittsnote: 3,24, Einsätze: 17, Gespielte Minuten: 1530

Theodor Gebre Selassie

Werders Dauerbrenner auf der rechten Abwehrseite verpasste die letzten beiden Spiele der Hinrunde wegen einer Oberschenkelverletzung. Zuvor agierte er so, wie man es von ihm in Bremen seit Jahren kennt: solide und zuverlässig. Besonders gute Auftritte beim 2:1 gegen Union Berlin und beim 2:2 in Dortmund (jeweils Note 2). Ausreißer nach unten: das 1:3 in Gladbach (Note 4,5). Torschütze gegen Freiburg (2:2) und Vorlagengeber gegen Schalke (1:2).

Durchschnittsnote: 3,27, Einsätze: 15, Gespielte Minuten: 1305

Ömer Toprak

Hinter dem Neuzugang aus Dortmund liegt eine mehr als unglückliche Hinrunde. Kam aus Verletzungsgründen nur viermal zum Einsatz – und agierte dabei wenig überzeugend bis schwach. Negativer Höhepunkt: das Eigentor gegen Leverkusen.

Durchschnittsnote: 4,33, Einsätze: 4, Gespielte Minuten: 279

Niklas Moisander

Der Kapitän konnte seiner Mannschaft über weite Strecken der Hinrunde nicht helfen, weil er zwischen dem 3. und 14. Spieltag verletzt fehlte. Am Ende der Hinrunde dann mit ganz schwachen Auftritten (Note 6 gegen Mainz, Note 5 gegen Köln).

Durchschnittsnote: 4,33, Einsätze: 6, Gespielte Minuten: 540

Ludwig Augustinsson 

Für den Schweden begann die Saison nach einer Knie-OP erst am 12. Spieltag. Ab diesem Zeitpunkt stand er immer in der Startelf und stabilisierte Werder hinten links. Gut gegen Wolfsburg (Note 2,5), schwach gegen die Bayern (4,5) und Mainz (5).

Durchschnittsnote: 3,92, Einsätze: 6, Gespielte Minuten: 517

Marco Friedl

Wegen Augustinssons Verletzung war der junge Österreicher von Beginn an als Linksverteidiger gefordert – und damit bisweilen überfordert. Für seine guten Auftritte gegen Augsburg (inkusive Vorlage) und Dortmund (inklusive Tor) gab es zwar jeweils die Note 2. Für Friedls Spiele gegen Leverkusen, Gladbach und die Bayern allerdings eine 5.

Durchschnittsnote: 3,77, Einsätze: 13, Gespielte Minuten:1 097

Milos Veljkovic

Ein Zehenbruch aus dem Sommer sorgte dafür, dass der 23-Jährige erst am siebten Spieltag erstmals zum Einsatz kam. Fand nach längerer Verletzung erstaunlich schnell wieder zu einer stabilen Form, verlor diese aber auch schnell wieder. Bester Auftritt beim 1:1 gegen Hertha BSC (Note 2,5), die schlechtesten beim 1:6 in München, 0:1 in Köln (jeweils Note 5) sowie beim 0:5 gegen Mainz (6).

Durchschnittsnote: 4, Einsätze: 10, Gespielte Minuten: 888

Christian Groß

Der Bremer U23-Kapitän wurde in der Hinrunde von der Aushilfe zur echten Alternative in der Innenverteidigung. Spielte unaufgeregt, nur beim 1:6 in München (Note 5,5) stieß auch er deutlich sichtbar an seine Leistungsgrenze.

Durchschnittsnote: 3,75, Einsätze: 9, Gespielte Minuten: 721

Michael Lang

Als Alternative für Gebre Selassie aus Gladbach gekommen, konnte der 28-Jährige anfangs noch überzeugen: Note 3 beim Debüt gegen Augsburg, Note 2,5 gegen Union Berlin. Zwischendurch fünf Spiele am Stück ohne Einsatz – und im Schlussspurt völlig neben der Spur: Note 5,5 gegen die Bayern, Note 6 gegen Mainz.

Durchschnittsnote: 4,17, Einsätze: 8, Gespielte Minuten: 534

Sebastian Langkamp

Spielte nur gegen Freiburg (ohne Note), Gladbach und Schalke (jeweils Note 5). Eine Hinrunde zum Vergessen für den 31-Jährigen.

Durchschnittsnote: -, Einsätze: 3, Gespielte Minuten: 179

Hinweis: Spieler werden von der DeichStube nur dann benotet, wenn sie mindestens 30 Minuten gespielt haben. Eine Durchschnittsnote wird nur bei mindestens drei bewerteten Partien ermittelt.

Hier geht es zum zweiten Teil unseres großen Hinrunden-Zeugnisses des SV Werder Bremen: Davy Klaassen nicht so schlecht, wie es sich anfühlt.

Hier geht es zum dritten Teil unseres großen Hinrunden-Zeugnisses des SV Werder Bremen: Yuya Osako bricht ein.

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