Physiotherapeut Holger Berger ist nach 36 Jahren bei Werder Bremen in Rente gegangen. Eine Rückkehr steht aber schon im Raum.
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Physiotherapeut Holger Berger ist nach 36 Jahren bei Werder Bremen in Rente gegangen. Eine Rückkehr steht aber schon im Raum.

Abschied nach 36 Jahren - aber Rückkehr denkbar

„Institution“ in Rente: Kult-Masseur Holger Berger verlässt Werder

Bremen - Seine eigentliche Funktion bei Werder Bremen: Masseur und Physiotherapeut. Doch Holger Berger war für den Verein und dessen Fußballprofis stets mehr als das: Vertrauensperson, Kummerkasten, Skat-Koryphäe oder auch der Mann, der den Spielern einst schon mal drei Stunden vor dem Anpfiff Rinderfilets mit Sauce Bearnaise organisierte. Damit ist nun Schluss. Seit diesem Monat ist Berger, 66, offiziell in Rente, sein Comeback deswegen aber keinesfalls ausgeschlossen.

„Ich bin seit dem 1. Juli berentet, kann mir aber durchaus vorstellen, nochmal zu Werder zurückzukommen. Aber ich mache es davon abhängig, wie sich die Pandemie entwickelt“, sagte Holger Berger gegenüber der „Bild“-Zeitung. Bereits im vergangenen Jahr, seit Ausbruch der Corona-Pandemie, war der Physiotherapeut nur noch selten am Weserstadion gesichtet worden. Als Vorsichtsmaßnahme ließ Werder Bremen seine „Institution“, wie Sportchef Frank Baumann Berger einst beschrieb, lieber zu Hause.

Der Kult-Masseur mit dem Medizinkoffer, seit 1985 im Verein, ist Raucher und zählt auch wegen seines Alters zur Risikogruppe. Inzwischen ist Berger zwar zweifach geimpft, die Arbeitsbedingungen haben sich aber immer noch nicht so weit verbessert, dass eine Rückkehr für ihn Sinn ergeben hätte. „Das Behandeln mit Maske fällt jüngeren Kollegen sicherlich leichter als mir“, sagt er.

Werder Bremen: Kult-Masseur Holger Berger in Rente - Rückkehr ist aber denkbar

Bei Werder Bremen, so viel ist klar, vermissen sie Holger Berger sehr. Clemens Fritz, heute Leiter Profi-Fußball und früher während seiner aktiven Zeit selbst regelmäßig Gast auf Bergers Pritsche, sagt: „Er hatte immer ein offenes Ohr für die Spieler und hat es gerade den Neuen immer leicht gemacht.“ Beim Blick zurück muss der 40-Jährige sogar etwas rätseln: „Ich weiß gar nicht, in wie vielen Trainingslagern er mit uns war. Im Parkhotel hat er jedenfalls quasi gewohnt, so oft wie er dort mit der Mannschaft Quartier bezogen hat.“

Geht es nach Werder, dann können für Holger Berger in Zukunft gerne weitere Reisen und Übernachtungen mit dem Team dazukommen. Fritz: „Wenn sich die Corona-Lage beruhigt hat, ist es nicht ausgeschlossen, dass er punktuell nochmal zurückkommt.“ (dco)

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