Der SV Werder Bremen gewinnt ein extrem spannendes Nordderby gegen den Hamburger SV mit 3:2 - und jubelt ausgelassen.
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Der SV Werder Bremen gewinnt ein extrem spannendes Nordderby gegen den Hamburger SV mit 3:2 - und jubelt ausgelassen.

Werder gewinnt Hammer-Nordderby gegen HSV

Was für ein Derby-Sieg: Werder Bremen elfert den HSV weg!

Der SV Werder Bremen hat ein extrem spannendes Derby gegen den Hamburger SV mit 3:2 gewonnen und ist Tabellenführer der 2. Bundesliga. Der Spielbericht der DeichStube*.

Bremen – Was für ein Nordderby! Nach einer extrem hart umkämpften und hochspannenden Partie triumphierte der SV Werder Bremen am Sonntagnachmittag nicht unverdient mit 3:2 (1:0) beim Hamburger SV und übernahm damit wieder die Tabellenspitze der 2. Liga. Dabei halfen den Bremern gleich zwei Handelfmeter, die Marvin Ducksch (10.) und Niclas Füllkrug (51.) sicher verwandelten. Auch für den dritten Treffer war Ducksch (76.) verantwortlich. Für den HSV, der seine erste Heimniederlage in dieser Saison kassierte und nur noch Tabellenvierter ist, trafen Jonas Meffert (46.) und Robert Glatzel (80.).

Werder Bremen gegen Hamburger SV: Der Ball zappelt im Derby früh im Netz

Werder-Coach Ole Werner hatte die erwartete Startelf ins Rennen geschickt – mit einer Veränderung zum Ingolstadt-Spiel. Nach seiner Gelb-Sperre kehrte Leonardo Bittencourt ins Team zurück, für ihn musste Nicolai Rapp zunächst auf der Bank des SV Werder Bremen Platz nehmen. Tags zuvor war die Mannschaft bei der Busabfahrt nach Hamburg von 2.000 Fans am Osterdeich verabschiedet worden – mit viel Gesang und viel grün-weißem Rauch. „Das war schon ein Gänsehautmoment“, erinnerte sich Werner kurz vor dem Spiel bei Sky und meinte: „Das kann uns nur helfen. Wir hoffen, dass wir heute etwas zurückzahlen können.“

Doch bevor die Partie begann, setzten beide Teams noch ein wichtiges Zeichen hinsichtlich des Krieges in der Ukraine. „Wir gemeinsam für Frieden – stop war!“, stand auf einem Banner, den beide Mannschaften bunt gemischt am Mittelkreis präsentierten. Dann stand der Fußball im Mittelpunkt – und dabei übernahmen die Gäste gleich das Kommando. Sie liefen die Hamburger sofort sehr hoch an und kamen über ihre Manndeckung schon in der gegnerischen Hälfte immer wieder in Ballbesitz. Nach nicht einmal sieben Minuten zappelte der Ball bereits im Netz des HSV-Tores. Doch der Bremer Jubel war schnell dahin, Torschütze Leonardo Bittencourt hatte nach einem Schuss von Ömer Toprak klar im Abseits gestanden.

Werder Bremen gegen HSV: Marvin Ducksch verwandelt Handelfmeter nach VAR-Einsatz

Damit war die Szene allerdings noch nicht abgehakt. Der Video-Assistent Pascal Müller griff ein, hatte nach dem Toprak-Schuss ein Handspiel von Jonas Meffert im Strafraum gesehen. Schiedsrichter Daniel Siebert schaute sich die Szene am Spielfeldrand an und entschied auf Strafstoß. Eine harte Entscheidung, denn Meffert hatte nur knapp vor Toprak gestanden und die Hand auch recht nah am Körper gehabt. Kurios: Bei Sky klärten die Schiedsrichter-Experten von „Collinas Erben“ auf, dass es bei einer Entscheidung auf Handspiel keinen Elfmeter hätten geben dürfen und das Tor hätte zählen müssen, weil dann das Abseits aufgehoben war. Das sei ein klarer Fall von „Deliberate play“, einer sehr speziellen Fußball-Regel. Marvin Ducksch war das alles egal, er versenkte den Strafstoß sicher zum 1:0 (10.) für Werder Bremen.

Werder machte die Führung noch mehr Mut, Niclas Füllkrug verpasste gleich zwei Mal (14. Und 18.) das 2:0. Dafür trafen dann die Hamburger, doch der Treffer von Moritz Heyer zählte nicht, weil sich zuvor Robert Glatzel mit einem Schubser gegen Toprak durchgesetzt hatte (19.). Ein Großteil der 25.000 Zuschauer in dem in Corona-Zeiten immerhin zur Hälfte gefüllten Volksparkstadion fand das gar nicht gut, es gab ein lautes Pfeifkonzert. Auch danach blieb die Laune bei den etwa 2.000 Werder-Fans wesentlich besser, denn Werder Bremen drängte auf das 2:0 und hätte es auch machen müssen. Doch Christian Groß (23.), Bittencourt (30.) und vor allem Ducksch (33.) vergaben beste Chancen.

Werder Bremen-Derby gegen HSV: Irres Spiel! Niclas Füllkrug verwandelt weiteren Elfmeter

Und das sollte sich rächen - nicht mehr in Halbzeit eins, aber direkt danach. Nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff durfte Meffert frei vor Werder-Keeper Jiri Pavlenka zum 1:1 einschieben. Der bis dahin so aufmerksame Mitchell hatte mit seiner Hacke das Abseits aufgehoben. Der Video-Assistent hatte wieder genau hingeschaut, wie auch fünf Minuten später im Strafraum des HSV. Dort war Bakery Jatta ungeschickt in einen Weiser-Schuss gesprungen und hatte den Ball über seinem Kopf mit der Hand abgefälscht. Schiedsrichter Siebert schaute sich die Szene an und gab den zweiten Handelfmeter im Spiel. Diesmal verwandelte Niclas Füllkrug sicher zum 2:1 (51.). Was für ein irres Spiel!

Der HSV war aber nur kurz geschockt, machte Druck. Glatzel (64.) und Heyer (69.) scheiterten an Pavlenka. Dessen Kollegen machten es weniger gut, konnten das Spielgerät kaum noch behaupten, gewannen auch viel weniger zweite Bälle als vor der Pause. Nach vorne ging bei Werder Bremen fast gar nichts mehr, obwohl der wild anstürmende HSV dort durchaus Räume anbot.

Werder Bremen gewinnt gegen Hamburger SV: Spannende Schlussphase - Werder holt Derby-Sieg

Werder-Coach Werner reagierte, brachte in der 71. Minute Rapp für Bittencourt, um im Mittelfeld wieder Stabilität zu bekommen. Das zahlte sich allerdings zunächst vorne aus, denn Rapp legte Marvin Ducksch das 3:1 auf (76.). Der Torschütze hatte sich den Ball zuvor selbst gegen Jatta geschickt erkämpft. So war es auch ein Treffer des Willens, aber noch längst nicht die Vorentscheidung. Denn der HSV schlug prompt zurück: Milos Veljkovic kam gegen Glatzel einen Tick zu spät, so verkürzte der Torjäger auf 2:3 (80.). Bitter für Werder Bremen: Ducksch war beim eigenen Angriff vor dem Gegentreffer gefoult worden und musste verletzt raus. Schiedsrichter Siebert hatte weiterspielen lassen und Werder darauf verzichtet, selbst für eine Behandlungspause zu sorgen. Der HSV spielte weiter und traf, während Ducksch am Boden lag. Die Emotionen kochten hoch, nicht erst jetzt war es ein echtes Nordderby!

Der HSV wollte den Ausgleich, Werder Bremen verteidigte mit großer Leidenschaft und musste doch noch den Ausgleich hinnehmen. Aber es passte einfach zu diesem Spiel, dass der Treffer von Manuel Wintzheimer spät in der Nachspielzeit wegen einer Abseitsposition von Kittel nicht zählte. Werder im Glück - und dann im großen Jubelrausch. Die Derby-Revanche für die 0:2-Heimniederlage war gelungen, die Bremer sind auch im neunten Spiel unter Coach Werner ungeschlagen geblieben und dürfen weiter vom direkten Wiederaufstieg träumen. Nächsten Sonntag geht es mit dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden weiter. (kni)

Werder Bremen gegen HSV: Lest den Spielverlauf im Live-Ticker nach

Das Nordderby ist ein Spitzenspiel: Werder Bremen gegen den Hamburger SV ist das Duell Erster gegen Zweiter. Alle Tore, News und Infos zum HSV-Derby gibt‘s live im Liveticker der DeichStube* (13.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker)! Endstand: 3:2 für Werder!

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Abpfiff! Werder Bremen ist Derbysieger! Ein spannendes Nordderby findet nach einer emotionalen zweiten Halbzeit seinen verdienten Sieger. Nachdem Werder zur Halbzeit schon höher führen konnte, glich der HSV nach der Pause direkt aus. Nach den Toren von Füllkrug und Ducksch macht es Glatzel nochmal spannend. Am Ende blieb die Werder-Defensive standhaft, so dass der Spitzenreiter weiter von der Weser kommt. In der kommenden Woche geht es am Sonntag gegen Dynamo Dresden weiter.

90. Min+6: Glatzel schon wieder per Kopf! Pavlenka hält! Gleich ist Ende!

90. Min+5: Der Ball ist im Bremer Tor! Aber Siebert pfeift Abseits! Die Situation wird überprüft, aber es scheint korrekt zu sein,. Puh!

90. Min+3: Jatta setzt sich gegen Friedl durch und bringt die Flanke auf den gefährlichen Glatzel. Pavlenka ist zur Stelle und begräbt den Ball unter sich.

90. Min+2: Zwei Minuten sind schon um. Hamburg ist dauerhaft im Ballbesitz. Werder steht aber sicher!

90. Min: Die reguläre Spielzeit ist vorbei. Es gibt sechs Minuten Nachspielzeit. Aufgrund der vier Tore und den Unterbrechungen ist dies vollkommen ok.

90. Min: Felix Agu kommt für Mitchell Weiser.

89. Min: Hamburg läuft an! Den Hansestädtern läuft aber gleichzeitig die Zeit davon! Bringt Werder die knappe Führung über die Zeit?

87. Min: Gewusel im Werderstrafraum nach Hamburg-Ecke! Pavlenka muss längst klären.

86. Min: Dieses Norddery bietet alles, was sich das Fußballerherz wünscht! Tore, strittige Situationen, ein aufgeheiztes Stadion!

84. Min: Die Spannung spitzt sich zu! Das Publikum steht größtenteils! Hamburg ist im Vorwärtsgang!

82. Min: Zu allem Überfluss muss Marvin Ducksch verletzt runter. Im Vorfeld zum Treffer war er klar gefoult worden. Dinci kommt für ihn. Vorher war Wintzheimer und Vagnomann für den HSV schon für Muheim und Heyer gekommen.

Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Live-Ticker: Marvin Ducksch und Robert Glatzel drehen an der Anzeigetafel

80. Min: Der erneute Anschlusstreffer! Robert Glatzel trifft zum 3:2. Jatta passt in die Mitte und Veljkovic kommt zu spät gegen Glatzel.

76. Min: Klasse Treffer von Marvin Ducksch! An der Seitenlinie erobert er den Ball gegen Jatta. Schmids Flanke findet Rapp, der das Spielgerät festmacht und auf den wieder parat positionierten Ducksch passt. Der Goalgetter schließt sofort platziert rechts unten ab! Wahnsinn!

76. Min: Tooooooooor für Werder Bremen! Marvin Ducksch macht das wichtige 3:1!

75. Min: Ole Werner motiviert seine Männer am Seitenrand dazu wieder mehr zu tun. Die letzten zehn Minuten waren eindeutig zu passiv.

72. Min: Und da ist auch schon der Wechsel! Leo Bittencourt hat sich aufgerieben und wird durch den körperlich präsenteren Nicolai Rapp ersetzt. Hamburg bringt unterdessen Kinsombi für Reis.

70. Min: Immer wieder Hamburg jetzt! Die zweiten Bälle sind meist bei den Hausherren. Ole Werner sollte über einen frischen Impuls nachdenken. Es ist zu früh um jetzt in Passivität zu verfallen.

68. Min: Viele Zweikämpfe, viele kleine Fouls. Das Spiel hakt gerade etwas.

66. Min: Der HSV hat nun klar mehr Ballbesitz. Vorne lauert immer wieder der 14-fache Saisontorschütze Robert Glatzel, der aber immer wieder ins Abseits gestellt wird. Trotzdem tut Werder gut daran wieder selbst etwas mehr zu machen.

64. Min: Jatta legt auf Glatzel ab, der Pavlenka prüft. Kein Problem für den tschechischen Keeper.

61. Min: Heyer sieht gelb nach Foul an Schmid. Der darauffolgende Freistoß ist ungefährlich.

58. Min: Gute Gelegenheit mal wieder für die Gäste. Ducksch bekommt den Ball zwanzig Meter vor dem Tor. Er zieht direkt ab und übersieht den besser postierten Schmid, der sich zurecht über das verpasst Abspiel beschwert.

57. Min: Die Rothosen sind nun wacher und spritziger als in der ersten Hälfte. Mehr Arbeit für Toprak und Co. in der Bremer Defensive.

54. Min: Die Fans sind nun richtig da! „Die Nummer 1 im Norden sind wir“ klingt es von den Rängen.

Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Live-Ticker: Niclas Füllkrug trifft per Elfer zum 2:1

52. Min: Was ist das für ein Wahnsinnsspiel? Alle drei Tore wurden durch den VAR entscheidend mit beeinflusst.

51. Min: Tooooor für Werder Bremen! Füllkrug versenkt den Elfer eiskalt. Heuer Fernandes fliegt nach Verzögerung nach links, Füllkrug vollstreckt rechts! Werder führt wieder!

50. Min: Siebert gibt erneut Elfmeter für Werder Bremen! Er war sich unsicher, aber diese Situation war klarer als die erste Situation von Meffert in der 10. Minute. Jatta sieht zudem gelb. Füllkrug schnappt sich die Kugel.

47. Min: Werder versucht sofort zu antworten und bekommt drei Ecken. Eine führt nach einem Weiser-Schuss zu einer weiteren VAR-Situation! Jatta hatte den Ball mit dem Hand im Strafraum geblockt. Ähnliche Situation wie bei 1:0.

46. Min: Unnötiges Gegentor ca. 30 Sekunden nach Wiederanpfiff. Heyer schlägt den Ball in den Strafraum wo Glatzel den Ball annimmt und auf Meffert weiterleitet. Pavlenka hat keine Chance

46. Min: Tor für den HSV! Hamburg jubelt direkt nach wenigen Sekunden. Werder pennt und Meffert schiebt ein.

Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Live-Ticker: Die zweite Halbzeit läuft

46. Min: Die zweite Halbzeit läuft! Tim Walter wechselt einmal aus. Winter-Neuzugang Giorgi Chakvetadze aus Georgien kommt für den blass gebliebenen Alidou.

14.25 Uhr: Interessante Diskussion bzgl. des Tors bei Sky. Lt. Regelkunde ist Elfmeter grundsätzlich die falsche Entscheidung gewesen. Da durch das Handspiel von Meffert eine neue Spielsituation entsteht, hätte das Tor von Bittencourt Anerkennung finden müssen. Es hätte also keinen Elfer, sondern direkt das Tor gegeben werden müssen, welches wegen Abseitsposition - welche durch das Handspiel aufgelöst wurde - abgepfiffen wurde . Der Fachbegriff lautet „Deliberate Play“.

Halbzeit. Werder führt nach 45 Minuten verdient mit 1:0 im Hamburger Volkspark. Das Werder-Tor resultierte durch einen Ducksch-Handelfmeter (10. Min), der zumindest als strittig bezeichnet werden kann. In der Folge hatte Werder mehrfach die Gelegenheit die Führung auszubauen, doch sowohl Bittencourt (30. Min) als auch Ducksch (33. Min) scheiterten aus aussichtsreicher Position am starken Heuer Fernandes. Der HSV schafft es bisher noch nicht die Bremer Abwehr ersthaft zu prüfen.

45. Min: Der vierte Offizielle zeigt drei Minuten Nachspielzeit an. Alleine die VAR-Szene hatte so lange gedauert.

45. Min: Romano Schmid sieht seine fünfte gelbe Karte nach zu hartem Einsteigen gegen Moritz Heyer.

45. Min: Ein Bremer Konter endet mit einem weiteren Torschuss von Marvin Ducksch. Das kann er besser.

44. Min: Hamburg nun mit seine besten Chance. Kittel spielt stark in die Gasse auf Jatta, der einen Flachpass ins Zentrum Glatzel findet. Milos Veljkovic grätscht stark dagegen.

42. Min: Auch Mitchell Weiser macht ein klasse Spiel. Sein Schuss aus 15 Metern bringt aber keine Gefahr.

40. Min: Romano Schmid hat zwar noch keine entscheidenden Szenen geprägt, dafür arbeitet er heute wahnsinnig viel für das Team.

37. Min: Grün-Weiß presst weiter früh und gewinnt Ball um Ball. Wenn Hamburg dann doch mal ins letzte Drittel eindringt klären Veljkovic und Toprak ohne Probleme.

Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Live-Ticker: Marvin Ducksch und Leonardo Bittencourt vergeben beste Chancen

33. Min: Die nächste Riesenchance für Werder Bremen! Marvin Ducksch läuft über 30-40 Meter von Schonlau begleitet auf Heuer Fernandes zu. Er versucht den HSV-Schlussmann zu überlupfen, doch es fehlen ein paar Zentimeter. Werder muss nun höher führen!

30. Min: Wahnsinns-Parade von Heuer Fernandes. Ducksch bekommt in abseitsverdächtiger Position nach kapitalem HSV-Bock den Ball zurück. Er spielt in die Mitte auf den frei einlaufenden Bittencourt, der direkt abzieht. Heuer Fernandes bekommt irgendwie die Hände hoch und pariert sehenswert. Das hätte das 2:0 sein müssen!

26. Min: Das Spiel hat sich nun etwas beruhigt. Werder hat aktuell alles im Griff.

23. Min: Christian Groß aus der zweiten Reihe! Knapp vorbei! Werder macht ein richtig gutes Spiel!

22. Min: Bittencourt gewinnt in der Frühphase der Partie einige Bälle. Soeben erspitzelt er sich den Ball und passt in den Lauf von Weiser, der dann im Strafraum fällt. Siebert sieht kein Vergehen.

19. Min: Nun ist der Ball auch auf der anderen Seite im Tor. Heyer schiebt ein. Vorher faustet Pavlenka eine Flanke nach vorne weg. Glatzel hatte Toprak jedoch vorher in den Bremer Keeper geschubst, so dass Siebert ein Foul erkennt. Die Hamburger Fans sind außer sich.

18. Min: Ducksch auf Füllkrug. „Lücke“ zieht ab und verfehlt das Tor knapp. Werder ist hier klar überlegen, so dass die Führung durchaus verdient ist.

16. Min: Glatzel versucht Alidou in Szene zu setzen, doch Toprak ist wie immer aufmerksam.

14. Min: Werder weiter druckvoll! Der HSV hält dagegen und taucht nun erstmals auch vor dem Bremer Tor auf. Pavlenka kann einen Schuss zur Seite abwehren.

12. Min: Werder beginnt hier stark und wird mit etwas Glück direkt belohnt! Marvin Ducksch mit seinem 14. Saisontor.

Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Live-Ticker: Marvin Ducksch trifft zur Führung

10. Min: Ducksch verlädt Heuer Fernandes und macht Werder zum vorübergehenden Spitzenreiter. Die Fans stimmen direkt darauf ein!

10. Min: Toooooor für Werder! Marvin Ducksch trifft per Elfmeter zum 1:0!

9. Min: Elfmeter für Werder!!! Meffert bekommt die Toprak-Flanke auf Bittencourt vorher an die Hand. Zumindest strittig, weil Meffert sich leicht wegdreht und den Ball aus dieser kurzen Entfernung nicht sieht.

7. Min: Siebert schaut sich die Szene nochmal an! Aber nicht wegen der unstrittigen Abseitsposition. Meffert hatte vorher offenbar Hand gespielt.

6. Min: Bittencourt köpft kurz nach Werders erster Ecke ins Tor. Der Linienrichter hebt die Fahne und hat Recht.

4. Min: Heute spielt das beste Heimteam gegen das beste Auswärtsteam der Liga. Der HSV hat bisher noch kein Heimspiel verloren.

2. Min: Füllkrug und Ducksch laufen früh an und versuchen den HSV zu Ballverlusten zu zwingen.

Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Live-Ticker: Anpfiff im Volksparkstadion

1. Min: Anpfiff! Werder in grün und weiß stößt an.

13:29 Uhr: „STOP WAR“ - Vorweg positionieren sich beide Mannschaften gemeinsam vor einem Anti-Kriegs-Plakat und gedenken den Opfern aus der Ukraine mit einer Schweigeminute.

13:28 Uhr: Gleich geht‘s los. Beide Teams laufen ein.

13:25 Uhr: Geballte Erstliga-Erfahrung auch auf der Schiedsrichterposition. Daniel Siebert, letztjähriger EM-Schiedsrichter, pfeift das heutige Nordderby. Wird es so hektisch und hitzig wie im Hinspiel, bekommt er Einiges zu tun.

13:21 Uhr: Noch zehn Minuten bis zum Anpfiff. Wir sind heiß, Ihr seid heiß! Kann losgehen!

Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Live-Ticker: 2.000 Werderfans im halbvollen Volkspark

13:17 Uhr: Die gestrige Busabfahrt war für Ole Werner ein „Gänsehautmoment“. Er hofft die Fanunterstützung durch eine gute Leistung zurückzahlen zu können. Im Volksparkstadion werden heute allerdings eher die Blau-Weißen unterstützt werden. Immerhin rund 2.000 Werderfans werden alles dafür tun gegen die restlichen Stadionzuschauer anzusingen.

13:14 Uhr: Der Trainer des Hinspiels hieß noch Markus Anfang. Sein Nachfolger Ole Werner erwähnt im Sky-Interview, dass es heute sehr darum gehen wird gut gegen den Ball zu arbeiten. Der kompakte Gegner sollte aus den gefährlichen Zonen ferngehalten werden. Der Schlüssel des Erfolgs liege im eigenen Ballbesitz.

13:05 Uhr: Das Hinspiel haben die Werder-Fans eher negativ in Erinnerung. In einer hitzigen Partie gewann der HSV am Ende mit 2:0 im Bremer Weserstadion. Besonders bitter war das Freistoßtor von Marvin Ducksch, welches wegen der mangelnden Regelkunde von Mitchell Weiser keine Anerkennung fand.

12.57 Uhr: Die aktuellen Tabellenplätze lassen für beide Vereine auf eine baldige Beendigung der Zweitliga-Zugehörigkeit hoffen. Mit einem Sieg würden sowohl der HSV als auch der SVW auf Platz 1 springen. Durch die Siege von St. Pauli und Darmstadt ist und bleibt es im oberen Tabellendrittel unfassbar eng.

12.53 Uhr: Erstligareif war schon mal die Verabschiedung der Werderaner am gestrigen Freitag. Hunderte Fans am Osterdeich feierten bei der Busabfahrt die Werder-Mannschaft mit Pyrotechnik.

12.47 Uhr: Bei Sky sprechen gerade Willi Lemke und Horst Hrubesch. Die beiden Urgesteine erinnern an bessere Zeiten der beiden Traditionsvereine.

12.41 Uhr: Die Heimmannschaft aus Hamburg läuft folgendermaßen auf: Heuer Fernandes, Heyer, Schonlau (C), Glatzel, Kittel, Reis, Jatta, Meffert, Muheim, Vuskovic, Alidou. Trainer ist Tim Walter

12.37 Uhr: Roger Assalé hat es erneut nicht in den Kader geschafft. Der Ivorer war in der letzten Woche aus disziplinarischen Gründen noch kurz vor dem Spiel aus der Mannschaft geflogen. Heute hat es wohl eher Leistungsgründe.

12.35 Uhr: Diese Ersatzspieler brennen auf ihren Einsatz: Zetterer, Mai, Agu, Mbom, Schmidt, Rapp, Gruev, Woltemade, Dinkci

Werder Bremen gegen den Hamburger SV im Live-Ticker: Keine Überraschungen in der Werder-Startelf

12.32 Uhr: Ole Werner wechselt im Vergleich zum 1:1 gegen Ingolstadt nur ein Mal. Der zuletzt gelbgesperrte Leo Bittencourt kehrt für Nicolai Rapp zurück auf den Rasen. Ansonsten vertraut der Bremer Coach auf die Elf seiner Erfolgsserie.

12:30 Uhr: Die Werder-Aufstellung im Überblick: Pavlenka - Veljkovic, Toprak (C), Friedl - Groß, Jung, Weiser, Bittencourt, Schmid, - Ducksch, Füllkrug

12.25 Uhr: Moin, moin aus der Deichstube! Derbyzeit in der zweiten Fußball-Bundesliga. In knapp einer Stunde trifft der SV Werder Bremen heute vor 25.000 Zuschauern auf den Hamburger SV. Gleich geht es mit den Aufstellungen los.

Der SV Werder Bremen im Live-Ticker gegen den Hamburger SV: Anpfiff im Volksparkstadion ist um 13.30 Uhr, der Liveticker startet hier gegen 12.30 Uhr mit den Startelf-Aufstellungen von Werder und dem HSV. Alle Tore, News und Infos zum Derby in der 2. Bundesliga gibt es hier live im Live-Ticker der DeichStube.

Werder Bremen gegen den Hamburger SV - der Vorbericht zum Derby:

„Das kitzelt mich noch mal mehr“: Werder Bremen-Coach Ole Werner ist heiß auf das HSV-Derby und kennt das Erfolgsrezept

Bremen – Ole Werner redete gar nicht groß herum. „Ich freue mich sehr auf mein erstes richtiges Nordderby“, sagte der Coach des SV Werder Bremen vor dem Zweitliga-Kracher am Sonntag (13.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) beim Hamburger SV – und die Betonung lag klar auf „richtiges“. Denn mit Nordduellen gegen den HSV kennt sich Werner als Ex-Trainer von Holstein Kiel natürlich aus, doch diese seien nun wahrlich nicht mit dem berühmten Nordderby vergleichbar.

„Das ist das größte Fußballspiel der Region. Es ist schön, ein Teil davon zu sein“, betonte Ole Werner bei der Pressekonferenz am Freitag und machte sich auch keine Sorgen, dass es im zu Corona-Zeiten immerhin schon halb vollen Volksparkstadion des HSV durchaus ungemütlich für den SV Werder Bremen werden könnte: „Ich finde es immer geil, wenn du weißt, dass viele gegen dich sind. Da musst du dann als Gruppe mit den eigenen Fans im Rücken bestehen. Das kitzelt mich noch mal mehr – und vielen Spielern geht es genauso.“

Werder Bremen gegen HSV: Derby ist ein Spitzenspiel im Kampf um den Aufstieg - Was ändert Ole Werner?

Wobei nur wenige Werder-Profis das Phänomen Nordderby als Auswärtsspiel schon kennen. Doch Werner verzichtet darauf, die anderen Spieler mit entsprechenden Videos von Partien aus vergangenen Zeiten vorzubereiten. Sie sollen sich einfach freuen auf dieses besondere Spiel und es wie immer machen, so der Coach des SV Werder Bremen: „Alles positiv aufnehmen und sich dann auf das Spiel konzentrieren, denn das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit.“ Jeder Punkt sei im Aufstiegsrennen wichtig, so Werner, „aber wir wollen natürlich mit so vielen Punkten wie möglich zurückkehren“. Eine Vorentscheidung würde gegen den HSV so oder so noch nicht fallen. Es gehe in diesen Wochen ausschließlich darum, bis Ende April in einer guten Ausgangsposition zu bleiben.

Aktuell könnte diese nicht besser sein. Werder reist nach sieben Siegen in Folge und einem Unentschieden als Spitzenreiter an. Das 1:1 gegen Schlusslicht Ingolstadt vor knapp einer Woche hat dem Selbstbewusstsein nicht geschadet. Ole Werner warnte zwar vor einem starken HSV und kündigte angesichts der, wie er sagte, „einzigartigen Spielweise“ der Gastgeber an: „Da müssen wir uns ein Stück weit anpassen.“ Doch grundsätzliche Veränderungen will der Bremer Coach gegen den Tabellenzweiten angeblich nicht vornehmen – aus gutem Grund: „Wir sind Werder Bremen, wir sind aktuell Tabellenführer, so wollen wir auch auftreten.“ Trotzdem ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass die Grün-Weißen ein etwas anderes Gesicht als sonst zeigen, den Hamburgern, die nur einen Zähler weniger auf dem Konto haben, möglicherweise etwas spezieller begegnen. „Da möchte ich mir nicht in die Karten blicken lassen“, meinte Werner und grinste. Solche kleinen Psychospielchen gehören eben auch zu einem Derby.

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Werder Bremen gegen Hamburger SV ein besonderes Derby: Ole Werner mit einem Schuss mehr Emotion

Doch der Werder-Coach ist niemand, der so etwas zu sehr ausreizt oder irgendwelche Parolen raushaut. Das würde auch gar nicht zu seiner norddeutsch-nüchternen Art passen. Und trotzdem lässt er jeden spüren, dass ihn dieses besondere Spiel alles andere als kalt lässt, dass er auch dieses Kribbeln wahrnimmt wie die Fans. Nur ist es eben seine Aufgabe, diese Gefühle zu kanalisieren und möglichst zu einem erfolgreichen Ergebnis zu führen. Er setzte dabei unter der Woche auf „normale Alltagsarbeit“. Vielleicht mit einem Schuss mehr Emotion als sonst. Anders als eine Woche zuvor in der Vorbereitung auf das Ingolstadt-Spiel seien die Profis des SV Werder Bremen von der ersten Trainingsminute an voll bei der Sache gewesen. Jetzt fehle am Samstag nur noch ein gutes Abschlusstraining, so Werner, dann könne das Nordderby gegen den HSV am Sonntag kommen. Dabei rechnet er mit einem Vollgas-Start auf beiden Seiten. Keine ganz ungefährliche Geschichte. Und so lautet Werners Erfolgsformel: „Entscheidend wird am Ende sein: Welche Mannschaft kann bei sich bleiben und ihr Ding durchziehen?“

Die Antwort soll natürlich, wenn es nach Werner geht, Werder heißen. Mit Kiel konnte er den HSV allerdings noch nie bezwingen, verlor aber auch keine der vier Partien. Dafür feierte er 2009 durchaus mit, als Werder Bremen den HSV in den berühmten vier Duellen in nur 19 Tagen in gleich drei Wettbewerben (DFB-Pokal, Uefa-Cup und Meisterschaft) ziemlich wehtat. „Aus familiären Gründen war ich damals etwas mehr bei Grün-Weiß“, erinnerte sich der gebürtige Schleswig-Holsteiner. Als Trainer trägt er nun selbst die Raute und kann im 156. Nordderby (alle Wettbewerbe) diese ganz besondere Geschichte mitschreiben. (kni) *DeichStube.de ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Mediengruppe Kreiszeitung und der WESER-KURIER Mediengruppe sowie ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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