Werder-Bremen-Präsident Hubertus Hess-Grunewald tritt im Mai 2023 für die SPD bei den Bremer Bürgerschaftswahlen an.
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Werder-Bremen-Präsident Hubertus Hess-Grunewald tritt im Mai 2023 für die SPD bei den Bremer Bürgerschaftswahlen an.

Personelle Veränderungen bei Werder?

Neuer Job: SPD schickt Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald ins Rennen

Bremen – Ist das schon ein Vorgriff auf die personellen Veränderungen beim SV Werder Bremen? Jedenfalls strebt Hubertus Hess-Grunewald einen neuen Job an. Er tritt im Mai 2023 für die SPD bei den Bürgerschaftswahlen in Bremen an. Das gab die Partei am Montag bekannt. Hess-Grunewald ist einer von zwei sogenannten Quereinsteigern, die für die SPD traditionell bei den Bürgerschaftswahlen ins Rennen gehen. Da diese Kandidaten in der Vergangenheit stets im oberen Bereich der Wahlliste einsortiert wurden, stehen die Chancen sowohl für Hess-Grunewald als auch für Katharina Kähler von der Inneren Mission gut, Abgeordnete zu werden.

„Wenn man als politisch denkender Mensch 40 Jahre Mitglied der Partei ist und dann gefragt wird, ob man die Politik der Stadt konstruktiv mitgestalten möchte, dann ist das eine Ehre. Ich bin berührt und stolz“, sagte Hubertus Hess-Grunewald. Sein Ehrenamt als Präsident beim SV Werder Bremen will der 61-Jährige nicht aufgeben und bei der Mitgliederversammlung im November erneut antreten. „Ich denke, dass beides miteinander vereinbar ist.“

Neuer Job: SPD schickt Werder-Präsident Hess-Grunewald ins Rennen

Seinen gut dotierten Hauptjob dürfte Hubertus Hess-Grunewald dagegen Ende des Jahres verlieren – und zwar als Geschäftsführer der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA, also der ausgegliederten Profiabteilungen. Eine Strukturkommission hat dem Präsidium vorgeschlagen, dass der Präsident aus Compliance-Gründen nicht mehr in der Geschäftsführung sitzen darf und stattdessen den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen soll. Die Mitglieder müssen dieses Vorhaben im November noch absegnen.

Durch den weniger zeitaufwendigen Posten im Aufsichtsrat hätte Hubertus Hess-Grunewald dann auch mehr Zeit, um sich seiner neuen Aufgabe bei der SPD zu widmen. Und vielleicht profitiert dann auch Werder Bremen davon, denn mit der Politik in Bremen waren die Grün-Weißen in den vergangenen Jahren manchmal so gar nicht zufrieden – wie zum Beispiel beim Thema Polizeikosten. Denn nach dem Aufstieg droht Werder Bremen auch in dieser Saison wieder die Weitergabe anfallender Polizeikosten! (kni)

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