Husnija Fazlic war einst Co-Trainer und Scout bei Werder Bremen. Jetzt ist „Hune“ im Alter von 79 Jahren gestorben.
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Husnija Fazlic war einst Co-Trainer und Scout bei Werder Bremen. Jetzt ist „Hune“ im Alter von 79 Jahren gestorben.

Im Alter von 79 Jahren

Er empfahl Diego und Naldo: Früherer Werder-Scout und Co-Trainer Husnija Fazlic gestorben

Bremen – Dem SV Werder Bremen ging es nicht allzu gut, als Husnija Fazlic an die Weser kam. Im Frühjahr 1999 war es, als die Bremer mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg aus der Bundesliga kämpften. Zu dieser Zeit saß noch Felix Magath auf der Trainerbank, als Assistenten holte er einen Mann, den schnell alle nur noch „Hune“ nennen sollten. Magath musste schließlich schnell wieder gehen, doch Fazlic blieb. Der frühere Profi wurde zu einem gefragten Scout bei Werder. Nun ist der Bosnier im Alter von 79 Jahren gestorben.

„Liebe Freunde, heute Morgen ist mein lieber Vater in eine bessere Welt gegangen. Ich liebe dich für immer, Papa“, erklärte Sohn Adnan bereits am 6. Oktober in den sozialen Netzwerken. Husnija Fazlic, der am 3. Januar 1943 in Kozarac geboren wurde, ist in seiner Heimat eine Legende, spielte zwischen 1963 und 1974 in der ersten jugoslawischen Liga für den FK Borac Banja Luka. Anschließend wechselte er nach Deutschland zum 1. FC Saarbrücken – wo er schließlich auch erstmals Bekanntschaft mit Felix Magath machte. Der Beginn einer Freundschaft, die für Jahre halten sollte. Nach dem Karriereende im Saarland arbeitete Fazlic in seiner Heimat als Trainer, wurde dort mit Borac Banja Luka überraschend Pokalsieger. In Deutschland coachte er in den 1990er-Jahren die Berliner Clubs Türkiyemspor und SD Croatia – ehe sein Weg zu Werder Bremen führte.

Werder Bremen-Ex-Scout Husnija Fazlic gestorben: Er empfahl einst Diego und Naldo

An der Weser brachte er seine Expertise bis zum Jahr 2014 ein, dann trennte sich der Verein um den damaligen Sportchef Thomas Eichin von seinem Scout. Fazlic hatte zuvor unter anderem Spieler wie Diego oder Naldo empfohlen. Auch seinen damals noch unbekannten bosnischen Landsmann Edin Dzeko wollte er einst bei Werder Bremen unterbringen, doch das Trainerteam entschied sich anders, woraufhin der Angreifer in Wolfsburg Anlauf für seine internationale Karriere nahm. Der Stadt Bremen blieb Husnija „Hune“ Fazlic aber auch nach seinem Werder-Aus verbunden – hier soll in der kommenden Woche nach Informationen der DeichStube auch die Beerdigung stattfinden. (mbü/mwi)

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