+
Miroslav Klose (l.) und Claudio Pizarro könnten in den Planungen von Werder Bremen bald wieder eine Rolle spielen.

Nicht nur Klasnic als Stürmertrainer von Werder gefragt

Baumanns Idee mit Klose und Pizarro

Bremen - Die Werder-Fans würden wahrscheinlich ausflippen, wenn es tatsächlich so kommt: Der Bundesligist liebäugelt mit einer Rückkehr von – Achtung, festhalten – Claudio Pizarro, Miroslav Klose und Ivan Klasnic.

Allerdings nicht auf dem Feld, wenngleich Pizarro immer noch aktiv ist und am Montagabend mit dem 1. FC Köln sogar als Gegner ins Weserstadion kommt. Sportchef Frank Baumann hat mit dem Trio einen anderen Plan, er will die drei Starstürmer als Honorartrainer engagieren.

Aber der Reihe nach: Das Projekt ist in seiner Gesamtheit ein ziemlich großes. Werder wird zur neuen Saison die Bereiche Profi-Fußball und Nachwuchsleistungszentrum endgültig zusammenführen – der Strategieprozess läuft schon länger, Geschäftsführer und Sportdirektor Baumann ist bereits Chef der Super-Abteilung. Und der Chef hat etwas vor. Die Schaffung des Postens eines Technischen Direktors (nein, mit Thomas Schaaf ist immer noch nichts perfekt) ist das eine, die Modernisierung der Infrastruktur das andere. Denn da gibt es auch noch den Bereich Innovationen in der Trainingsarbeit.

Zusammenarbeit mit Ex-Stars auf Honorarbasis?

Dazu könnte zum Beispiel ein von Ivan Klasnic ins Gespräch gebrachter Stürmertrainer für Nachwuchsteams gehören. Baumann findet den Gedanken gut, zieht den Kreis der Kandidaten derer, die diese Aufgabe übernehmen könnte, sogar noch größer. Er hat nicht nur Klasnic im Sinn, sondern auch andere ehemalige Bremer Stürmergrößen. „Wieso sollten wir nicht auch mal einen Miroslav Klose einladen? Oder das Wissen und Können von Claudio Pizarro nutzen?“, fragt der 42-Jährige im Gespräch mit der DeichStube.

Am Tag, an dem Werder Bremen gegen Pizarro und den 1. FC Köln um den Verbleib in der Bundesliga spielt, hat Baumann also schon neue Dinge mit Pizarro im Sinn. Der 39-Jährige wird seine Karriere vermutlich nach Ende der laufenden Saison beenden, und bevor dem Bremer Rekordtorschützen (104 Bundesliga-Treffer) danach langweilig wird, könnte er bei Werder ja junge Stürmer ausbilden. Denkt sich Baumann: „Es muss ja nicht immer gleich eine Festanstellung sein, sondern kann auch eine Zusammenarbeit auf Honorarbasis sein.“ Mal zehn Trainingseinheiten mit dem, dann wieder eine Woche mit dem – so könnte es sich Baumann vorstellen, dass aus der Qualität der Vergangenheit die Qualität der Zukunft wird.

Baumann: „Müssen offen sein für Neues – und das sind wir“

Klose absolviert seit November 2016 ein spezielles Ausbildungsprogramm zum Trainer beim DFB. Der 39-Jährige gehört dabei zum Stab von Bundestrainer Joachim Löw, dürfte aber trotzdem noch Zeit genug für Ausflüge nach Bremen haben. Und Klasnic hat seine Karriere zwar noch nicht offiziell beendet, wird aber mit seinen 38 Jahren und nach seiner neuerlichen Nierentransplantation wohl nicht wieder als Profi auf den Platz zurückkehren. Er sucht bereits nach neuen Aufgaben und hat sich dabei auch als Stürmertrainer bei Werder ins Gespräch gebracht.

Das Modell sei „ein interessanter Ansatz“, findet Baumann: „Grundsätzlich ist es auch nichts Neues über Spezialtrainer nachzudenken. Im Zuge der Zusammenlegung der Bereiche Bundesliga und Nachwuchsabteilung wird das besprochen. Wir müssen in dem Bereich offen sein für Neues – und das sind wir.“

Schon gelesen?

Liveticker: Werder Bremen gegen 1. FC Köln

Klasnic als Stürmertrainer - mehr als nur eine fixe Idee

Als Claudio Pizarro das erste Mal im Weserstadion spielte - eine Erinnerung

Wieder ein Montagabend-Fest? Die Fakten zum Köln-Spiel

Miroslav Klose - Tränen und Triumphe

Miroslav Klose
Beim 1. FC Kaiserslautern ging es los mit der Bundesliga-Karriere. Der Vize-Weltmeister von 2002 schlug Werder 2003 im Halbfinale des DFB-Pokals mit 3:0 - und schoss selbst das 2:0. © nordphoto
Miroslav Klose
Nur einige Wochen später setzte Klose Werder auch in der Bundesliga zu. Am 30. Spieltag der Saison 2002/2003 erzielte er den 1:0-Siegtreffer per Elfmeter. Kein Wunder, dass... © nordphoto
Miroslav Klose
...Werder und Manager Klaus Allofs den aufstrebenden Super-Stürmer irgendwann auf dem Zettel hatten. Klose wechselte 2004 zum neuen deutschen Meister, als Ersatz für den abgewanderten Ailton. © nordphoto
Miroslav Klose
In den ersten Spielen (wie hier gegen Schalke 04) überzeugte Kopfballungeheuer Klose bei Werder noch nicht. Seine Ladehemmung löste sich am sechsten Spieltag gegen Bochum. Klose erzielte seinen ersten Bundesliga-Hattrick. © nordphoto
Miroslav Klose
Auch in der Champions League konnte Werder auf Klose bauen. In der Königsklasse feierte Werder immer mal wieder Siege gegen haushohe Favoriten. © nordphoto
Miroslav Klose
Klose wurde in der Saison 2005/2006 mit 25 Toren in 26 Einsätzen Torschützenkönig in der Bundesliga, ließ auch den späteren Teamkollegen Per Mertesacker (damals Hannover 96) alt aussehen. © nordphoto
Miroslav Klose
Der Topstürmer - mittlerweile nicht nur mit dem Kopf, sondern auch am Boden eine Macht - fuhr zur Heim-WM 2006... © nordphoto
Miroslav Klose
...wurde sich mit seinen fünf Treffern nicht nur WM-Torschützenkönig... © nordphoto
Miroslav Klose
...sondern avancierte auch mit seinem wichtigen 1:1 gegen Argentinien zu einem Helden des "Sommermärchens". © nordphoto
Miroslav Klose
Nach dem großen Turnier kehrte Klose gemeinsam mit Torsten Frings zu Werder zurück... © nordphoto
Miroslav Klose
... spielte auch noch gemeinsam mit Werders heutigem Sportchef Frank Baumann in einer Elf. © nor dphoto
Miroslav Klose
Am Ende der Saison wurde Werder nicht nur Bundesliga-Dritter, sondern kam im UEFA-Pokal sogar bis ins Halbfinale gegen Espanyol Barcelona. © nordphoto
Miroslav Klose
Nach der Saison 2007/2008 verließ Klose Werder für den FC Bayern München, wo er 2008 und 2010 Deutscher Meister und Pokalsieger wurde. 2010 wurde er im Champions-League-Finale gegen Inter Mailand (0:2) eingewechselt. © nordphoto
Miroslav Klose
2011 zog Klose nach Italien weiter. Der "ewige Miro" spielte fünf Jahre in der "ewigen Stadt" bei Lazio Rom. Mit dem Saisonende 2016 verließ er den Verein als Held. © nordphoto
Miroslav Klose
Als 36-Jähriger erlebte Klose die Krönung seiner großen Karriere. 2014 wurde er in Brasilien Weltmeister und schoss sich mit seinem 16. Tor zum besten WM-Torschützen der Geschichte. © nordphoto
Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Auch interessant

Was denkst Du über den Artikel?

Nichts mehr verpassen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.