Ilia Gruev (links) feierte seine Torpremiere für den SV Werder Bremen mit einem Knierutscher, der jedoch mit einer Bauchlandung endete.
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Ilia Gruev (links) feierte seine Torpremiere für den SV Werder Bremen mit einem Knierutscher, der jedoch mit einer Bauchlandung endete.

Bei Werder-Sieg auf Schalke

Emotionale Torpremiere mit kleinem Wackler: Ilia Gruev rauscht bei Werder Bremen ins Glück

Bremen – Nur beim Jubeln geriet er für einen kurzen Moment ins Schlingern, ansonsten war es für Ilia Gruev ein rundum gelungener Tag. Schließlich hatte der 21-jährige Profi des SV Werder Bremen nicht nur mit seiner Mannschaft in beeindruckender Manier den bisherigen Spitzenreiter Schalke 04 entthront, sondern beim 4:1-Coup in Gelsenkirchen auch noch höchstselbst getroffen. Zum allerersten Mal überhaupt in seiner noch jungen Karriere. „Ich habe mich richtig gefreut, dass es heute funktioniert hat“, erklärte Gruev später glücklich lächelnd. „Ich hatte ja schon auf St. Pauli eine Großchance, als der Ball dann leider vorbeiging. Dieses Mal hat es geklappt und mich mega gefreut, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“

Es waren gerade einmal neun Minuten gespielt, als der große Moment des defensiven Mittelfeldspielers von Werder Bremen gekommen war. Nach einer kurz ausgeführten Ecke hatte Mitchell Weiser einfach mal aus der Distanz abgezogen, Schalke-Keeper Martin Fraisl parierte zwar, doch Ilia Gruev war zur Stelle und köpfte aus nächster Nähe zur wegweisenden 1:0-Führung ein. Und dann fuhren die Emotionen Achterbahn. „Erst einmal habe ich gehofft, dass es kein Abseits ist – man weiß ja nie“, meinte der Youngster lachend. „Dann bin ich zur Ecke per Knierutscher, der leider aber nicht so funktioniert hat.“

Werder Bremen: Emotionale Torpremiere mit kleinem Wackler - Ilia Gruev rauscht ins Glück

Einen Sturz vermied Ilia Gruev und wurde nur Sekunden später erst von einem begeisterten Marvin Ducksch in die Arme genommen und dann vom Rest des feiernden Teams. Auch Trainer Ole Werner freute sich über die Belohnung für eine gute Leistung des 21-Jährigen. „Er hat wie die Mannschaft ein gutes Spiel gemacht“, lobte der Coach des SV Werder Bremen. „Ilia hat mit fortlaufender Spieldauer in Ballbesitz auch zu eigener Sicherheit gefunden. Sein Tor war natürlich sehr wichtig, aber vor allem, dass er da durchläuft und auf diesen zweiten Ball geht.“

Dass Ilia Gruev aber überhaupt zum Einsatz kam, hatte insbesondere mit dem Leid eines anderen Profis des SV Werder Bremen zu tun. Weil Christian Groß wegen einer Corona-Infektion ausfiel, rückte Nicolai Rapp von der Sechs in die Innenverteidigung und machte so einen Platz in der Startelf frei. Gruev erhielt den Zuschlag und stand somit zum zehnten Mal überhaupt in der Anfangself. „Es ist noch immer etwas Besonderes, dann auch noch auf Schalke vor 62.000 Zuschauern“, gab er später zu. Dank des Treffers und des Groß-Ausfalls ist es sehr wahrscheinlich, dass Gruev auch am Freitag gegen Holstein Kiel (18.30 Uhr) beginnen darf. „Natürlich hofft man es“, erklärte er, „aber nach solch einem schönen Moment auf Schalke will ich jetzt noch gar nicht darüber nachdenken, ob ich spiele oder nicht.“

Werder Bremen: Ilia Gruev erzielt gegen Schalke 04 sein erstes Saisontor und überzeugt mit seiner Leistung

Für den Profi des SV Werder Bremen steht nur fest, dass nach der Rückkehr an die Tabellenspitze nun auch die Krönung in Form des Aufstieges folgen soll. „Auf jeden Fall wollen wir da oben bleiben. Wir haben noch drei Spiele, sind Erster – jeder von uns Spielern kennt das Ziel und wir werden alles dafür tun, dass wir Erster bleiben“, versprach Ilia Gruev. „Auf jeden Fall müssen wir zu Hause gegen Kiel gewinnen. Wenn wir das tun, dann stehen die Türen für uns komplett auf und wir könnten es die Woche darauf gegen Aue klar machen.“ Und vielleicht darf Gruev dann nochmal einen geglückten Knierutscher zeigen. (mbü)

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