Zum zweiten Mal in Folge in der Startelf des SV Werder Bremen: Ilia Gruev hat sich mit starken Auftritten zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft von Trainer Ole Werner gemausert.
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Zum zweiten Mal in Folge in der Startelf des SV Werder Bremen: Ilia Gruev hat sich mit starken Auftritten zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft von Trainer Ole Werner gemausert.

Werder-Profi zeigt gute Leistungen

Ilia Gruev glänzt in neuer Rolle - und verschärft den Konkurrenzkampf im Werder-Mittelfeld

Bremen - Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen am Ende zwar andere - Doppeltorschütze Niclas Füllkrug etwa oder Doppel-Vorlagengeber Marvin Ducksch -, was aber nichts an folgender Tatsache änderte: Auch Ilia Gruev hatte während Werder Bremens furiosem 5:1-Heimerfolg gegen Borussia Mönchengladbach ein richtig gutes Spiel gemacht, wodurch sich der Konkurrenzkampf im Mittelfeld des Aufsteigers zu einem frühen Zeitpunkt der Saison unerwartet verschärft.

„Es ist für einen jungen Spieler nicht selbstverständlich, dass er zwei Mal hintereinander eine derart stabile Leistung abliefert“, sagt Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz über Ilia Gruev, den Cheftrainer Ole Werner wie schon beim 1:1 in Leverkusen auch gegen Gladbach auf der Achterposition aufgeboten hatte. Dort überzeugte der 22-Jährige mit großer Übersicht, cleverer Zweikampfführung und einer Passsicherheit, die Werder Bremen enorm weiterhalf. Während des ersten Durchgangs brachte es Gruev gar auf eine perfekte Quote von 100 Prozent, am Ende der Partie standen für ihn ebenfalls bärenstarke 95 Prozent erfolgreicher Zuspiele zu Buche. 

„Wir sind mit Ilias Entwicklung sehr zufrieden und sehen nach wie vor großes Potenzial bei ihm“, betont Fritz, dessen Club diese Einschätzung bereits im Juni dokumentiert und Gruevs Vertrag langfristig verlängert hatte. Seitdem hat sich einiges getan. Gruev ist seit Kurzem bulgarischer A-Nationalspieler und kommt bei Werder Bremen unter Chefcoach Werner inzwischen nicht mehr nur als Sechser, sondern neuerdings auch in etwas offensiverer Mittelfeldrolle zum Einsatz.

Werder Bremens Ilia Gruev spielt stark auf: „Selbstvertrauen aus der Nationalmannschaft ist ihm anzumerken“

Gegen spielstarke Gegner (wie zuletzt Leverkusen und Gladbach) kann er an der Seite eines offensiver ausgerichteten Kollegen mit Übersicht und Ruhe am Ball für ein Gleichgewicht im Bremer Spiel sorgen. „Ilia weiß sich gut zu positionieren und schließt bei gegnerischem Ballbesitz viele Räume“, lobt Fritz, den der große Konkurrenzkampf im Mittelfeld des SV Werder Bremen generell freut.

In Romano Schmid, Rückkehrer Leonardo Bittencourt, Neuzugang Jens Stage, Niklas Schmidt und nun eben auch Ilia Gruev melden gleich fünf Profis Ansprüche auf eine Position an, die es im Spielsystem von Ole Werner nur zwei Mal gibt. Gruev hat sich seinerseits - sicherlich auch beflügelt durch das Debüt für Bulgarien - in eine gute Ausgangsposition gebracht. Oder wie Fritz es ausdrückt: „Er hat das Selbstvertrauen aus der Nationalmannschaft mitgenommen. Das ist ihm anzumerken.“ (dco)

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