Rehabilitation nach Impfpass-Skandal?

Werder-Coach Werner wünscht Anfang eine zweite Chance als Trainer im Profifußball

Bremen - Geht es nach Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner, sollte sein zurückgetretener Vorgänger Markus Anfang nach dem Impfpass-Skandal eine zweite Chance im Profifußball erhalten. „Ich wünsche ihm, dass er diese Chance bekommt“, sagte Werner am Mittwoch in einer Medienrunde und zeigte sich beeindruckt von Anfangs öffentlicher Entschuldigung.

Natürlich hatte auch der Coach des SV Werder Bremen verfolgt, wie Markus Anfang vor wenigen Tagen in mehreren großen Interviews um Verzeihung für sein Fehlverhalten gebeten und sich ausdrücklich dafür entschuldigt hatte. „Es gehört eine Menge dazu, sich dahin zu setzen und sich so zu äußern“, sagte Ole Werner, in dessen Augen Anfang „seinen Fehler glaubhaft eingestanden“ hat.

Trotz Impfpass-Skandal bei Werder Bremen: Für Ole Werner bleibt Markus Anfang „ein guter Trainer“

Der 47-Jährige war im November dabei überführt worden, dem Bremer Gesundheitsamt ein gefälschtes Impfzertifikat vorgelegt zu haben, wofür er inzwischen juristisch verurteilt (36.000 Geldstrafe) und vom Deutschen Fußball Bund (DFB) mit einem einjährigen Berufsverbot belegt wurde. Ein grundsätzliches Aus als Trainer sollte das für Anfang in Ole Werners Augen aber nicht bedeuten.

Beide Männer kennen sich gut, bei Holstein Kiel haben sie einst als Cheftrainer (Markus Anfang) und U23-Coach (Ole Werner) eng zusammengearbeitet. „Ich kenne Markus aus dieser Zeit hautnah“, sagte Werner und lobte dessen Qualitäten: „Für mich bleibt er ein guter Trainer, das ist, glaube ich, auch unbestritten. Ich wünsche ihm, dass er eine zweite Chance bekommt und wieder die Möglichkeit hat, als Trainer auf dem Platz zu stehen.“ (dco)
 

Rubriklistenbild: © Imago Images / Florian Ulrich

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