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So sah sie aus, die Szene von Nouris Trikot-Anprobe im Werder-Video.

Marketing-Gag in den sozialen Medien

Werder „leakt“ sein Trikot selbst

Bremen - Jahr für Jahr das gleiche Spiel: Kurz vor der offiziellen Vorstellung des neuen Werder-Trikots tauchen Bilder vom Dress im Internet auf und verderben dem Bundesligisten die große Show.

In diesem Jahr haben sich die Bremer nun etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um den Geheimnis-Verrätern zuvor zu kommen: Werder hat Sinn für Humor bewiesen und sein Trikot kurzerhand selbst „geleakt“.

Nouri probiert Werder-Trikot in Baumanns Büro an

Bereits am Dienstag war ein Bild im Internet aufgetaucht, das das neue Werder-Trikot auf einer Schaufensterpuppe im Büro von Sportchef Frank Baumann zeigt. Die Aufnahme zeigt Baumann am linken Bildrand, ist unscharf, verwackelt, offenbar heimlich aus der Hüfte aufgenommen. Verbreitet wurde das Bild von Twitter-Userin Garp, die angab, es während einer Stadionführung gemacht zu haben. Die Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken war ihr gewiss. Am Mittwochnachmittag dann der große Knall: Werder selbst hatte die Aktion inszeniert.

Bei Facebook tauchte zunächst nur für kurze Zeit ein Video auf, das eine Pressekonferenz im Weserstadion zeigt: Auf dem Podium Sportchef Baumann, Trainer Alexander Nouri und Mediendirektor Michael Rudolph, die zu dem „sehr bedauerlichen, ungeheuerlichen Vorfall“ (Rudolph) Stellung nehmen.

Durch dieses Video wird deutlich: Die besagte Führung gab es gar nicht - zumindest nicht wirklich. Sie wurde für einen Videoclip von der von Werder inszenierten Kunstfigur Jan Ole Cordes veranstaltet - ein Schauspieler, den der Club schon vor einigen Tagen in einem anderen Video spaßeshalber als neuen Motivationscoach vorgestellt hatte. Auf dem Weg durch die Chefetage des Weserstadions dann der fingierte Eklat: Cordes öffnet die Tür von Baumanns Büro, wo Nouri gerade das neue Werder-Dress anprobiert, die Teilnehmer zücken ihr Handy - fertig ist das vom Verein selbst inszenierte „Trikot-Leak“.

Schon am Mittwochvormittag hatte Werder der Twitter-Userin Garp geantwortet, dass der Vorfall „intern eruiert“ werden soll. Das ist nun geschehen - und zwar auf äußerst selbstironische Art und Weise.

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