Ivan Klasnic, ehemaliger Star des SV Werder Bremen, soll für seine erkrankte Niere Schadensersatz in Millionenhöhe bekommen.
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Ivan Klasnic, ehemaliger Star des SV Werder Bremen, soll für seine erkrankte Niere Schadensersatz in Millionenhöhe bekommen.

Klasnics Millionen-Klage wegen Nieren-Erkrankung

Ex-Werder-Profi Ivan Klasnic vor Gerichts-Vergleich: Vier Millionen Euro für eine ruinierte Gesundheit?

Bremen – Am Ende eines schon zwölf Jahre andauernden Rechtsstreits steht nun offenbar ein Millionen-Vergleich. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung wird es zwischen Ivan Klasnic, Ex-Profi des SV Werder Bremen, und den Versicherungen der von ihm verklagten ehemaligen Club-Ärzte Dr. Götz Dimanski und Dr. Manju Guha auf eine Entschädigungszahlung von etwa vier Millionen Euro hinauslaufen.

Bis Ende November sei demnach eine Einigung zwischen den Parteien zu erwarten. Auf Nachfrage der DeichStube sagte Ivan Klasnic: „Ich kann bestätigen, dass es keinen weiteren Gerichtstermin gibt. Über die Höhe der Summe kann ich aber nichts sagen. Solange kein Stempel unter den Papieren und das Verfahren nicht zu Ende ist, möchte ich mich auch nicht weiter äußern.“ Klasnic (40) hatte Dimanski, Guha und den 2015 verstorbenen Internisten Prof. Dr. Hermann Holzhüter verklagt, weil sie in den Jahren 2002 und 2003 eine sich entwickelnde Niereninsuffizienz bei dem damaligen Profi des SV Werder Bremen nicht erkannt und folglich nicht rechtzeitig behandelt haben sollen. Die Konsequenz war eine lebensbedrohliche Erkrankung des Fußballers, dem mittlerweile dreimal eine Spenderniere transplantiert werden musste – zuletzt im Herbst 2017.

Werder Bremen: Millionen-Klage von Ivan Klasnic - Entscheidung vor Gericht gefallen?

Weil Ivan Klasnic durch die schwere Erkrankung möglicherweise lukrative Verträge als Fußball-Profi entgingen, verklagte er die Mediziner auf eine Entschädigungszahlung in zweistelliger Millionenhöhe. Doch der Prozess verlor sich in immer neuen Gutachten und Gegengutachten. Vor Gericht trafen sich die streitenden Parteien dabei zuletzt im September 2018. Damals endete die mündliche Verhandlung mit einem Vergleichsvorschlag des Vorsitzenden Richters Peter Lüttringhaus. Drei Millionen Euro für Klasnic – das war die empfohlene Größenordnung. Begleitet von dem richterlichen Hinweis, dass sich der Prozess ohne Vergleich noch über weitere Jahre erstrecken würde – „und man weiß nicht, ob der Kläger in zehn Jahren noch hier sitzen kann“.

Nun sind zwei dieser zehn Jahre vergangen, und die Zeit für eine Entscheidung scheint gekommen. Schon im vergangenen Sommer hatte sich eine Einigung angedeutet. Eine für den 25. Juni angesetzte Fortsetzung der mündlichen Verhandlung im Berufungsverfahren – Ivan Klasnic hatte in erster Instanz vor dem Landgericht Bremen gewonnen – wurde damals ausgesetzt, und Klasnic bestätigte die laufenden Gespräche über einen möglichen Vergleich. (csa)

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