Der Fall Ivan Klasnic geht in die nächste Runde. (Archivbild)
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Der Fall Ivan Klasnic geht in die nächste Runde. (Archivbild)

Freitag startet die Berufungsverhandlung

Klasnic: Prozess in Runde zwei

Bremen - Im April 2008, also vor bereits mehr als zehn Jahren, fing es an. Ivan Klasnic reichte Zivilklage gegen jene Ärzte ein, die seiner Meinung nach seine Niereninsuffizienz nicht erkannt und folglich nicht behandelt hatten.

Klasnic musste mittlerweile drei Mal eine neue Niere transplantiert werden, der Rechtsstreit ist aber immer noch nicht beendet. Am Freitagmorgen treffen sich die streitenden Parteien zur ersten Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Bremen. In erster Instanz hatte Ex-Werder-Profi Klasnic (38) Ende März dieses Jahres ein Schmerzensgeld in Höhe von 100.000 Euro sowie in einem Grundurteil den Ersatz von Behandlungskosten und Verdienstausfällen zugesprochen bekommen.

Klasnic: „Ich werde natürlich dabei sein“

Gegen dieses Urteil haben aber die Beklagten Dr. Götz Dimanski, ehemaliger Teamarzt von Werder Bremen, und die Internistin Dr. Manju Guha Berufung eingelegt. Und in dieser Berufung geht es ab Freitag zur Sache. „Ich werde natürlich dabei sein“, sagt Klasnic gegenüber der DeichStube. Zur Verhandlung wurden auch zwei medizinische Sachverständige bestellt. Auch wenn ein Urteil wohl noch lange nicht zu erwarten ist, glaubt Klasnic das Ende des Verfahrens schon zu kennen: „In erster Instanz wurde vor dem Landgericht alles gesagt, was es zur Sache zu sagen gibt. Es würde mich wundern, wenn das Urteil in zweiter Instanz anders ausfallen würde.“

Klasnic war, wie im Zuge des Verfahrens vor dem Landgericht klar geworden war, bereits 2002 an einer leichten Niereninsuffizienz erkrankt. Trotzdem kommt es im Januar 2007 zum Äußersten: der ersten Transplantation. Klasnic klagte die Ärzte, die die Insuffizienz nicht behandelt hatten, später in der Öffentlichkeit deutlich an. „Ich hätte auf dem Platz sterben können“, sagte er. Das Landgericht entschied tatsächlich wegen eines „grob fahrlässigen Verhaltens“ gegen die Mediziner.

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