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Jaroslav Drobny, ehemaliger Keeper des SV Werder Bremen, kann es einfach nicht lassen. Der 40-Jährige setzt seine Karriere bei seinem Heimatverein Dynamo Ceske Budejovice fort.

Rückkehr zum SV Werder Bremen nach wie vor Thema

Dritter Frühling im tiefsten Herbst: Jaroslav Drobny kann es nicht lassen

Bremen - Eigentlich war er für eine andere Rolle eingeplant. Erfahrung weitergeben, die jüngeren Kollegen ausbilden, aber seit ein paar Wochen, da steht Jaroslav Drobny, Ex-Keeper von Werder Bremen, selbst wieder zwischen den Pfosten, bei seinem Heimatverein: Dynamo Ceske Budejovice.

Drei Spiele hat der 40-jährige Ex-Torhüter von Werder Bremen bisher für den tschechischen Erstligisten bestritten, dreimal hat Budejovice gewonnen, zuletzt am Sonntag, 3:1 gegen Teplice. Für Jaroslav Drobny eine Art dritter Frühling, mitten im tiefsten Herbst. An eine Rückkehr zu Werder Bremen er aber trotzdem noch.

Jaroslav Drobny sollte im Sommer 2019 schon bei Werder Bremen anheuern - doch daraus wurde nichts

„In Zukunft können wir zu diesem Thema zurückkehren, wenn es beiden Seiten gefällt. Dafür bin ich immer offen“, sagte er gegenüber dem Internetportal „torwart.de“. Ursprünglich war angedacht, dass Drobny schon im Sommer 2019 wieder bei Werder anheuert, nicht mehr als Profi, „sondern in einer anderen Rolle“. Der erfahrene Schlussmann, der für Hertha BSC, den HSV, den VfL Bochum, für Werder und Fortuna Düsseldorf insgesamt 202 Bundesligaspiele bestritten hat, wollte aber noch nicht Schluss machen mit der aktiven Laufbahn. „Ich möchte immer noch ein Torhüter und ein Teil einer Mannschaft sein“, sagt er.

Bei Ceske Budejovice hat er nun wieder die Möglichkeit dazu. Eigentlich hatte der Verein aus dem Süden Tschechiens Drobny als Torwarttrainer geholt. Wegen Personalnot musste der Altmeister dann plötzlich selbst ran - für Drobny ein Kreis, der sich schließt. „Vor langer Zeit“, wie er es selbst nennt, da hatte er für Budejovice „das erste Ligaspiel meiner Karriere absolviert.“ (dco)

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Zur letzten Meldung vom 9. Mai 2019:

Drobny zurück zu Werder? Gespräche mit Baumann laufen

Es ist erst ein halbes Jahr her, dass Jaroslav Drobny Werder in Richtung Fortuna Düsseldorf verlassen hat. Nun könnte der Torhüter vor einer Rückkehr nach Bremen stehen.

Am Dienstag war Drobny im Weserstadion zu Gast, um mit Werders Sportchef Frank Baumann über eine mögliche Aufgabe nach der Karriere zu sprechen. „Es gab ein Treffen“, bestätigt Baumann gegenüber der DeichStube, „etwas Konkretes ist dabei aber noch nicht herausgekommen.“

Drobny genießt hohes Ansehen bei Werder

Klar ist: Werder möchte den 39-jährigen Tschechen nach dessen Profikarriere gerne einbinden, um von seiner großen Erfahrung zu profitieren. Drobny ist seit 1998 im Profizirkus unterwegs, stand in Tschechien, Griechenland, den Niederlanden, England und Deutschland unter Vertrag - und bringt es auf insgesamt 375 Pflichtspiele.

Bei Werder genießt er zudem hohes Ansehen, war innerhalb der Mannschaft und des Vereins während seiner Zeit in Grün-Weiß sehr beliebt. Bereits im Januar, kurz nach Drobnys überraschendem Abgang in Richtung Düsseldorf, hatte Baumann die Idee geäußert, den Routinier womöglich im Sommer wieder an die Weser zu lotsen. Das Gespräch am Dienstag war dabei nun der erste Schritt.

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Drobny keine Option bei Werder als aktiver Torwart

„Wir haben verschiedene Optionen besprochen, wie wir ihn einbinden könnten“, berichtet Baumann. Allerdings wird sich der Manager noch etwas gedulden müssen, bis sich Drobny klar positioniert. Der Keeper denkt nämlich darüber nach, noch eine weitere Saison zu spielen. „Drobo fühlt sich noch gut und hat sich nach seiner Verletzung wieder herangekämpft“, weiß Baumann. „Entscheidend ist also erstmal, was er für das neue Jahr möchte.“

Nach seinem Mittelhandbruch, den sich Drobny Ende Februar bei Düsseldorfs 2:1-Sieg gegen Nürnberg zugezogen hatte, stand der Schlussmann zuletzt zweimal wieder im Kader. Sein Vertrag bei der Fortuna läuft am 30. Juni aus. „Wir werden in ein paar Wochen nochmal sprechen“, kündigt Baumann an, der eine sportliche Rückkehr Drobnys übrigens ausschließt: „Als Spieler kommt er nicht mehr infrage. Wir haben auf der Torwartposition keinen Bedarf für die neue Saison.“

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