Jean-Manuel Mbom im Spiel von Werder Bremen gegen Schalke 04 am Ball.
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Im Spiel des SV Werder Bremen gegen Schalke 04 feierte Manuel Mbom seine Bundesliga-Premiere.

20-Jähriger feiert starkes Bundesliga-Debüt

Jean-Manuel Mbom kam als Ausnahme zu Werder Bremen und hat es in die Bundesliga geschafft

Gelsenkirchen – Der SV Werder Bremen hat bei der Jagd nach Talenten Prinzipien. Sie dürfen nicht zu jung sein, wenn sie ins Internat im Weserstadion kommen. Bei Jean Manuel Mbom haben die Grün-Weißen 2013 allerdings eine Ausnahme gemacht, was sich nun ausgezahlt hat: Als 20-Jähriger feierte Mbom beim 3:1-Sieg auf Schalke ein bemerkenswertes Bundesliga-Debüt und brachte den sonst in solchen Momenten eher nüchternen Werder-Sportchef Frank Baumann ins Schwärmen.

„,Manu‘ ist heute im Spiel unglaubliche Wege gegangen, mit einem hohen Tempo und einer hohen Intensität. Es freut mich, dass er zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz gekommen ist, gleich in der Startelf stand und eine wirklich sehr ansprechende Leistung gezeigt hat“, meinte Baumann und war damit längst noch nicht fertig: „Das war abgeklärt, mutig, voller Leidenschaft, mit ganz viel Elan – so, wie wir ihn kennen.“ Und der Sportchef kennt den gebürtigen Göttinger Jean-Manuel Mbom ziemlich gut. „Ich weiß noch: Wir haben ihn damals als einzigen U14-Jahrgang ins Internat geholt. Wir haben ihm und seiner Familie davon erzählt, dass es ein sehr, sehr langer Weg ist, aber wir dafür arbeiten werden, dass er irgendwann einmal für Werder Bremen in der Bundesliga auflaufen kann.“

Werder Bremen: Florian Kohfeldt beordert Manuel Mbom überraschend in die Startelf

Nun ist es tatsächlich passiert. Trainer Florian Kohfeldt hatte Manuel Mbom völlig überraschend in die Startelf beordert – und dann auch noch als Achter im Mittelfeld. Das ist zwar durchaus dessen Position, aber im Trainingslager im Zillertal hatte Kohfeldt angekündigt, dass Mbom nun der Back-up und Herausforderer von Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie sei. Dabei bleibe es auch, betonte der Coach nun: „Unter den Voraussetzungen, die das Spiel bot, und wie wir spielen wollten, hat er aber diese Option im Mittelfeld für mich dargestellt. Mir war wichtig, dass wir diese Physis im Mittelfeld hinbekommen.“ Schon vor einigen Tagen hatte Kohfeldt gegenüber der DeichStube über Mbom gesagt: „Physisch ist er einer unserer stärksten Spieler.“

So ging der 20-Jährige dann auch zur Sache. Er schonte sich und vor allem die Gegner nicht. „Ich bin zufrieden mit ihm. Er hat das gemacht, was wir von ihm erwartet haben. Er hat Tempo in unser Spiel gebracht, Tiefe, gute Aggressivität gegen den Ball, aber keine übertriebene Härte“, urteilte Kohfeldt.

Werder Bremen: Manuel Mbom erhielt vom DFB die Fritz-Walter-Medaille in Silber

Mbom hat sein Talent also eindrucksvoll bestätigt. Mit der U17 war er 2017 Meister der Bundesliga Nord/Nordost geworden und erst im Finale um die Deutsche Meisterschaft am Nachwuchs des FC Bayern München gescheitert. Für seine starken Leistungen erhielt er die Fritz-Walter-Medaille in Silber des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). In der Saison 2018/2019 debütierte der Mittelfeldspieler für die U23 in der 3. Liga. Er trainierte in der Zeit auch oft mit den Profis und stand im Februar 2019 beim 1:1 im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart zum ersten und für lange Zeit einzigen Mal im Bundesliga-Kader. Erst vergangene Woche gegen Hertha tauchte Manuel Mbom dort wieder auf.

In der vergangenen Saison war Mbom an den KFC Uerdingen ausgeliehen und bestritt 28 Partien in der 3. Liga. Dabei erzielte der U20-Junioren-Nationalspieler einen Treffer. Beim ehemaligen Bundesligisten wurde Mbom zum Allrounder, kam auf verschiedenen Positionen zum Einsatz. Bereits im April entschied Werder Bremen, Mboms Vertrag vorzeitig zu verlängern und ihn in dieser Saison fest im eigenen Bundesliga-Team zu integrieren. Der Plan ging auf. Mbom war als Nachwuchsspieler gegangen und kam als Erwachsener zurück. Er fiel schon in der Vorbereitung positiv auf, dann stoppte ihn allerdings eine Mandelentzündung, deshalb verpasste er das Pokalspiel in Jena. Nun folgte die Bundesliga-Premiere.

Werder Bremen: Manuel Mbom ist gegen Bielefeld wieder Startelf-Kandidat

Der vorläufige Höhepunkt einer schönen grün-weißen Geschichte. Durch ein kleines Fenster im Hausaufgabenraum hatte er im Werder-Internat im Weserstadion die Spiele der Profis verfolgt. Nächsten Samstag gegen Bielefeld kann er dort selbst auf dem Rasen stehen. Und das weiterhin als Ausnahme. „Er ist der Erste und Einzige, den wir schon im U14-Jahrgang geholt haben“, betonte Baumann extra noch einmal und erklärte: „Wir hatten ihn damals schon zwei Jahre über unser Talenteteam begleitet. Er war sportlich, körperlich, aber auch vom Kopf her schon sehr weit. Deswegen haben wir eine Ausnahme gemacht.“ Aber das war nur die halbe Wahrheit, Baumann gestand noch: „Die Konkurrenz war damals schon sehr sehr groß. Da hätten wir nicht länger warten dürfen.“ Eine gute Entscheidung...

Fotostrecke: Werder holt drei Punkte auf Schalke

Werder Bremen gegen Schalke 04.
Werder Bremen gegen Schalke 04.JPG © imago images
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Zur letzten Meldung vom 26. September 2020:

Werder-Premiere auf Schalke: Wer ist Jean-Manuel Mbom?

Gelsenkirchen – Er ist die große Überraschung in der Aufstellung des SV Werder Bremen auf Schalke: Jean-Manuel Mbom. Der 20-Jährige feiert am Samstagabend seine Bundesliga-Premiere und soll dabei das Mittelfeld der Bremer gegenüber der 1:4-Auftaktpleite gegen Hertha verbessern.

Aber wer ist überhaupt dieser Jean-Manuel Mbom? Er wurde am 24. Februar 2000 in Göttingen geboren und begann dort auch mit dem Fußball – beim Bovender SV und der JFV Göttingen. 2013 wechselte er in das Leistungszentrum des SV Werder Bremen. Durch ein kleines Fenster im Hausaufgabenraum verfolgte er im Werder-Internat im Weserstadion die Spiele der Profis. Jetzt läuft der Mittelfeldspieler selbst zum ersten Mal für Werder Bremen in der Bundesliga gegen Schalke 04 auf.

Mit der U17 wurde Mbom 2017 Meister der Bundesliga Nord/Nordost und scheiterte erst im Finale um die Deutsche Meisterschaft am Nachwuchs des FC Bayern München. Für seine starke Leistungen in der Saison erhielt er die Fritz-Walter-Medaille in Silber des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). In der Saison 2018/2019 debütierte der Mittelfeldspieler für die U23 in der 3. Liga. Er trainierte in der Zeit auch oft mit den Profis und stand im Februar 2019 beim 1:1 im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart zum ersten und für lange Zeit einzigen Mal im Bundesliga-Kader. Erst vergangene Woche gegen die Hertha tauchte Manuel Mbom dort wieder auf.

Werder Bremen: Jean-Manuel Mbom feiert sein Bundesliga-Debüt gegen Schalke 04!

In der vergangenen Saison war Jean-Manuel Mbom an den KFC Uerdingen ausgeliehen und bestritt 28 Partien in der 3. Liga. Dabei erzielte der U20-Junioren-Nationalspieler einen Treffer. Beim ehemaligen Bundesligisten wurde Mbom zum Allrounder, kam auf verschiedenen Positionen zum Einsatz. Bereits im April entschied Werder Bremen, Mboms Vertrag vorzeitig zu verlängern und ihn in dieser Saison fest in der eigenen Bundesliga-Mannschaft zu integrieren. Dabei gab es die erste Überraschung: Trainer Florian Kohfeldt plante Mbom als Herausforderer von Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie ein, ließ ihn dort auch in der Vorbereitung trainieren und spielen.

Das Nachwuchstalent tauchte aber auch immer wieder im Mittelfeld auf und fiel mit seiner wuchtigen Spielweise durchaus auf. Das Jahr in der 3. Liga hat ihm gut getan, Mbom ist körperlich kaum wiederzuerkennen, wirkt nun viel robuster, ist dabei auch spielstark. Auf diese Qualitäten setzt Kohfeldt offenbar beim Gastspiel bei Schalke 04. Unlängst hatte der Coach im Gespräch mit der DeichStube über Jean-Manuel Mbom gesagt: „Er ist im Umgang ein sehr intelligenter, höflicher und zurückhaltender Junge. Wenn er den Platz betritt, legt sich bei ihm aber irgendwo ein Schalter um und er bringt unglaublich viel Temperament auf den Platz. Physisch ist er einer unserer stärksten Spieler.“ (kni)

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