Jean Manuel Mbom beim U21-Länderspiel am Ball
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Der Jungprofi des SV Werder Bremen, Jean-Manuel Mbom, gibt sein Debüt für die deutsche U21-Nationalmannschaft.

Werder-Profi gibt Debüt für deutsche U21-Nationalmannschaft

Coach Florian Kohfeldt verrät: U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz meint es ernst mit Werder-Talent Jean-Manuel Mbom

Bremen – Jean-Manuel Mbom hat sein Telefon vor einigen Tagen einfach klingeln lassen, was durchaus nachvollziehbar ist. Die Nummer auf dem Display war ihm schließlich unbekannt, es hätte also sonstwer dransein können, sicher ist sicher. Auf diese Weise verpasste der Profi des SV Werder Bremen im ersten Anlauf allerdings einen der vermutlich schönsten Anrufe seiner bisherigen Fußballer-Laufbahn.

Ein Glück nur, dass Deutschlands U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz ziemlich hartnäckig ist. „Als dann noch eine Nachricht von ihm hinterherkam, habe ich direkt zurückgerufen und mich riesig gefreut“, berichtet Manuel Mbom in einem Interview mit „dfb.de“, das er am Freitag als frisch gebackener U21-Nationalspieler geführt hat. Nach seiner erstmaligen Nominierung war der 20-Jährige am Donnerstag während des Testspiels gegen Slowenien (1:1) zur zweiten Halbzeit eingewechselt worden und hatte eine ordentliche Leistung gezeigt. „Es ist immer noch ein schönes Gefühl! Ich bin überglücklich, da ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen“, jubelte Mbom, dessen Entwicklung in dieser Saison bisher nur eine Richtung kennt: nach oben! Zunächst avancierte er bei Werder Bremen, nachdem er von einer einjährigen Leihstation beim Drittligisten KFC Uerdingen zurückgekommen war, überraschend zum Stammspieler. In 489 von möglichen 630 Bundesliga-Minuten stand er in dieser Saison bisher für die Bremer auf dem Platz und löste seine Aufgaben dabei derart unaufgeregt und entschlossen, dass sich plötzlich Stefan Kuntz meldete.

Werder Bremen: Stefan Kuntz hat sich bei Florian Kohfeldt über Manuel Mbom schlau gemacht

Zuvor hatte sich der Nationalcoach bei Werder-Trainer Florian Kohfeldt über Manuel Mbom schlau gemacht. „Ich hatte mit Stefan Kuntz viel Kontakt in den letzten Wochen“, sagte Kohfeldt am Freitag – und erklärte: „Wir waren uns einig, dass er Manu nur einlädt, wenn er auch ein Kandidat für die Europameisterschaft ist.“ Das Turnier soll 2021 in Slowenien und Ungarn ausgetragen werden – und ganz offensichtlich hat Kuntz Mbom dafür auf dem Zettel. Kohfeldt: „Manu hat auch da Eindruck hinterlassen. Es freut mich sehr für ihn, dass er da auch eine Rolle spielt.“

Anders als bei Werder Bremen, wo Manuel Mbom überwiegend auf der rechten Außenposition zum Einsatz kommt, agierte er während seines U21-Debüts im zentralen Mittelfeld. Kein Problem, sagte er selbst gegenüber „dfb.de“: „Ich bin ein dynamischer Spieler, der über die Aggressivität und die Zweikämpfe kommt. Grundsätzlich sehe ich mich aber als Allrounder und weniger als Spezialisten.“ Immer alles für die Mannschaft geben – das sei sein Ziel. Ganz egal, „ob das bei der U21 im Zentrum ist oder bei Bremen auf den Außenbahnen“ ist, sagte Mbom, dessen fußballerisches Vorbild früher einmal der Weltstar Yaya Toure war.

Bis dahin ist es für den Bremer Jungprofi natürlich noch ein weiter Weg. Die nächsten Zwischenstopps heißen: Wales und Bayern München. Nach dem wichtigen EM-Qualifikationsspiel mit der U21 (Dienstag, 18.15 Uhr) gastiert Jean-Manuel Mbom am kommenden Samstag (15.30 Uhr) mit Werder Bremen beim Rekordmeister. (dco)

Zur letzten Meldung vom 13. November 2020:

Werder-Talent Manuel Mbom gibt Debüt für deutsche U21-Nationalmannschaft

Erste Nominierung, erster Einsatz: Jean-Manuel Mbom von Werder Bremen hat am Donnerstag in Braunschweig sein Debüt für die deutsche U21-Nationalmannschaft gegeben. Im Testspiel gegen Slowenien wurde der 20-Jährige zur Halbzeit für Salih Özcan eingewechselt.

Jean-Manuel Mbom, der keine besonders nennenswerte Szene zu verzeichnen hatte, und Co. mussten sich am Ende mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden geben. Manuel Wintzheimer (42. Minute/Foulelfmeter) traf im Geisterspiel für Deutschland, Zan Medved (46./Foulelfmeter) für die Slowenen. Bedanken konnten sich die Deutschen bei einem ebenfalls eingewechselten Debütanten: Torwart Finn Dahmen von Mainz 05 parierte kurz vor Schluss einen Strafstoß (87.).

Das Spiel, in dem personell fleißig durchgetauscht wurde (zehn Einwechslungen), war der letzte Test vor dem Abschluss der EM-Qualifikation. Am Dienstag (18.15 Uhr) will das Team von Trainer Stefan Kuntz das EM-Ticket gegen Wales endgültig perfekt machen. Die Endrunde findet im kommenden Jahr in Slowenien und Ungarn statt. Das Spiel gegen Wales steigt ebenfalls in Braunschweig, deshalb lässt Werder Bremen seinen Spieler Jean-Manuel Mbom auch bei diesem Spiel dabei sein. (han/dpa)

Verfolgt das Testspiel des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli im Live-Ticker der DeichStube!

Zur letzten Meldung vom 10. November 2020:

Werder Bremen-Profi Jean-Manuel Mbom hofft auf U21-Debüt

Bremen/Wolfsburg – Es war durchaus eine besondere Kulisse, die sich den deutschen U21-Nationalspielern am Montagabend auf dem Weg zum Training bot. In der Dunkelheit führte der Weg sie am überwiegend in Grün und Blau illuminierten Stadion des VfL Wolfsburg vorbei, in dessen Schatten sich die Mannschaft von Nationaltrainer Stefan Kuntz auf den bevorstehenden Länderspiel-Doppelpack gegen Slowenien (Donnerstag, 18.15 Uhr) und Wales (Dienstag, 18.15 Uhr) in Braunschweig vorbereitet. Mittendrin in der Wolfsburger Dunkelheit: Jean-Manuel Mbom von Werder Bremen, der auf sein Debüt in der U21 hoffen darf.

Am vergangenen Donnerstag hatten Werder Bremen und der Spieler von dessen erstmaliger Nominierung für das wichtigste deutsche Nachwuchs-Nationalteam erfahren – und sich natürlich sehr darüber gefreut. „Dabei zu sein, ist eine besondere Auszeichnung für ihn“, sagt Sportchef Frank Baumann, der die Berücksichtigung Jean-Manuel Mboms als folgerichtig betrachtet: „Manuel hat sie sich durch seine Leistungen in den vergangenen Wochen absolut verdient.“

Werder Bremen: Nominierung für U21-Nationalmannschaft für Jean-Manuel Mbom nächster logischer Schritt

Nach einer einjährigen Leihe an den KFC Uerdingen war der 20-jährige Mittelfeldspieler im Sommer nach Bremen zurückgekehrt – und dort durchgestartet. Mbom kam bisher in sechs von sieben Bundesligaspielen für Werder Bremen zum Einsatz, stand dabei sogar immer in der Startelf und lieferte – abgesehen von seinem Fehler vor dem 1:1 in Frankfurt – grundsolide Leistungen ab. „Er haut alles rein, was er hat“, lobt Trainer Florian Kohfeldt. Und auch Nationalcoach Kuntz ist das offenbar nicht entgangen.

Für den DFB kam Jean-Manuel Mbom bisher in fünf Nachwuchsteams zum Einsatz. Für die U16, U17, U18, U19 und U20 absolvierte er insgesamt 26 Spiele, in denen ihm drei Tore glückten. Im Jahr 2017 wurde er vom Verband in der Kategorie „Bester U17-Jugendspieler Deutschlands“ mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet. Angesichts dieses Werdegangs ist die Berufung in die U21 nur der nächste logische Schritt in Mboms Vita.

Werder Bremen macht bei Jean-Manuel Mboms U21-Länderspiel-Reise eine Ausnahme

Während die Kuntz-Elf gegen Slowenien zunächst ein Freundschaftsspiel bestreitet, wird es fünf Tage später gegen Wales in der EM-Qualifikation ernst. „Das Spiel ist super wichtig“, betont Kuntz, dessen Team nur noch ein einziger Sieg für die sichere Teilnahme am Turnier fehlt, das 2021 in Slowenien und Ungarn stattfinden soll. Und bei dem Jean-Manuel Mbom ganz sicher auch liebend gerne dabei wäre.

Die erste Grundlage dafür könnten bereits die beiden Spiele gegen Slowenien und Wales sein. Dass Mbom von Werder Bremen dafür mitten in der Corona-Pandemie abgestellt wurde, liegt daran, dass die Partien in Deutschland ausgetragen werden. Neben Torhüter Jiri Pavlenka (spielt mit Tschechien am Mittwoch in Leipzig gegen das deutsche A-Nationalteam) ist Mbom der einzige Bremer Profi, der in der aktuellen Länderspielpause von Werder abgestellt wurde. Hintergrund: Eine Verordnung des Bremer Gesundheitsamts schreibt vor, dass Spieler, die aus internationalen Risikogebieten nach Bremen zurückkehren, in eine fünftägige häusliche Quarantäne müssen. Um das zu vermeiden, hat Werder allen anderen Nationalspielern die Freigabe verwehrt. (dco)

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