Jens Stage rettete dem SV Werder Bremen mit einer spektakulären Klärungsaktion in letzter Minute den 2:1-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim.
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Jens Stage rettete dem SV Werder Bremen mit einer spektakulären Klärungsaktion in letzter Minute den 2:1-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim.

Jens Stage glänzt als Werder-Retter

Grätsche ins Glück: Jens Stages späte Rettungstat und der Jubel danach sagen viel über Werder Bremens Geist aus

Sinsheim – Jens Stage sprang auf, ballte die Faust und jubelte beinahe so, als hätte er für den SV Werder Bremen ein entscheidendes Tor erzielt. Dabei hatte er genau das Gegenteil getan – was an diesem Abend aber unglaublich wichtig war. Der Däne hatte nämlich nach einem starken Angriff der TSG Hoffenheim mit einer spektakulären Grätsche das mögliche Ausgleichstor der Gastgeber verhindert und obendrein einen Abstoß herausgeholt. In der Nachspielzeit.

Als der Sieg des SV Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim noch einmal kurz ins Wanken geriet. Und weil die Szene so bedeutend war, feierte sich Jens Stage nicht nur selbst, sondern wurde nicht weniger euphorisch von Milos Veljkovic, Niklas Stark und Amos Pieper abgeklatscht. Vielleicht, ja ganz vielleicht, war dem 25-Jährigen in diesem Moment die allerwichtigste Aktion des ganzen Spiels gelungen. Weil er einerseits ein Tor verhindert hatte – aber andererseits vor allem einen Moment produziert hatte, der viel über den Geist der gesamten Mannschaft aussagt.

Jens Stage rettet Werder Bremen den Sieg gegen Hoffenheim: „Wir sind füreinander bereit, Fehler auszubügeln“

Ole Werner hebt seit Wochen schon den besonderen Zusammenhalt im Team hervor, für Werder Bremens Coach ist er ein ganz elementarer Faktor, um nach dem Aufstieg wieder in der Bundesliga bestehen zu können. Deshalb zeige der späte Sieg in Sinsheim auch jetzt wieder, „dass wir als Gruppe bereit sind, Widerstände zu überwinden, selbst an Tagen, an denen das eine oder andere nicht gelingt“, erklärte der 34-Jährige. „Und dass wir füreinander bereit sind, Fehler auszubügeln.“

Genau das hatte Jens Stage getan. Kurz zuvor hatte Hoffenheims Georginio Rutter an der Torauslinie nämlich Marco Friedl sehenswert genarrt und einen starken Pass auf Grischa Prömel folgen lassen. Doch dann warf sich Jens Stage in die Bahn – und wurde so zum Retter. Zum zweiten Mal in Folge haben dem Mittelfeldakteur, der aktuell im Rennen um einen Startelfplatz bei Werder Bremen das Nachsehen hat, wenige Sekunden genügt, um auf sich aufmerksam zu machen. Gegen Mönchengladbach hatte er am Wochenende zuvor unmittelbar nach seiner Einwechslung den Treffer zum 5:1-Endstand eingeleitet, nun glänzte er nur Augenblicke nach seiner Hereinnahme im eigenen Strafraum.

Jens Stage rettet den Sieg gegen Hoffenheim: Werder Bremens Einwechselspieler funktionieren sofort

Auch das ist eine Kunst, die Werder Bremen aktuell auszeichnet: Die Einwechselspieler funktionieren sofort, sind gleich da, wenn sie gebraucht werden. Und das ist nicht selbstverständlich, wie Nicolai Rapp kürzlich im Interview mit der DeichStube bestätigt hat. „Es ist nicht einfach, in ein Spiel reinzukommen. Man muss sich erst an das Tempo gewöhnen, trotzdem müssen die ersten Aktionen direkt klappen“, hatte er betont. „Aber in dieser Saison haben wir Einwechselspieler es bislang sehr gut gemacht.“

So wie Jens Stage gegen die TSG Hoffenheim. Weil die Mannschaft bei Werder Bremen schon seit geraumer Zeit nicht nur aus den Spielern der ersten Elf besteht, sondern die Profis auf der Bank ebenfalls von Bedeutung sind. Und diese Anerkennung spüren sie. Deshalb hängen sie sich auch bei Kurzeinsätzen voll rein. Für das Team. Für den gemeinschaftlichen Erfolg. Da darf man dann wie im Fall von Jens Stage auch gern mal wie ein Torschütze jubeln. (mbü)
 

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