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Jesper Verlaat läuft am Mittwoch für Werders U23 auf.

Mindestens bis Winter bei Werder

Verlaat kehrt gerne zu „seinen Jungs“ zurück

Bremen - Jesper Verlaat muss wieder runter zur U23, wird am Mittwochabend gegen den Karlsruher SC (19 Uhr, Platz 11) spielen und ist gar nicht böse.

„Ich freue mich auf meine Jungs. Das ist meine Mannschaft, wir haben viel zusammen erlebt“, so Verlaat. Zuletzt allerdings nicht. Denn der Nachwuchsspieler war wochenlang mit den Profis unterwegs. Und natürlich hofft der 21-Jährige darauf, irgendwann im Weserstadion zu spielen: „Das ist ein Kleine-Jungs-Traum von mir, ich spiele ja hier seit der Jugend.“ Doch da muss sich Verlaat wohl etwas gedulden. Trainer Alexander Nouri setzt noch auf erfahrenere Innenverteidiger und wünscht sich zudem eine Soforthilfe als Ersatz für den verletzten Niklas Moisander.

„Natürlich bekomme ich das mit“, sagt Verlaat: „Das ist eine Entscheidung des Vereins. Ich kann nur versuchen, mein Bestes zu geben und um meine Chance zu kämpfen.“ Das hat der Sohn von Werders Ex-Profi Frank Verlaat in den letzten Wochen gemacht. Dafür hat er als einziger Spieler des Clubs sogar drei Trainingslager absolviert. Erst mit der U23 in Ankum, als die Profis noch im Urlaub weilten, dann im Zillertal und schließlich noch in Schneverdingen. „Ich bin zufrieden“, sagt Verlaat: „Es ist leichter mit besseren Spielern zu trainieren, weil man dadurch besser wird.“

Er erinnert dabei an seinen Aufstieg von der U19 zur U23. „Damals hätte auch keiner gedacht, dass ich mich in der U23 durchsetzen kann.“ Verlaat hat es geschafft, er gehörte in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern. Eigentlich wäre nun der nächste Schritt fällig – und das nicht nur im Training. Also wäre auch ein Wechsel zu einem Zweitligisten denkbar. Doch Verlaat hat sich längst entschieden, auf jeden Fall bei Werder zu bleiben. Allerdings nicht zwangsläufig bis zum Ende seine Vertrages am 30. Juni 2018. „Wir werden sehen, was im Winter passiert.“

„Das ist kein Rückschritt“

Bis dahin hat Verlaat noch einiges vor. „Ich bin nicht am Limit, ich habe mein Potenzial noch nicht ausgeschöpft.“ Dabei hat er keine Lieblingsrolle in der Dreierkette, hat dort bei den Profis sogar schon alle drei Positionen bekleidet. Der 21-Jährige ist zwar nicht beidfüßig, betont aber: „Der rechte Fuß ist meiner starker, doch der linke ist nicht nur ein Standbein.“

Verlaat lacht. Ihm geht es gut, er genießt die Zeit bei der Bundesliga-Mannschaft. Aber genauso freut er sich nun auf die Spielpraxis in der dritten Liga. „Das ist kein Rückschritt.“ Er fühlt sich auch nicht abgeschoben. „Es ist ein guter Test für mich.“ Mit einer durchaus gestiegenen Erwartungshaltung im Umfeld, das weiß Verlaat: „Ich werde meine Rolle einnehmen und meine Persönlichkeit einbringen.“ Dabei will er durchaus auch Profi-Coach Nouri etwas zeigen: „Ich bin bereit, wenn ich eingesetzt werden soll.“

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