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Da geht noch mehr: Milot Rashica hat mit dem SV Werder noch viel vor.

Kohfeldt sieht noch Potenzial bei der Werder-Rakete

Jetzt soll es für Rashica erst richtig losgehen

Bremen – Der Satz klang fast schon wie eine Warnung an die Konkurrenz. „Das ist noch nicht das Ende in seiner Entwicklung“, sagte Werder-Coach Florian Kohfeldt und blickte zur Seite: Dort saß Milot Rashica – die Werder-Rakete, die in der Rückrunde schon ordentlich gezündet hat.

Doch Kohfeldts Worte waren auch eine klare Mahnung an den 22-Jährigen, sich jetzt bloß nicht zurückzulehnen, sondern sich durchzubeißen. Ein bisschen gilt das auch für die Rückenverletzung des jungen Angreifers.

Rashicas Rückenverletzung nicht dramatisch

„Wir wollen die Sache nicht zu hoch hängen“, meinte Kohfeldt. Es seien ganz normale Rückenprobleme gewesen, die eine frühe Auswechslung des Doppel-Torschützen Rashica gegen den FC Augsburg nötig gemacht hätten: „Es war nicht viel mehr als eine Verspannung, die sicherlich sehr schmerzhaft war. Deswegen war die Herausnahme auch gerechtfertigt, aber das ist keine Sache, die Milot jetzt dauerhaft begleiten wird.“ Deshalb würde Rashica nun auch kein spezielles Trainingsprogramm bekommen, sondern ganz „klassisch Rückenschule“ machen, wie eigentlich alle Spieler, so Kohfeldt. Jeder Profi absolviere zwei Mal die Woche ein individuelles Programm für diesen Bereich.

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Rashica ist bereits wieder im Mannschaftstraining, wird auch am Samstag in Berlin dabei sein – und wahrscheinlich auch in der Startelf stehen. Der Angreifer wird mehr denn je gebraucht. „Milot ist einer, der Spiele entscheiden kann“, betonte Kohfeldt und lobte, dass der junge Kosovare keine Probleme mehr bei der Defensivarbeit hätte. Im Gegenteil, er sei sogar für das Gegenpressing sehr wichtig geworden.

Rashica bleibt bescheiden

Lob für Rashica gibt es aber nicht nur vom Coach, sondern auch in der Heimat. Natürlich würden die Zeitungen dort viel über ihn berichten, „aber ich will nicht sagen, dass ich der große Star bin“. Rashica gibt sich immer sehr bescheiden. Solche Termine wie bei der Pressekonferenz im Medienraum vor dem Auswärtsspiel in Berlin sind ihm eher unangenehm. Die Antworten auf die Fragen hält er lieber kurz, nutzt dabei gerne die bekannten Phrasen, was sicher auch mit der sprachlichen Barriere zu tun hat: Die Kommunikation findet noch auf Englisch statt.

Werder-Coach Kohfeldt betont: „Bundesliga ist eine Umstellung“

Deutsch hat er noch nicht so gelernt, dass er es öffentlich zu sprechen wagt. Andere Dinge waren wichtiger, fußballerische natürlich. „Ich habe hier sehr viel gelernt“, merkte Rashica an. Vor einem Jahr war er von Vitesse Arnheim an die Weser gewechselt – für eine Ablösesumme von sieben Millionen Euro. Und Kohfeldt betonte noch einmal, dass die Umstellung von niederländischen Eredivisie zur Bundesliga riesengroß sei: „Hier hast du als Spieler viel mehr Stress.“ Daran habe sich Rashica erst gewöhnen müssen.

Er hat es geschafft, dabei auch schwierige Phasen auf der Tribüne überstanden. Und Rashica hat offenbar auch die Mahnung des Trainers gut verstanden, will sich nach seinen vier Toren in der Rückrunde (inklusive Pokal) nicht zurücklehnen, sondern meinte ganz pflichtbewusst: „Ich kann hier jeden Tag etwas Neues lernen und werde versuchen, meine gute Performance fortzusetzen.“

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