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Die Werder-Profis wurden im Zillertal von mehr als hundert Fans empfangen.

Trainingslager im Zillertal beginnt

Jetzt wird’s intensiv

Zell am Ziller - Der Himmel im strahlenden Blau, das Hotel grün-weiß geschmückt, dazu cirka 80 Werder-Fans, die auf das Team warteten – es hatte schon seinen Grund, dass Alexander Nouri nach der Ankunft im Zillertal von einem „phantastischen Empfang“ sprach.

Um zehn Minuten nach sechs und damit mit etwa eine Stunde später als geplant war der Bus mit dem Team des SV Werder am Donnerstag vor dem Posthotel in Zell am Ziller vorgefahren. Doch das war kein Problem, trainiert wird erst am Freitag. Aber dann, sagte Chefcoach Nouri, geht es in die Vollen. „Wir freuen uns riesig, hier richtig loslegen zu können. Der eine oder andere Tag wird intensiv.“

Und warm wird es werden. Ziemlich warm sogar. „Extrem warm“, wie Nouri schon in dem Moment feststellte, als er vor dem Hoteleingang aus dem klimatisierten Bus sprang. Obwohl es auf den Abend zuging, zeigte das Thermometer immer noch 30 Grad an, 35 Grad waren es am Nachmittag gewesen. Das ist für ein Badeurlaub wunderbar, für ein Grundlagen- und Konditionstrainingslager, wie es jetzt in Zell am Ziller ansteht, dagegen nicht gerade ideal. „Wir müssen es so annehmen“, erklärte Nouri zwar, „aber wir dürfen auch nicht überdrehen und etwas Unvernünftiges machen.“

In sengender Hitze Kondition zu bolzen und Kraft aufzubauen, schlaucht noch vielmehr als ohnehin schon. In der Vergangenheit hatte Werder in ähnlichen Situationen eine Trainingseinheit auch schon mal weiter in die Abendstunden verschoben. Aber letztlich, so sieht es Baumann, fragt beim ersten Pflichtspiel auch niemand, ob es zu warm ist. Dann ist Volldampf gefragt, 90 Minuten lang. Deshalb macht auch Training in der Hitze Sinn. Baumann: „Man kann auch so viel arbeiten, viel laufen, viel schwitzen und viel trinken.“

Am Wetter kann niemand etwas ändern, alle anderen beeinflussbaren Faktoren seien sehr gut, meinten Baumann und Nouri. „Im Hotel wird es uns an nichts fehlen“, glaubt Nouri, für den es das zweite Mal ist, dass er mit Werder in Zell am Ziller Station macht. Als Assistent von Robin Dutt war er schon einmal vor Ort, jetzt leitet er die Truppe.

So wohnt Werder

Die beiden Trainingsplätze sind nach Auskunft von Greenkeeper Sebastian Breuing in gutem Zustand, und genug Platz für lange Läufe ist auch vorhanden. Um 7.30 Uhr bittet Nouri die Spieler am Freitag zur ersten Einheit des Tages, um 10.00 Uhr und 16.00 Uhr stehen weitere Einheiten an. Allerdings werde nicht täglich dreimal trainiert. Nouri: „Wir müssen da schon die Balance zwischen Anforderung und Erholung finden.“

Das erste Highlight des Trainingslagers steht bereits am Samstag auf dem Programm. Um 16.00 Uhr testet Werder im benachbarten Hippach gegen Europa-League-Finalist Ajax Amsterdam. Für die Neuzugänge Ludwig Augustinsson, Jiri Pavlenka, Jerome Gondorf und Yuning Zhang könnte dann die Premiere im Werder-Trikot anstehen.

Die Wetter-App sagt für den Tag Temperaturen um die 30 Grad voraus. „Das ist gar nicht schlecht“, glaubt Baumann, „das Spiel wird gleich zu einem Härtetest, in dem sich jeder quälen muss, um die Ordnung zu halten und in die Zweikämpfe zu kommen.“

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