Werder-Torwart über Transfer-Gedanken

Weiter Werder Bremen statt England: Jiri Pavlenka setzt neue Prioritäten

Bremen – Jiri Pavlenka kommt er im Rückblick selbst etwas komisch vor, dieser Zeitraum – ganz einfach, weil er ihm sehr, sehr lang erscheint. Fünf Jahre. So lange steht der Tscheche inzwischen schon beim SV Werder Bremen unter Vertrag und im Tor. „Niemals hätte ich das bei meinem Wechsel 2017 gedacht“, sagt Pavlenka, für den noch weitere Jahre am Osterdeich hinzukommen werden. Im Mai hatte der Verein bekannt gegeben, Pavlenkas auslaufenden Kontrakt verlängert zu haben, mittlerweile ist selbst ein Karriereende des 30-Jährigen in Bremen denkbar. Zunächst hat sich der Torhüter aber noch einiges vorgenommen – mit starken Leistungen in der Bundesliga will er sich (endlich) den Posten der Nummer 1 in der tschechischen Nationalmannschaft sichern.

„Um diesen Platz werde ich kämpfen“, kündigt Jiri Pavlenka an, der natürlich weiß, dass die Bundesliga eine hervorragende Bühne dafür ist: „Ich habe mit meinem Berater auch über andere Optionen gesprochen, aber ich war mir schon früh sicher, dass ich in Bremen bleiben möchte, wenn wir aufsteigen.“ Wäre das am Ende nicht geglückt – Pavlenka wäre ziemlich sicher weg gewesen. Nun freut sich der Torwart von Werder Bremen, im gewohnten Umfeld bleiben zu können, denn: „Für uns ist Bremen wie ein Zuhause. Ich habe gemeinsam mit der Familie entschieden, dass wir hierbleiben.“

Jiri Pavlenka ist verheiratet, hat mit seiner Ehefrau inzwischen zwei Kinder. Auch im Leben eines Fußballprofis ändern sich irgendwann die Prioritäten. „Mein Traum war es immer, in England zu spielen und die Premier League zu erleben. Aber jetzt habe ich zwei Kinder, da geht es nicht mehr nur darum, was gut für meine Karriere ist“, sagt der Torwart, der in seine nunmehr sechste Saison bei Werder Bremen als unangefochtene Nummer 1 starten wird.

Werder-Bremen-Torwart Jiri Pavlenka verrät: „Mein Traum war es immer, in England zu spielen und die Premier League zu erleben“

In der Bundesliga, das ist Jiri Pavlenka klar, wird er zwischen den Pfosten deutlich mehr zu tun bekommen als zuletzt im Unterhaus. „Es wird mehr Arbeit für mich geben“, schmunzelt er, fühlt sich mit der neuen Abwehr bei Werder Bremen, zu der nun auch die Neuzugänge Niklas Stark und Amos Pieper zählen, aber schon sehr sicher. „In der Defensive haben wir keine Probleme, da sind wir sehr gut aufgestellt“, hält Pavlenka fest. In Sachen Saisonziel bleibt der 1,96-Meter-Mann aber dennoch auf dem Boden: „Wir wollen eine möglichst ruhige Saison erleben und in der Liga bleiben.“ Als einer der ältesten Profis im Kader will Pavlenka selbst seinen Teil dazu beitragen, dass es mannschaftlich stimmt, Verantwortung scheut er nicht. Nur nach außen hin muss sie für ihn nicht zusätzlich sichtbar gemacht werden. Auf die Frage, ob er sich auch das Kapitänsamt vorstellen könne, entgegnet der Torwart: „Nein, das ist nichts für mich.“ (dco)

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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