Wegen des Rückens und eines weiteren Problems dachte Werder Bremens Torwart Jiri Pavlenka voriges Jahr ans Karriereende.
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Wegen des Rückens und eines weiteren Problems dachte Werder Bremens Torwart Jiri Pavlenka voriges Jahr ans Karriereende.

„Glücklich, dass ich wieder im Tor stehen kann“

Werder-Torwart Jiri Pavlenka drohte im vergangenen Jahr das Karriereende

Bremen – Die Diagnose klang verhältnismäßig harmlos. Wegen Rückenproblemen hatte Jiri Pavlenka im vergangenen Sommer die Fußball-Europameisterschaft verpasst. Allein das war schon ärgerlich, doch es kam noch schlimmer. Denn ganz so simpel war die Blessur dann doch nicht, das zeigte sich auch während der Vorbereitung des SV Werder Bremen.

Der tschechische Nationalspieler brauchte eine ganze Weile, ehe er wieder zwischen den Pfosten stand. Zu Beginn der Zweitligasaison hatte er sogar seinen Stammplatz an Michael Zetterer verloren. Inzwischen ist er aber längst wieder die unangefochtene Nummer eins bei Werder Bremen. Allerdings verriet Jiri Pavlenka nun, dass es viel schlimmer um ihn stand. Sogar ein Karriereende drohte.

Alles begann, als das große Turnier auf europäischer Bühne kurz bevorstand. Der Nationalcoach hatte Pavlenka ordentlich Hoffnung gemacht. „Der Trainer sagte, dass ich gute Chancen habe, bei der EM zu spielen. Dann bekam ich einen Tag vor unserem Testspiel gegen Italien Rückenprobleme“, erinnerte sich der 30-Jährige im Gespräch mit der „Bild“. „Um spielen zu können, bekam ich Spritzen. Nach dem Spiel wurde es noch schlimmer und ich musste abreisen. Jetzt bin ich glücklich, dass ich überhaupt wieder im Tor stehen kann.“

Werder Bremens Jiri Pavlenka dachte ans Karriereende - wegen des Rückens und noch einem medizinischen Problem

Denn genau daran bestand mittlerweile großer Zweifel. Jiri Pavlenka habe nämlich nach eigener Aussage kaum noch gehen können. Auch deshalb war an Fußball erst einmal gar nicht zu denken. „Ich hatte große Probleme – nicht nur wegen meines Rückens. Die Ärzte wussten tagelang nicht, woran es liegt“, erklärte er jetzt. Am Ende war es eine Mischung aus mehreren Faktoren, die Werder Bremens Schlussmann beeinträchtigte: der Rücken und ein zusätzliches medizinisches Problem. „Darauf möchte ich aber nicht näher eingehen“, betonte er. Die gute Nachricht: Die Probleme sind aus der Welt. „Es war ein sehr schwieriges Jahr für mich. Aber jetzt ist alles okay und ich kann schmerzfrei trainieren.“

Und davon profitiert Werder Bremen. In der laufenden Saison zeigte Jiri Pavlenka nicht nur in den Einheiten, sondern vor allem in mehreren Partien einige starke Paraden, hielt seine Mannschaft so beispielsweise zuletzt gegen Hoffenheim im Spiel. Erst kürzlich lobte deshalb Clemens Fritz, Werders Leiter Profifußball, den Keeper im Gespräch mit der DeichStube: „Im Eins-gegen-eins hat er eine enorme Präsenz. Das ist absolut top. Er ist ein starker Rückhalt für uns.“ (mbü)

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