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Testspiel Werder Bremen vs. FC Valencia: Jiri Pavlenka kann dem Ball beim Gegentreffer nur hinterher schauen.

Holpriger Start für Pavlenka und Zetterer

Keine Ruhe in der Torwart-Debatte

Bremen - Zwei Torhüter, zwei Gegentore – unter dem Strich ergab das zwei Szenen, über die auch in den Tagen nach Werders 1:2-Testspielpleite gegen den FC Valencia noch reichlich diskutiert wurde. 

Jiri Pavlenka, Werders neue Nummer eins, ließ einen haltbaren Freistoß passieren. Michael Zetterer, befördert zum Stellvertreter, sah später bei einem Befreiungsschlag in großer Bedrängnis nicht gut aus. Es war ja nur ein Test, könnte man jetzt sagen. Was zählt, sind später die Leistungen in den Pflichtspielen. Das stimmt. Was aber auch stimmt: So richtig Ruhe hat Werder in die Torhüterdebatte während der Sommerpause nicht bekommen.

Baumann überzeugt von Pavlenka

„Wir sind zu 100 Prozent von unseren Torhütern überzeugt. Beide werden ihre Leistungen bringen“, sagt Sportchef Frank Baumann. Was soll er auch sonst sagen? Nach der Demission von Felix Wiedwald, der inzwischen für Leeds United spielt, soll Pavlenka der neue starke Mann zwischen den Pfosten sein. 

Während der Vorbereitung hat der 25-Jährige aber höchstens angedeutet, dass er diese Rolle ausfüllen kann. Gute Reflexe auf der Linie, fußballerische Schwächen, so könnte man es knapp zusammenfassen. Den Eindruck eines unüberwindbaren Rückhaltes macht der Tscheche bisher nicht. 

Jiri Pavlenka: Seine Karriere in Bildern

Jiri Pavlenka
Jiri Pavlenka spielte zuerst beim FC Hlucin in den Jugendmannschaften, wechselte dann in die Jugend des FC Banik Ostrau. Ab 2011 war er dort bei den Profis, wurde zunächst aber wieder für ein Jahr an den FC Hlucin verliehen. Nach seiner Rückkehr wurde er ab der Saison 2013/14 Stammtorhüter bei Ostrau.  © imago
Jiri Pavlenka
Im Januar 2016 verpflichtete der SK Slavia Prag den tschechischen Keeper. © imago
Jiri Pavlenka
Pavlenka holte mit Prag in der Saison 2016/17 die tschechische Meisterschaft und nahm an der Europa-League-Qualifikation teil.  © imago
Jiri Pavlenka
Zur Saison 2017/18 kam Jiri Pavlenka für drei Millionen Euro an die Weser... © Gumz
Jiri Pavlenka
...und ersetzte den früheren Stammkeeper Felix Wiedwald.  © Gumz
Jiri Pavlenka
Zu Beginn der Saison 2017/18 stand er in allen Partien zwischen den Pfosten.  © imago
Jiri Pavlenka
Bei den Bremer Fans machte er sich schnell durch gute Leistungen beliebt.  © imago
Jiri Pavlenka
Während des schlechten Saisonstarts war Pavlenka fast immer der beste Mann auf dem Platz und ein sicherer Rückhalt.  © Gumz
Jiri Pavlenka
Mit Glanzparaden verhinderte der Keeper dabei, wie hier gegen Freiburg, meist Schlimmeres. © nordphoto
Jiri Pavlenka
Seine Heimat Tschechien durfte Pavlenka in vier Spielen der U21-Nationalmannschaft vertreten, seit November 2016 steht er auch im Kader der A-Nationalmannschaft. © imago

Ob Werder durch seine Verpflichtung im Vergleich zu Wiedwald im Tor deutlich besser geworden ist – und das war ja das Ziel des Vereins – darf zu diesem Zeitpunkt zumindest bezweifelt werden. Beim 22-jährigen Zetterer, bisher ebenfalls noch ohne Bundesliga-Erfahrung, dürfte noch mehr Geduld gefragt sein.

„Wir werden keine leichten Gegentore mehr bekommen“

Baumann räumt zwar ein, dass die Valencia-Gegentore „in irgendeiner Form zu verhindern gewesen wären“, geht dann aber gleich wieder in die Offensive und gibt sogar ein Versprechen ab: „Wenn es richtig los geht, werden wir keine leichten Gegentore mehr bekommen.“ Hört sich gut an, sehr gut sogar. Es ist eine Aussage, an der sich Werder und nicht zuletzt seine Torhüter ab dem Pflichtspielstart am kommenden Wochenende gegen Würzburg messen lassen müssen.

Michael Zetterer: Seine Karriere in Bildern

Michael Zetterer
In der Jugend spielte Michael Zetterer bei der SpVgg Unterhaching, wurde dort in der Saison 2012/13 Stammtorhüter in der A-Junioren-Bundesliga. © nordphoto
Michael Zetterer
Ab der Saison 2013/14 stand er auch in der Dritten Liga für die Profis von Unterhaching zwischen den Pfosten. © nordphoto
Michael Zetterer
Im Januar 2015 verpflichtete Werder das Torwart-Talent für die U23.  © nordphoto
Michael Zetterer
Bei den Profis wurde er Ersatztorhüter, in der Hinrunde 2015 stand er im Bundesliga-Kader. © nordphoto
Michael Zetterer
Zum Einsatz kam er aber nur in Testspielen... © nordphoto
Michael Zetterer
... und stand bei einer Partie der U23 auf dem Platz. © nordphoto
Michael Zetterer
Im Training sorgte er dafür immer wieder für gute Laune. © nordphoto
Michael Zetterer
Zur Rückrunde brach er sich das Kahnbein im Handgelenk und fiel bis Saisonende aus. © nordphoto
Michael Zetterer
Die folgende Saison 2016/17 lief dagegen deutlich besser für Zetterer: In der U23 war er Stammtorhüter und bei den Profis saß er in einigen Partien auf der Bank.   © nordphoto
Michael Zetterer
Im Herbst 2017 sah Zetterer seine zweite Gelbe Karte in der Bundesliga - ohne eine Minute Einsatzzeit.  © Gumz
Michael Zetterer
Bei den Profis war er auch 2017/18 als Ersatzkeeper gesetzt. Zetterer fiel dann aber ab November aus, weil sein Handgelenk erneut operiert werden musste.  © Gumz

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