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Testspiel Werder Bremen vs. FC Valencia: Jiri Pavlenka kann dem Ball beim Gegentreffer nur hinterher schauen.

Holpriger Start für Pavlenka und Zetterer

Keine Ruhe in der Torwart-Debatte

Bremen - Zwei Torhüter, zwei Gegentore – unter dem Strich ergab das zwei Szenen, über die auch in den Tagen nach Werders 1:2-Testspielpleite gegen den FC Valencia noch reichlich diskutiert wurde. 

Jiri Pavlenka, Werders neue Nummer eins, ließ einen haltbaren Freistoß passieren. Michael Zetterer, befördert zum Stellvertreter, sah später bei einem Befreiungsschlag in großer Bedrängnis nicht gut aus. Es war ja nur ein Test, könnte man jetzt sagen. Was zählt, sind später die Leistungen in den Pflichtspielen. Das stimmt. Was aber auch stimmt: So richtig Ruhe hat Werder in die Torhüterdebatte während der Sommerpause nicht bekommen.

Baumann überzeugt von Pavlenka

„Wir sind zu 100 Prozent von unseren Torhütern überzeugt. Beide werden ihre Leistungen bringen“, sagt Sportchef Frank Baumann. Was soll er auch sonst sagen? Nach der Demission von Felix Wiedwald, der inzwischen für Leeds United spielt, soll Pavlenka der neue starke Mann zwischen den Pfosten sein. 

Während der Vorbereitung hat der 25-Jährige aber höchstens angedeutet, dass er diese Rolle ausfüllen kann. Gute Reflexe auf der Linie, fußballerische Schwächen, so könnte man es knapp zusammenfassen. Den Eindruck eines unüberwindbaren Rückhaltes macht der Tscheche bisher nicht. 

Jiri Pavlenka: Seine Karriere in Bildern

Ob Werder durch seine Verpflichtung im Vergleich zu Wiedwald im Tor deutlich besser geworden ist – und das war ja das Ziel des Vereins – darf zu diesem Zeitpunkt zumindest bezweifelt werden. Beim 22-jährigen Zetterer, bisher ebenfalls noch ohne Bundesliga-Erfahrung, dürfte noch mehr Geduld gefragt sein.

„Wir werden keine leichten Gegentore mehr bekommen“

Baumann räumt zwar ein, dass die Valencia-Gegentore „in irgendeiner Form zu verhindern gewesen wären“, geht dann aber gleich wieder in die Offensive und gibt sogar ein Versprechen ab: „Wenn es richtig los geht, werden wir keine leichten Gegentore mehr bekommen.“ Hört sich gut an, sehr gut sogar. Es ist eine Aussage, an der sich Werder und nicht zuletzt seine Torhüter ab dem Pflichtspielstart am kommenden Wochenende gegen Würzburg messen lassen müssen.

Michael Zetterer: Seine Karriere in Bildern

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