Jiri Pavlenka mit einer Parade im Spiel gegen Frankfurt
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Jiri Pavlenka findet bei Werder Bremen zu alter Stärke zurück.

Bremer Keeper so stark und stabil wie lange nicht

Werder-Torhüter Jiri Pavlenka auf dem Weg zum alten Bestwert

Frankfurt/Bremen – Der Schuss von Andre Silva hatte echte K.o.-Qualitäten. Doch obwohl der Ball des Frankfurter Stürmers genau an der Kinnspitze von Jiri Pavlenka landete, ging der Keeper des SV Werder Bremen in der Szene nicht auf die Bretter.

Was gut zu seiner bisherigen Saison passt. Denn so stark und stabil wie aktuell hat sich der Tscheche im Bremer Tor schon lange nicht mehr gezeigt. Beim 1:1 gegen die Frankfurter Eintracht hielt er mit mehreren Paraden den einen Punkt fest und bewies, dass er für Werder Bremen wieder zu dem sicheren Rückhalt wird, der er in seinen ersten beiden Bremer Jahren war. 2017/18, in seiner ersten Werder-Spielzeit, überzeugte Jiri Pavlenka mit einer Paradenquote von 75,9 Prozent (Quelle: kicker.de) – heißt: Durchschnittlich wehrte er drei von vier Schüssen, die auf sein Tor kamen, ab. Diese Quote erreichte er in den beiden folgenden Spielzeiten nicht mehr. Über 69,3 Prozent in 18/19 rauschte die Zahl in der vergangenen Saison gewaltig in den Keller. 61,7 Prozent waren es nur noch – im allgemeinen Bremer Chaos hatte auch Pavlenka vollends die Form verloren.

Werder Bremen: Jiri Pavlenka „sehr konzentriert in der Vorbereitung“

Doch nun hat er sie wiedergefunden. Nach sechs Spielen liegt seine Paradenquote bei 72,4 Prozent – das ist nicht nur nahe dran am Bestwert aus seiner Debütsaison, sondern aktuell unter allen Bundesliga-Torhütern, die sechs von sechs Spielen absolviert haben, der zweitbeste Wert. Gründe? Florian Kohfeldt, Coach von Werder Bremen, findet vor allem diesen: „Pavlas hat sehr konzentriert in der Vorbereitung gearbeitet, ist jetzt in einer sehr guten Verfassung.“ Das zeigte sich in Frankfurt bei den Großchancen von Daichi Kamada (45.+1), Silva (49.) und ganz am Schluss beim Fast-Eigentor von Werder-Kapitän Niklas Moisander – jeweils parierte Jiri Pavlenka und schraubte seine Quote in die Höhe.

Als „sehr solides Niveau“ bewertete Kohfeldt deshalb die Vorstellung des Keepers, der den Gesichtstreffer von Silva übrigens völlig unnötig kassiert hatte. Der Eintracht-Stürmer hatte knapp im Abseits gestanden, Pavlenkas Rettungstat floss deshalb genauso wenig in die Statistik ein wie das anschließende Abstaubertor von Kamada. (csa) Unterdessen hat sich Torwart Luca Plogmann (von Werder Bremen an den SV Meppen verliehen) im Spiel gegen Dynamo Dresden schwer verletzt - und wird mehrere Monate ausfallen.

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