Jörg Löhr hält einen Vortrag und gestikuliert mit beiden Händen.
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Beim Mentaltrainer verhält es sich bei Werder Bremen wie beim Kapitän: Der neue Mann bleibt der alte. Jörg Löhr wird die Bremer Profis auch in der kommenden Saison begleiten.

Vertrag beim SVW verlängert

Mentalcoach Jörg Löhr bleibt bei Werder Bremen – und muss gleich einen kniffligen Fall lösen

Bremen – Um 15 Uhr sollten die Profis des SV Werder Bremen eigentlich am Donnerstag auf dem Trainingsplatz stehen. Doch sie ließen eine Stunde lang auf sich warten. Das kommt sehr, sehr selten vor, hatte aber einen guten Grund, wie Trainer Florian Kohfeldt später verriet.

Bei einer Teamsitzung hatte sich ein Thema ergeben, dass unbedingt noch geklärt werden musste. Und zwar mit Hilfe von Mentalcoach Jörg Löhr, der im vergangenen Winter für den Abstiegskampf verpflichtet worden war – und nun eine Vertragsverlängerung bei Werder Bremen für die neue Saison bekommen hat.

Werder Bremen-Trainer Florian Kohfeldt über Jörg Löhr: „Er gibt einen klaren Input für die Spieler“

Jörg Löhr gibt einen guten Impuls von außen. Er reflektiert gut, gibt einen klaren Input für die Spieler. Er setzt Anker, an denen sie sich mental vor den Spielen halten können“, beschrieb Florian Kohfeldt die Arbeit des früheren Handball-Nationalspielers. Ein Thema sei zum Beispiel das Auftreten der Spieler auf dem Platz, wenn es hektisch wird. „Es war ja teilweise komisch letztes Jahr: Einerseits wurde uns vorgeworfen, dass wir uns zu wenig wehren, andererseits hatten wir viel zu viele Gelbe und Gelb-Rote Karten wegen Meckerns oder sonstigen Dingen. Es geht um eine Kanalisation von Emotionen, um die richtig einzusetzen – auch im Mannschaftskreis.“

Ob das auch das Thema am Donnerstagnachmittag war, wollte Kohfeldt nicht sagen. Es sei ein Tabu, Inhalte aus Teamsitzungen weiterzugeben. Doch auf der Pressekonferenz des SV Werder Bremen vor dem DFB-Pokalspiel gegen Carl Zeiss Jena hatte Kohfeldt dann doch noch ein Einsehen mit den neugierigen Journalisten. „Ich nehme euch mit, ohne die Tür zu weit zu öffnen“, sagte der 37-Jährige und erzählte dann: „Die Sitzung hätte eine Stunde kürzer sein sollen. Aber es gab einen Moment, den wir einfach geklärt haben mussten, bevor die Saison losgeht. Den haben wir geklärt. Das war sehr produktiv. Es war eine Diskussion. Ich will Leben, wir wollen Leben – und da war Leben drin in der Sitzung. Das war gut.“ (kni)

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