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Johannes Eggestein spielt kaum bei Werder Bremen - eine schwierige Situation für den Offensivspieler.

Jojo Eggestein hadert mit  Situation

Werder-Talent Jojo Eggestein in der Zwickmühle: „Es ist schwierig für mich, damit umzugehen“

Bremen - Johannes Eggestein spielt in dieser Saison kaum für Werder Bremen. Der junge Offensivspieler kann das nicht nachvollziehen und hadert mit der Situation.

Johannes Eggestein zögerte keine Sekunde, sondern tat das, was ein Stürmer in so einer Situation nun mal tun muss: Er warf sich beherzt in den Ball, woraufhin das Weserstadion augenblicklich explodierte. Per Kopf hatte Eggestein Werder Bremen am ersten Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf zurück ins Spiel gebracht - 1:1. Dass seine Mannschaft am Ende mit 1:3 verlieren sollte, konnte der Angreifer in diesem Moment noch nicht wissen. Und dass er seinen persönlichen Höhepunkt der Hinrunde bereits hinter sich hatte, auch nicht.

Eggesteins Bilanz seit dem ersten Spieltag: zehn weitere Einsätze, nur drei davon in der Startelf, kein weiteres Tor. „Die Hinrunde ist für mich nicht gut gelaufen“, bilanziert der 21-Jährige, der sich für die zweite Saisonhälfte viel vorgenommen hat, sich aber auch in einer Art Zwickmühle sieht.

Werder Bremen: Johannes Eggestein weiß nicht, warum er nicht spielt

Angesichts des Abstiegskampfes hatte Trainer Florian Kohfeldt unmissverständlich klar gemacht, dass Einzelschicksale bei Werder Bremen derzeit keine Rolle spielen. Einzig und allein der Erfolg der Mannschaft stehe im Vordergrund. Johannes Eggestein, ganz Teamplayer und Musterprofi, versteht das natürlich. „Das akzeptiere ich“, sagt er. „Aber jeder Sportler muss auch immer ein bisschen auf sich selber schauen.“ Lautstark Unmut zu bekunden und damit für schlechte Stimmung zu sorgen, liegt Eggestein fern. Seine unbefriedigende Situation einfach so hinzunehmen, aber auch. In mehreren Einzelgesprächen hat er das Thema mit Kohfeldt besprochen. Das Problem: Viel schlauer hat ihn das nicht gemacht.

„Ich bin im Austausch mit Flo, aber es ist gerade nicht ganz so einfach für alle Beteiligten“, berichtet der Profi des SV Werder Bremen, der nicht nachvollziehen kann, warum er nicht oder nur wenig spielt. „Ich kann das nicht so richtig erklären, denn ich denke schon, dass ich gut trainiere und versuche, mich zu zeigen“, sagt der Offensivspieler und mutmaßt: „Vielleicht hat der Trainer im einen oder anderen Spiel in der Hinrunde das Gefühl gehabt, dass ich zu wenig Aktionen oder nicht die nötige Frische hatte.“

Werder Bremen: Johannes Eggestein hinterfragt seine Situation

Ein Thema war das zwischen Spieler und Coach aber offensichtlich nicht - ganz im Gegenteil: Johannes Eggestein bekam während des Trainingslagers auf Mallorca sogar öffentliches Lob von Kohfeldt. Beim Rückrundenauftakt gegen Düsseldorf saß er dann wieder 90 Minuten auf der Bank. „Ich bekomme Feedback, dass ich gut trainiert habe, komme dann aber trotzdem nicht zum Einsatz. Es ist schwierig für mich, damit umzugehen“, sagt Eggestein, für den es heißt: Weiter geduldig bleiben.

Seinen Vertrag in Bremen hat der Kapitän der deutschen U21-Nationalmannschaft, der auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio hofft, erst im vergangenen Sommer bis 2022 verlängert. Bereut hat er das bisher nicht. „Mit der Entscheidung bin ich immer noch vollkommen zufrieden. Jetzt ist gerade eine Zeit, in der es nicht so gut läuft, deshalb muss man nicht gleich alles in Frage stellen. Aber natürlich hinterfragt man, warum es so ist.“

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