Andreas Herzog ist sich sicher, dass Johannes Eggestein auch bei Werder Bremen durchstartet - bis zum Sommer ist der Stürmer noch an den Linzer ASK verliehen.
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Andreas Herzog ist sich sicher, dass Johannes Eggestein auch bei Werder Bremen durchstartet - bis zum Sommer ist der Stürmer noch an den Linzer ASK verliehen.

„Jojo“ bis Saisonende an LASK verliehen

„Extrem weiterentwickelt“: Andreas Herzog traut Johannes Eggestein zu, im Sommer auch Werder Bremen durchzustarten

Linz – 16 Tore und sieben Assists in 27 Pflichtspielen – bislang kannte der Weg von Johannes Eggestein seit seinem Wechsel vom SV Werder Bremen zum Linzer ASK nur eine Richtung: steil nach oben. Doch jetzt muss sich die Werder-Leihgabe erstmals mit einem bitteren Rückschlag auseinandersetzen: mit der überraschenden Nicht-Nominierung für die U21-Europameisterschaft in Ungarn und Slowenien.

Werders Verantwortliche zeigten sich allgemein verwundert darüber, dass U21-Nationalcoach Stefan Kuntz keinen der drei Bremer Kandidaten – neben Eggestein noch Felix Agu und Manuel Mbom – berücksichtigt hat. Am größten dürfte ihre Überraschung aber bei der Ausbootung des formstarken Stürmers gewesen sein. An Werders Plan ändert sich dadurch jedoch nichts: Johannes Eggestein soll ab Sommer wieder für den SV Werder Bremen auf Torejagd gehen. Bliebe also nur noch die nicht ganz unwichtige Frage: Kann der 22-Jährige seine Form auch in der deutschen Bundesliga bestätigen?

Werder Bremen: Ex-Profi Andreas Herzog glaubt, dass Johannes Eggestein auch in der Bundesliga durchstartet

„Warum denn nicht? Ich denke schon, dass er dazu in der Lage ist“, sagt Werder-Legende Andreas Herzog, der als Österreicher den Fußball in seiner Heimat genau verfolgt. Die Leihe nach Linz bezeichnet der 52-Jährige, der während seiner Laufbahn neun Jahre lang in Bremen gespielt hat, als durchdachte und zweifellos gelungene Maßnahme. „Es ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Linz hat profitiert und einen guten Spieler bekommen, Eggestein hat endlich regelmäßig Einsätze, und Werder Bremen darf sich freuen, weil das Talent Spielpraxis auf hohem Niveau erlangt hat.“ Dabei sei Eggestein vor allem die neue Position als spielender Mittelstürmer im offensiv ausgerichteten 3-4-3-System des LASK zugutegekommen. „In dieser Rolle hat er sich extrem weiterentwickelt“, betont der Ex-Profi.

Werder Bremen: Johannes Eggestein hat „auf jeden Fall das nötige Potenzial, um sich in der deutschen Bundesliga durchzusetzen“

Etwas anders als Herzog sieht es der bekannte österreichische Sportjournalist Peter Linden. Der jahrelange Fußballchef der „Kronen-Zeitung“ bescheinigt Eggestein zwar „zweifelsohne Talent“ zu haben, bezweifelt jedoch, dass der 1,83 Meter große Offensivspieler wirklich die Lösung für die Bremer Sturmprobleme sein kann: „Ich weiß nicht, ob er robust genug für die Bundesliga ist.“ Fest steht: Dominik Thalhammer, Eggesteins Trainer beim Linzer ASK, ist beeindruckt von der „hohen Spielintelligenz, technischen Finesse und Reaktionsschnelligkeit in der Box“, mit der ihn der Angreifer überzeugt. Noch mehr als Herzog glaubt Thalhammer fest daran, dass sein Schützling die starke Saison in Österreich auch bei Werder Bremen bestätigen kann.

„In ihm steckt auf jeden Fall das nötige Potenzial, um sich in der deutschen Bundesliga durchzusetzen“, sagt der 50-Jährige. Aufgrund der Erfahrungen, die Johannes Eggestein in Linz schon gesammelt hat und noch sammeln wird, bringe er das nötige Rüstzeug für den nächsten „deutlichen Entwicklungsschritt“ mit. Für Österreichs Trainer des Jahres 2017 steht deshalb fest: „Wir werden ihn zukünftig in der Bundesliga stürmen sehen.“ (hgk/mwi)

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