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Johannes Eggestein (l.) bejubelt mit Bruder Maximilian sein Tor zum 1:0 für Werder gegen Hoffenheim.

1:0-Sieg gegen Hoffenheim

Jojo Eggestein: Guter Riecher, böser Arm

Bremen - Zwei Sachen fehlten zum ultimativen Brüder-Glück: ein zugedrücktes Auge links bei Bibiana Steinhaus und ein zugedrücktes Auge rechts bei Bibiana Steinhaus.

Weil die Video-Schiedsrichterin aber im Kölner Keller großen Wert auf den vollen Durchblick legte, blieb es im Spiel des SV Werder bei 1899 Hoffenheim bei nur einem Eggestein-Tor. Johannes hatte es erzielt. Der Treffer von Maximilian, nur vier Minuten später erzielt, fiel aber Steinhaus‘ genauem Blick zum Opfer. Der erste auf vier Schultern verteilte Eggestein-Doppelpack in der Bundesliga wurde also per Videobeweis wieder einkassiert. Und das war richtig so.

Als Yuya Osako in der 43. Minute auf Maxi Eggestein durchsteckte und der 22-Jährige cool vollstreckte, war das so blitzsauber, dass niemand glaubte, dieses Tor könne noch den Einsatz des Video-Assistant-Referees (VAR) nach sich ziehen. Und doch schaltete sich Steinhaus ein. Sie hatte gesehen, dass dem Konter ein harter Luftkampf zwischen Johannes Eggestein und Hoffenheim-Verteidiger Ermin Bicakcic vorausgegangen war. Einen entsprechenden Hinweis schickte sie Schiedsrichter Bastian Dankert aufs Ohr.

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Fotostrecke: Eggestein köpft Werder zum Sieg

Werder Bremen auswärts gegen TSG Hoffenheim
Werder Bremen auswärts gegen TSG Hoffenheim © dpa
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Werder Bremen auswärts gegen TSG Hoffenheim © imago images / Jan Huebner
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Jojo Eggestein über sein Foul: „Man kann das abpfeifen“

Vor dem Fernseher sah auch Dankert: Eggestein hatte den Ellbogen ausgefahren und Bicakcic im Gesicht getroffen. Konsequent: Freistoß Hoffenheim statt Jubel Werder. „Nach Ansicht der TV-Bilder muss der Schiedsrichter so entscheiden“, gab Werder-Coach Florian Kohfeldt zu. Ob aber Steinhaus sich überhaupt hätte einschalten müssen – „das ist hier die Frage“, meinte der 36-Jährige und erinnerte an die Richtlinie für Video-Schiedsrichter, nur bei klaren Fehlentscheidungen einzugreifen.

Klar mag die Fehlentscheidung nicht gewesen sein, eine Fehlentscheidung war es aber. Übeltäter Eggestein: „Ich habe den Arm schon ein bisschen hoch und treffe ihn auch im Gesicht. Es war auf keinen Fall Absicht, aber man kann das abpfeifen, das geht schon in Ordnung.“ Jojo zeigte auch eine gewisse Reue, dass sein Arm dem eigenen Bruder in die Quere gekommen war. „Dafür“, grinste er, „hat er mir schon einen mitgegeben.“

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Beide konnten über das nicht anerkannte Tor am Ende lachen, denn Konsequenzen hatte es keine. Werder siegte, Johannes Eggestein freute sich drei Tage nach seinem 21. Geburtstag über sein erstes Tor seit drei Monaten. Und darüber, dass er in einer weiteren Rubrik mit seinem Bruder gleichgezogen hatte. Denn Jojos Treffer war sein erster in der Bundesliga per Kopf.

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„Witzigerweise habe ich noch vor dem Spiel zu meinem Bruder gesagt, dass er mir ein Kopfballtor noch voraushat. Da hat er gesagt: Jetzt bist du dran! Und tatsächlich hat es geklappt“, strahlte der Torschütze, der sich bei dem Treffer völlig regelkonform gegen Bicakcic durchgesetzt hatte. „Da hatte ich einfach das bessere Timing“, sagte er. Sowie den richtigen Instinkt, lobte Coach Kohfeldt: „Wir dürfen bei Jojo nie vergessen, dass er im Strafraum einen Riecher hat.“

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