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Josh Sargent sorgt sich wegen der Coronavirus-Pandemie um die Gesundheit seiner Familie. Der Stürmer des SV Werder Bremen befindet sich aktuell gedanklich daher viel in seiner Heimat USA.

US-Boy über die Coronavirus-Krise

Werder-Stürmer Sargent sorgt sich um die Familie in der Heimat

Bremen - Körperlich in Bremen, mit den Gedanken aber nahezu ununterbrochen in den USA: Werder-Profi Josh Sargent macht sich wegen der Coronavirus-Pandemie große Sorgen um seine Familie und Freunde in seinem Heimatland. „Es ist gerade eine schwere Zeit für Amerika, für die ganze Welt. Ich bete dafür, dass es allen gut geht, die ich kenne“, sagte Sargent am Donnerstag in einer Online-Medienrunde des SV Werder Bremen.

Die USA sind mit 639.664 bestätigten Fällen (Stand Donnerstagmittag) das mit Abstand am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land. 30.985 Menschen sind bisher an oder mit dem Virus gestorben. In Josh Sargents Umfeld gab es bisher noch keine Person, die mit dem Virus infiziert ist. 

„So weit ich weiß, geht es allen gut. Ich versuche, so viel Kontakt wie möglich zu halten“, sagte der 20-jährige Stürmer des SV Werder Bremen, der aus der Stadt O'Fallon im Bundesstaat Missouri (4.895 Fälle, 159 Tote) stammt.

Werder Bremen-Profi Josh Sargent ist stolz auf seine Schwester, die als Krankenschwester arbeitet

Sargents Schwester arbeitet als Krankenschwester in der rund 40 Autominuten entfernten Großstadt St. Louis. „Bei ihr muss Fieber gemessen werden, bevor sie ins Krankenhaus geht. Sie muss Schutzkleidung tragen, um so sicher zu sein, wie es nur geht“, berichtete Josh Sargent. „Es läuft aber gut bei ihr. Sie tut wirklich alles, was sie kann. Ich bin sehr stolz auf sie.“

Mit Blick auf seinen eigenen Beruf ist Sargent froh darüber, endlich wieder mit den Kollegen auf dem Platz trainieren zu dürfen, wenn auch nur in Kleingruppen. „Es ist eine spezielle Situation, aber das Wichtigste ist, dass alle gesund bleiben“, sagte er. Fitnessübungen, Schießen, Passen, Laufen – all das geht schließlich auch mit nur wenigen Kollegen an der Seite. Immer mit dem Ziel vor Augen, möglichst bestens vorbereitet zu sein, sollte die Bundesliga-Saison fortgesetzt werden. „Wir hoffen alle, dass es weitergeht, sollten die Entscheidung darüber aber den Experten überlassen“, sagte der Stürmer, der – ähnlich wie viele seiner Mitspieler – die Unterbrechung der Saison durchaus als kleinen Vorteil für Werder Bremen sieht: „Wir hatten viele verletzte Spieler, die nun Zeit haben, in Ruhe zurückzukommen.“

Werder Bremen: Josh Sargent weicht Fragen zur Zukunft beim Abstieg aus

Und was ist, wenn es am Ende zwar weitergeht, sportlich aber nicht zum Klassenerhalt reicht? Ist Josh Sargent dann im Sommer weg? Darauf angesprochen bediente sich der Stürmer aus dem Baukasten der Fußballprofi-Klassiker-Sätze: „Darüber mache ich mir jetzt noch gar keine Gedanken. Wir wollen alle in der ersten Liga bleiben und werden dafür alles geben.“

Bei einem anderen Thema war Sargent deutlich auskunftsfreudiger. Leonardo Bittencourt, Stefanos Kapino, Fin Bartels – sie alle haben sich ob der geschlossenen Friseursalons bereits für den Kahlschlag auf dem Kopf entschieden. „Das werde ich aber ganz sicher nicht machen“, betonte Sargent, dessen rote Locken auf dem Kopf bleiben sollen. „Meine Freundin hat mir einmal die Haare kurz rasiert, das war ein Desaster. Nochmal gibt es das nicht“, schmunzelte er. (dco)

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