Drei Treffer in den letzten drei Spielen: Josh Sargent hat derzeit allen Grund zu strahlen, denn er ist bei Werder Bremen der Mann der Stunde.
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Drei Treffer in den letzten drei Spielen: Josh Sargent hat derzeit allen Grund zu strahlen, denn er ist bei Werder Bremen der Mann der Stunde.

Großes Lob von Trainer Kohfeldt

Josh Sargent für Werder immer wertvoller - Kohfeldts Ratschlag an den Stürmer

Bielefeld – Angesichts des jüngsten Trends war die Frage absolut gerechtfertigt, schließlich gibt es in der Bundesliga aktuell nur zwei Namen, die Josh Sargent in Sachen Torausbeute noch überflügeln. Lediglich Bayerns Robert Lewandowski (6 Tore) und Dortmunds Erling Haaland (4) haben in ihren vergangenen drei Ligaspielen häufiger getroffen als der Stürmer des SV Werder Bremen, der zuletzt dreimal hintereinander erfolgreich war.

Als ein Journalist nach dem 2:0-Erfolg des SV Werder Bremen in Bielefeld von Werder-Trainer Florian Kohfeldt wissen wollte, ob auch Josh Sargent ein internationaler Top-Mann werden könne, wich der 38-Jährige aber fast schon erschrocken zurück. „Hey, langsam, langsam“, sagte Kohfeldt, „da ich kein Prophet bin, kann ich das nicht sagen.“ Was er aber sehr wohl konnte, war ein Loblied auf Sargent zu singen – und ihm mit Blick auf seine sportliche Zukunft einen Ratschlag zu geben.

„Josh kann nahezu alle Elemente des Spiels abdecken“, sagte Kohfeldt und ließ folgende Aufzählung folgen: „Er arbeitet gut gegen den Ball, er kann Kombinationsfußball spielen, kann dank seiner Geschwindigkeit auch auf dem Flügel zum Einsatz kommen, und jetzt zeigt er nach und nach, was wir im Training ständig von ihm sehen.“ Womit Florian Kohfeldt am entscheidenden Punkt angekommen war: „Nämlich, dass er im Strafraum einen Top-Torriecher hat.“ Erst gegen Frankfurt (2:1), dann in Köln (1:1) und nun auch in Bielefeld – Sargent liefert gerade ab, in einer ganz neuen Zuverlässigkeit. Was für Werder wiederum doppelt wertvoll ist.

Werder Bremen-Stürmer Josh Sargent: „Oberstes Ziel, der Werder-Spieler mit den meisten Toren zu sein“

Einerseits natürlich sportlich, weil die Tore des US-Amerikaners beim jüngsten Aufschwung eine tragende Rolle gespielt haben. Gegen Frankfurt markierte er den Siegtreffer, in Köln und Bielefeld jeweils das wichtige 1:0, woraus am Ende insgesamt vier weitere Punkte wurden. „Für mich bleibt weiterhin das oberste Ziel, bei uns am Ende der Spieler mit den meisten Treffern zu sein“, sagte Josh Sargent am Tag nach der Bielefeld-Partie gegenüber den Vereinsmedien – wohl wissend, dass er sich da auf einem guten Weg befindet.

Mit nunmehr fünf Saisontoren führt er das werder-interne Ranking vor Niclas Füllkrug, Leonardo Bittencourt und Kevin Möhwald (je vier Treffer) an. Das sorgt für Aufmerksamkeit. Setzt Sargent seinen Höhenflug fort, dürften Vereine auf Stürmersuche demnächst wieder etwas genauer nach Bremen schauen, was Sargent auch ganz buchstäblich wertvoll macht, weil Werder Bremen im Sommer attraktive Angebote für den 21-Jährigen ins Haus flattern könnten.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt zu Josh Sargent - „Wir schauen, welchen Schritt er nächstes Jahr machen kann“

Mit einem Marktwert von neun Millionen Euro ist Josh Sargent derzeit drittwertvollster Spieler im Kader des SV Werder Bremen und damit angesichts der großen finanziellen Nöte, in denen sich der Club befindet, automatisch ein Verkaufskandidat. Hört man bei Kohfeldts Ausführungen über den Mittelstürmer aber genauer hin, klingt ganz gut durch, dass der Verein eigentlich andere Pläne mit seinem derzeit torgefährlichsten Profi hat. Vor dem Bielefeld-Spiel hatte Kohfeldt über Sargents Entwicklung gesagt, in jetzt erstmal in Ruhe lassen zu wollen, „und dann schauen wir, welchen Schritt er im nächsten Jahr machen kann“.

Und auch folgende Sätze, ausgesprochen am späten Mittwochabend auf der Bielefelder Alm, klangen eher nicht nach Abschied im Sommer: „Ich denke, Josh fühlt sich extrem wohl in Bremen. Was dann in zwei, drei oder vier Jahren ist, kann ich nicht sagen“, hielt Kohfeldt fest und ergänzte: „Bei aller Euphorie braucht er auch seinen Raum zur Entwicklung, und ich glaube, dass er sehr gut daran tut, sich stetig weiterzuentwickeln.“ Eine Perspektive, die Werder Bremen Josh Sargent bieten kann. In Bremen dürfte er auch künftig sehr viel Spielzeit bekommen. Sein Vertrag läuft ohnehin noch bis 2023. (dco) Auch interessant: Wechselt Ludwig Augustinsson von Werder Bremen nach England? Und: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel Werder Bremen gegen FC Bayern München live im TV und im Live-Stream! Aufstellung mit Kapitän Niklas Moisander: Ist das Werder Bremens Startelf gegen den FC Bayern? Verfolgt das Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München im Live-Ticker der DeichStube!

Weiter zur letzten Meldung vom 9. März 2021:

Ein Kopfball als doppeltes Kunststück: Werder Bremen-Stürmer Josh Sargent erhöht die Taktung 

Bremen/Köln – Der Kopfball an sich war schon schön, weil perfekt getimed und platziert – eben eine Szene, nach der über den Torschützen gerne gesagt wird: Den wollte er genau so! Und Josh Sargent wollte ihn fraglos genau so. Zwar reichte sein Treffer gegen den 1. FC Köln am Ende nur zu einem 1:1 für Werder Bremen, aber trotzdem hatte der 21-Jährige neben der makellosen Ausführung noch ein weiteres Kunststück vollbracht.

Zum ersten Mal überhaupt hatte Josh Sargent in zwei aufeinanderfolgenden Spielen für Werder Bremen getroffen, was die Hoffnung nährt, dass Sargent in seiner Entwicklung hin zum Torjäger womöglich einen Schritt weiter gekommen sein könnte.

Josh Sargent trifft für Werder Bremen in Köln - Trainer Florian Kohfeldt lobt seinen Stürmer

„Der Kopfball war nicht einfach, im Rückwärtslaufen“, hielt Florian Kohfeldt nach dem Spiel anerkennend fest. Vor allem wie sich Sargent im gegnerischen Strafraum zuvor in Position gebracht hatte, hatte dem Trainer gut gefallen: „Endlich sind wir mal weggeblieben beim Einwurf. Sonst haben alle immer die Tendenz, da hin zu laufen. Wir besprechen das vor jedem Spiel, dass einer in der Box bleiben muss, wenn wir zum Flanken kommen sollten.“ Dieser eine war dieses Mal Sargent.

„Das hat er gut gemacht“, lobte der Trainer des SV Werder Bremen, der in der Gesamtbewertung des US-Amerikaners aber Zurückhaltung übte. Sein Vertrauen habe Josh Sargent zwar immer, „aber ich will bei ihm in diesem Jahr nicht schon wieder vom nächsten Entwicklungsschritt sprechen“, erklärte Kohfeldt. Sargent sei noch sehr jung und in der laufenden Saison erst zum Stammspieler geworden. „Gemach, Gemach“, sagte Kohfeldt und skizzierte seinen Plan mit dem Stürmer: „Weiterentwickeln, in Ruhe lassen, und dann schauen wir nächstes Jahr, welchen Schritt er machen wird.“

Josh Sargent auf dem Weg zum besten Torschützen des SV Werder Bremen?

In Sachen „Tor-Taktung“ hat sich bei Josh Sargent jedenfalls schon etwas getan, denn so schnell hintereinander getroffen wie nun gegen Frankfurt (2:1) und den 1. FC Köln hat er noch nie. Außerdem war der Kopfball gegen den FC sein vierter Saisontreffer, was seinen persönlichen Bestwert aus dem Vorjahr einstellt. „Wenn er jetzt noch drei, vier Tore bis zum Saisonende macht, dann war es eine sehr gute Saison von ihm“, sagte Florian Kohfeldt. Und seinem großen Ziel dürfte Sargent die vom Trainer erhoffte Ausbeute auch ein gutes Stück näher bringen: Schließlich hat er sich vorgenommen, in dieser Saison der beste Torschütze des SV Werder Bremen zu werden. Dass dafür vermutlich weniger als zehn Tore reichen werden, ist ein trauriger Werder-Fakt. Seit Sonntag liegt Sargent gleichauf mit Niclas Füllkrug und Leo Bittencourt an der Spitze. (dco)

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