Josh Sargent von Werder Bremen springt beim Jubel nach seinem Tor hoch - Leonardo Bittencourt läuft auf ihn zu
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Solo erfolgreich abgeschlossen: Josh Sargent bejubelt sein Tor zum 1:0 für Werder Bremen beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.

Unterschiedliche Auftritte beim Frankfurt-Spiel

Josh Sargent zeigt Tahith Chong, wie es beim SV Werder Bremen geht

Bremen – Beide liefen alleine aufs Tor zu, doch nur Josh Sargent vollstreckte eiskalt für den SV Werder Bremen beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt. Tahith Chong ließ sich dagegen auf dem Weg zum 2:0 noch einholen.

So unterschiedlich diese beiden Szenen ausgingen, so unterschiedlich performen diese beiden 20-Jährigen auch in dieser Saison beim SV Werder Bremen. Für Josh Sargent zahlt sich jetzt wohl aus, dass er bereits seit zweieinhalb Jahren in Bremen ist, Tahith Chong dagegen erst seit Sommer – und das auch nur für eine Saison als Leihspieler von Manchester United.

„Das 1:0 war sehr gut von Josh, das freut mich sehr für ihn“, sagte Coach Florian Kohfeldt und brauchte gar keine weitere Erklärung geben, denn jeder wusste: Endlich hatte sich Sargent für sein großes Engagement in den vergangenen Wochen belohnt. Denn bei allem Einsatz war ihm die Torgefahr abhanden gekommen. Aber genau zum richtigen Zeitpunkt, als Werder Bremen nach den Verletzungen der beiden Mittelstürmer Niclas Füllkrug und Davie Selke einen Knipser brauchte, war der US-Amerikaner zur Stelle. Sein siebter Treffer im immerhin 44. Bundesliga-Spiel.

Werder Bremen: Tahith Chong muss von Florian Kohfeldt durchs Spiel gecoacht werden

Teamkollege Tahith Chong hat erst fünf Einsätze im deutschen Fußball-Oberhaus auf dem Konto. Erstmals seit dem ersten Spieltag durfte der Niederländer gegen die Eintracht wieder von Beginn an ran. Und wer sich zwischenzeitlich darüber gewundert hatte, dass Chong nach dem Hertha-Spiel nur noch ein Joker gewesen war, sah nun die Gründe dafür: Der 20-jährige erreichte nur phasenweise Bundesliga-Niveau, hatte immer wieder Momente, in denen er wie ein Fremdkörper im Bremer Spiel wirkte und seine Position nicht fand.

Beim Unentschieden in Frankfurt musste ihn Kohfeldt von der Seitenlinie aus mit zahlreichen Anweisungen quasi durchs Spiel führen. „Der Junge hatte das Pech, dass er auf meiner Seite gespielt hat. Deswegen hat er viel gehört“, meinte der Coach mit einem Augenzwinkern und stellte sich vor seinen jungen Angreifer: „Es war eine ordentliche Leistung. Er hat sich im Defensivverhalten verbessert – gerade gegenüber dem Hertha-Spiel.“ Da habe sich die umfangreiche Arbeit mit Video-Analysen ausgezahlt.

Werder Bremen: Tahith Chong vergibt große Chance gegen Eintracht Frankfurt - Bei Josh Sargent passt es

Nun dürften verstärkt auch Offensivszenen dazugekommen. „Er hat manchmal noch einen Kontakt zu viel genommen, nicht immer das richtige Timing mit den Mitspielern gehabt, wann er in die Tiefe geht“, erklärte Kohfeldt, hob aber auch Chongs Toraktionen hervor. Einmal schloss der U21-Nationalspieler in Arjen-Robben-Manier ab, allerdings etwas zu spät, weshalb der Ball weit vorbeiging.

Und nach seinem Ball-Klau gegen Makoto Hasebe war Chong schon auf dem Weg zum 2:0. „Da muss er mit rechts abschließen“, meinte Kohfeldt: „Doch er lässt Hasebe noch mal rankommen.“ Nicht gut, aber Kohfeldt wollte sich gar nicht erst ärgern, sondern sagte das, was er auch beim jungen Josh Sargent in solchen Momenten gerne gesagt hat: „Er wird sich weiterentwickeln.“ Bei Sargent hat es gepasst, er ist in dieser Saison Stammspieler – und nun nach seinem Treffer im DFB-Pokal gegen Jena auch Torschütze in der neuen Bundesliga-Saison. (kni)

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