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Justin Eilers, Ex-Spieler von Werder Bremen, hat  Privatinsolvenz angemeldet.

Nackenschlag für ehemaligen Werder-Spieler

Ex-Werder-Stürmer Justin Eilers erklärt Privatinsolvenz

Braunschweig – Mit seinem unglaublichen Kaugummi-Trick mit Max Kruse sorgte Justin Eilers einst für viel Spaß und großes Aufsehen bei Werder Bremen. Doch eigentlich war der Stürmer ein großer Pechvogel und in seinen zwei Jahren an der Weser fast immer verletzt - jetzt kommt es mit einer Privatinsolvenz noch dicker.

Justin Eilers hat wieder einen herben Nackenschlag erlitten. Der 31-Jährige, der von 2016 bis 2018 bei Werder Bremen unter Vertrag stand, meldete wegen finanzieller Schwierigkeiten Privatinsolvenz in seiner Heimatstadt Braunschweig an. Via Facebook erklärt Eilers seine Situation und entschuldigt sich bei seinen Freunden und bei seiner Familie.

„Es gibt Situationen im Leben, die man im Nachhinein anders bewertet und gerne rückgängig machen würde“, schreibt Justin Eilers und weiter: „Durch meine gesundheitliche Konstellation war ich 42 Monate getrieben von unzähligen Operationen und Rehas, die mich leider nicht nur körperlich aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Dieser Schritt fällt mir mächtig schwer, aber nur dadurch ist es möglich, einen persönlichen Neuanfang zu starten.“

Justin Eilers stand zwei Jahre bei Werder Bremen unter Vertrag

Justin Eilers war erst spät ein erfolgreicher Fußball-Profi geworden. Mit 26 Jahren startete er beim Drittligisten Dynamo Dresden durch, schoss die Sachsen 2016 in die Zweite Liga. Werder Bremen klopfte an, und der Stürmer wagte den Schritt in die Bundesliga. Doch schon vor Beginn der Vorbereitung verletzte sich Eilers an der Hüfte. Er musste schließlich an der Leiste operiert werden. Als er sich gerade davon erholt und sich über Einsätze in der U23 (damals Dritte Liga) empfohlen hatte, zog er sich im Mai 2017 einen Kreuzbandriss zu. Im März 2018 feierte er in der U23 sein Comeback. Doch der Traum vom ersten Bundesligaspiel in seiner Karriere sollte nicht mehr wahr werden, sein Vertrag wurde nicht verlängert.

Am 16. Mai 2017 der erneute Rückschlag für Justin Eilers: Beim Training von Werder Bremen zieht er sich ein Kreuzbandriss zu.

Eilers wechselte zum griechischen Erstligisten Apollon Smyrnis zu seinem alten Trainer Valerien Ismael. Der Ex-Werder-Profi hatte ihn schon beim VfL Wolfsburg II trainiert. Doch Ismael schmiss beim Chaos-Club in Athen schnell die Brocken hin, im Winter flüchtete dann auch Eilers. „Ich habe auch kein Gehalt mehr bekommen. Sie wollten mich mit allen Mitteln loswerden“, sagte Eilers damals in einem Gespräch mit der DeichStube.

Werder Bremen: Ex-Profi Justin Eilers hat Insolvenzverwalter zur Seite gestellt bekommen

Beim Drittligisten Sportfreunde Lotte sollte im Januar 2019 alles besser werden, doch wieder einmal streikte die Hüfte. Er kam nur zu zwei Kurzeinsätzen, dann musste er erneut operiert werden. Immerhin wurde endlich das Grundproblem diagnostiziert, der Angreifer soll wieder komplett fit werden. Doch die Clubsuche gestaltet sich mit seiner Vorgeschichte natürlich schwierig. Aufgrund der vielen verletzungsbedingten Fehlzeiten dürfte Justin Eilers nur selten sein mit den Clubs ausgehandeltes Gehalt bekommen haben, sondern nur ein Krankengeld. Um möglichst schnell wieder fit zu werden, leistete er sich unter anderem auch Privattrainer, die er selbst bezahlen musste.

„Ich bin nicht pleite, sondern habe veranlasst, dass meine Schulden über die dafür gesetzlichen Möglichkeiten bereinigt werden“, betont Justin Eilers in seinem Schreiben. Ihm wurde ein Insolvenzverwalter zur Seite gestellt. Bei ihm können Gläubiger bis zum 16. September ihre Forderungen anmelden.

„Mir ist bewusst, dass ich durch meinen Fehler auch Menschen in meinem engsten Umfeld und vor allem meine Familie stark enttäuscht und belastet habe. Ich möchte deshalb auch auf diesem Wege vor allem die wichtigsten Menschen in meinem Leben um Entschuldigung bitten.“

Werder Bremen: Kaugummi-Tricks mit Max Kruse wurden zum viralen Internet-Hit

Aus seiner Zeit bei Werder Bremen bleibt vor allem eine Geschichte in Erinnerung. Mit seinem Kumpel Max Kruse hielt er im Training einen Kaugummi anstatt eines Balles hoch – mit dem Kopf, mit der Hacke. Am Ende landete das gut durchgekaute Stück wieder dort, wo es hergekommen war: im Mund von Kruse. Die beiden Profis feierten ihren Coup wie kleine Kinder und das Video davon, aufgenommen von der DeichStube, wurde zum Internet-Hit.

Im video: Wenn aus Ball-Hochhalten Kaugummi-Hochhalten wird...

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Derweil hat sich Werder in der Vorbereitung auf die neue Saison gut präsentiert: Werder Bremen hat das Testspiel gegen SD Eibar 4:0 gewonnen, Yuya Osaka machte Max Kruse fast vergessen und am Sonntag hat Cheftrainer Florian Kohfeldt interessante Einblicke gegeben: Die Stammelf von Werder Bremen für die neue Saison steht  so weit, nur noch zwei Positionen sind umgekämpft. Derweil gibt es richtig gute Nachrichten von den Grün-Weißen, Trainer Florian Kohfeldt hat einen neuen Vertrag bei Werder Bremen unterschrieben. Der kostenpflichtige Streaming-Anbieter DAZN überträgt zum ersten Mal ein Spiel des SV Werder Bremen: Hier sind alle Informationen zum Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach.

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