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Der Mann macht’s mit links: Ludwig Augustinsson ist bislang der Top-Neuzugang bei Werder.

Teil 3: Was war, was wird?

Werder-Kadercheck: Außenverteidiger - Augustinsson wertet Werder auf

Bremen - Im Kadercheck werfen wir mit einer Einzelkritik den Blick zurück auf die vergangene Saison bei Werder Bremen, aber auch einen Blick nach vorne. Was war, was wird? Teil 3: die Außenverteidiger.

Theodor Gebre Selassie

Gebre Selassie war zwischen dem zwölften und 18. Spieltag nicht erste Wahl. Die Einführung der Dreierkette spülte ihn jedoch zurück in die Startelf. Seine Leistungen auf den Außenbahnen bewegten sich dabei zwischen „geht so“ bis „Unsicherheitsfaktor“. Ein fettes Aushängeschild ist dagegen seine Torquote: Mit fünf Treffern war er viertbester Werder-Torschütze.

Durchschnittsnote: 3,75 (27 bewertete Spiele)*

Robert Bauer

Der Import aus Ingolstadt kam gut an in Bremen – jedenfalls mit seiner Art. Rustikal, frech, meistens geradeaus – Bauer ist der Typ Fußballer, den Fans mögen. Ein ehrlicher Malocher. Zudem einigermaßen vielseitig. Bauer spielte rechts und links in der Viererkette, später dann auch in der zur Fünferkette verdichteten Dreierkette. Allerdings verließ der 22-Jährige dabei nur selten das Mittelmaß. Zuverlässigkeit? Ja. Ausschläge nach oben? Eher nein.

Durchschnittsnote: 3,80 (25 bewertete Spiele)

Theodor Gebre Selassie (l.) glänzte zwar gelegentlich als Torschütze, wie auch Santiago Garcia war er aber oftmals ein Unsicherheitsfaktor in der Defensive.

Santiago Garcia

Das Ungestüme wurde dem Argentinier in Bremen zwar abgewöhnt, den taktischen Feinschliff hat Garcia aber auch im vierten Werder-Jahr nicht bekommen. Stand mit der Dreierkette ein bisschen auf Kriegsfuß. Seinen Status als Stammspieler verlor er während der Saison, die seine letzte war für Werder. Garcia hat den Club mit noch unbekanntem Ziel verlassen. Die Bremer verlieren einen Spieler, der über eine Top-Einstellung verfügt, der sich aber kaum weiterentwickelt hat.

Durchschnittsnote: 3,94 (18 bewertete Spiele)

Ulisses Garcia

Schon komisch, dass der Schweizer am Ende der Saison plötzlich zum ersten Mal im Kader der A-Nationalmannschaft der Eidgenossen stand. Denn bei Werder war es überhaupt nicht gelaufen für den Linksverteidiger. Garcia kam auf nur drei Startelfeinsätze. Die Partie in Augsburg (2:3) wurde für ihn sogar zu einem kleinen Fiasko. Der 21-Jährige musste in der Dreierkette ran und war heillos überfordert.

Durchschnittsnote: 4,62 (4 bewertete Spiele)

Was wird?

Es gerät ein bisschen was in Bewegung auf den Positionen links und rechts in der Defensive. Durch die Verpflichtung des schwedischen Nationalspielers Ludwig Augustinsson vom FC Kopenhagen wird das Gefüge in der Gesamtheit aufgewertet, die linke Seite scheint zudem fest vergeben zu sein.

Für Robert Bauer bedeutet das, dass er Theodor Gebre Selassie auf rechts den Platz abjagen muss, wenn er Stammspieler bleiben will. Dieser Konkurrenzkampf kann Werder nur guttun. Ulisses Garcia wird in der Rolle des Backups für die linke Seite verharren. Die Pärchen heißen also Bauer und Gebre Selassie sowie Augustinsson und Garcia – wobei ein „Seitensprung“ in der Not von Bauer nie auszuschließen ist.

*Die Durchschnittsnote wird aus den von der DeichStube vergebenen Spielnoten ermittelt.

Die weiteren Teile der Serie:

Teil 1: Die Torhüter - Ein Problem zwischen zwei Pfosten

Teil 2: Die Innenverteidiger - Caldirola erweitert die Möglichkeiten

Teil 4: Das defensive Mittelfeld - Operation am offenen Herzen

Teil 5: Das offensive Mittelfeld - Kainz bleibt Hoffnungsträger

Teil 6: Der Angriff - King Kruse und die Fragezeichen

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