Martin Braithwaite
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Martin Braithwaite steht bei Werder Bremen auf dem Wunschzettel.

Angreifer soll per Leihe kommen

Werder kämpft um Braithwaite

Bremen - Werder ist weiter auf der Suche nach einem neuen Außenstürmer, und am Freitag tauchte plötzlich der Name Martin Braithwaite in diesem Zusammenhang auf. Nach Informationen der DeichStube ist der Angreifer des englischen Zweitligisten FC Middlesbrough tatsächlich eine ganz heiße Spur: Werder ist dran an Braithwaite!

Sportchef Frank Baumann möchte den 26-jährigen Dänen gerne ausleihen, und genau an dieser Stelle wird der geplante Transfer kompliziert, denn Middlesborough möchte nur verkaufen. Trainer Tony Pulis ließ am Freitag auf der Vereinshomepage verlauten, sein Club habe „Leihangebote für vier oder fünf Spieler“ erhalten. Es bestünde aber „keine Chance“, dass ein Spieler den Verein per Leihe verlasse. Nur Verkäufe seien möglich. Es ist eine Aussage, die sich auch als Taktik erweisen könnte.

Fest steht: Braithwaite, der erst im Sommer 2017 für elf Millionen Euro vom französischen Erstligisten FC Toulouse nach England verkauft wurde, hat Probleme mit Pulis. Er spielt unter dem Coach keine Rolle mehr. Der Angreifer, der kein klassischer Flügelstürmer ist, sondern auch im Zentrum spielen kann, erzielte für Toulouse in 136 Ligaspielen 35 Tore und gab 13 Vorlagen, seine Werte aus Englands Zweiter Liga lesen sich wie folgt: 19 Spiele, sechs Tore, zwei Vorlagen. Unverzichtbar ist er bei Middlesborough aber nicht. Für mindestens acht Millionen Euro würde ihn der Club im Winter ziehen lassen.

Werder hofft weiter auf eine Leihe

Das ist viel Geld für einen Verein wie Werder, aber die Bremer sind schon in der Vergangenheit flexibel mit ihrem Budget umgegangen und haben Transfers im Vorgriff auf die neue Saison getätigt. Zuletzt war das bei Braithwaites Landsmann Thomas Delaney der Fall. Vieles spricht aber dafür, dass die Bremer so lange es geht abwarten und doch noch auf ein Leihgeschäft hoffen. Bei Ishak Belfodil, den Standard Lüttich eigentlich auch nur verkaufen wollte, hatte das im vergangenen Sommer am letzten Tag der Transferphase funktioniert.

Generell ist Braithwaite nach Informationen der DeichStube nicht die einzige Karte, auf die Baumann setzt - aber eben eine der favorisierten Lösungen. Die Frage ist nur, wie viel Geld Werder bereit ist, für Braithwaite auszugeben. Mit erst 26 Jahren besitzt der Spieler auf jeden Fall noch Potenzial. Schätzt Baumann dieses als derart hoch ein, dass er sich sogar für einen Kauf entscheidet, besteht zumindest die Chance, dass die Bremer irgendwann bei einem Weiterverkauf von Braithwaite verdienen.

Mit Delaney bereits ein Landsmann Braithwaites bei Werder

Das Entwicklungspotenzial des Spielers haben auch andere Vereine erkannt: Werder sieht sich im Poker um den Dänen starker Konkurrenz gegenüber. Vor allem in Frankreich genießt Braithwaite hohes Ansehen, unter anderem Girondins Bordeaux soll an ihm interessiert sein, strebt momentan aber ebenfalls nur ein Leihgeschäft an.

Dass sich der Spieler am Ende für Bremen entscheidet, erscheint gar nicht mal unwahrscheinlich. In Delaney ist ein Landsmann vor Ort, und die Bundesliga wäre für Nationalspieler Braithwaite (17 Länderspiele) sicher eine gute Bühne, um sich mit guten Leistungen einen Platz in Dänemarks WM-Kader zu sichern. Vor der Saison wollte ihn der 1. FC Köln als Ersatz für Anthony Modeste bereits nach Deutschland holen, wurde aber von Middlesborough ausgestochen.

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