Könnte Maximilian Eggestein der nächste Kapitän des SV Werder Bremen sein? Der Mittelfeldspieler gilt allerdings als Wechsel-Kandidat.
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Könnte Maximilian Eggestein der nächste Kapitän des SV Werder Bremen sein? Der Mittelfeldspieler gilt allerdings als Wechsel-Kandidat.

Wahl durch Transfer-Unklarheit erschwert

Neuer Chef gesucht: Werder Bremen bald wieder mit Kurzzeit-Kapitän?

Zell am Ziller – Auch während der beiden Testspiele des SV Werder Bremen im Trainingslager ist Werder-Trainer Markus Anfang seiner bisherigen Linie treu geblieben: Die Kapitänsbinde ging in den Partien gegen ZSKA Sofia (1:0) und Zenit St. Petersburg (2:2) erneut an die Torhüter, in diesem Fall an Stefanos Kapino und Michael Zetterer, die sich die Spiele jeweils aufteilten.

„So könnten wir es natürlich durchziehen“, scherzte Anfang nach dem St.-Petersburg-Test und verwies mit einem Augenzwinkern darauf, „dass wir so in der Vorbereitung noch kein Spiel verloren haben“. Das ist richtig. Und dennoch sind die Torhüter als Spielführer natürlich nur eine Verlegenheitslösung für den Übergang, weil Anfang aufgrund der vielen Fragezeichen im Kader des SV Werder Bremen bisher noch keinen Kapitän festlegen konnte.

„Ich kann diese Frage noch nicht beantworten“, sagte der 47-Jährige, dem aber bewusst ist, dass er sich damit nicht mehr allzu viel Zeit lassen kann. Vor dem Saisonstart am Samstag, 24. Juli, gegen Hannover 96 will und muss sich Anfang auf seinen Kapitän festlegen – auch auf die Gefahr hin, dass dieser wenig später vielleicht gar nicht mehr da ist. In Zeiten von großen finanziellen Sorgen gilt in der aktuellen Mannschaft bekanntlich kein Akteur als unverkäuflich.

Muss Werder Bremen nach Saison-Start nochmal den Kapitän wechseln?

„Trotzdem müssen wir vor dem Auftakt eine Entscheidung treffen, und dann machen wir das auch“, kündigte Anfang an. Gut möglich also, dass Werder Bremen demnächst wieder von einem Kurzzeit-Kapitän auf den Platz geführt wird. Zur Erinnerung: Vor der Saison 2011/2012 hatte Trainer Thomas Schaaf Abwehrchef Per Mertesacker zum Spielführer ernannt. Nach vier Spieltagen wechselte der Innenverteidiger dann zu Arsenal London, und Clemens Fritz übernahm das Amt.

„Es kann sein, dass wir es je nach Situation noch mal festlegen müssen“, sagte Anfang, „bis zum 31. August kann viel passieren, da ist nichts in Stein gemeißelt.“ An diesem Tag schließt das Transferfenster, und der Trainer des SV Werder Bremen geht nicht davon aus, dass sich sämtliche Personalfragen sehr viel früher erledigt haben werden. „Jeder in Bremen weiß, dass es eine außergewöhnliche Situation ist. Die habe ich in der Form auch noch nicht erlebt“, sagte Anfang über die große Ungewissheit, mit der er gerade umgehen muss. Bis der Transfermarkt richtig anspringt, so glaubt der Coach, wird es noch etwas dauern. Als Grund zum Hadern sieht er das nicht: „Wir arbeiten damit, wir sehen darin auch unsere Chance. Junge Spieler, die bis dato weniger gespielt haben, bekommen Spielzeit und können sich empfehlen“, betonte Anfang – hielt dann jedoch auch fest: „Aber es ist auf jeden Fall eine schöne Herausforderung.“ (dco)

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