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Geht er oder bleibt er? Werder-Kapitän Max Kruse weiß selbst noch nicht, wohin sein Weg in der kommenden Saison führt.

Werder-Kapitän grübelt – und ist auch offen für andere Angebote

Kruse: „Bei mir gibt es noch keine Tendenz“

Bremen – Wer es böse mit ihm meint, der könnte über Max Kruse sagen: Der Werder-Profi stellt sich nicht nur sportlich ins Schaufenster, sondern nun auch verbal. Denn nach seiner ganz persönlichen Gala mit zwei Toren und einem Assist zum 3:1-Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 gab der 31-Jährige im Werder-Strom-Talk im Vip-Bereich des Weserstadions eine Erklärung zu seiner Zukunft ab.

„Es gibt natürlich auch Sachen, die ich mir anhören würde. Das muss man ehrlich sagen. Wenn es so wäre und etwas kommt, müsste ich mich damit beschäftigen. Die Entscheidung ist weder für noch gegen Werder gefallen.“ Alles ist also möglich. 

Und die Werder-Fans werden es nicht gerne hören, Kruse sagte sogar noch: „Bei mir gibt es noch keine Tendenz.“ Der Kapitän grübelt, er wartet ab. Aus gutem Grund, wie er erklärte: „Ich würde gerne europäisch spielen. Es wäre schön, wenn das mit Werder klappen würde.“ 

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Kruse: „Ich fühle mich sehr wohl hier“

Der letzte Satz macht ja eigentlich Hoffnung, dass Kruse bei der Qualifikation für das internationale Geschäft definitiv bleibt. Doch das ist keineswegs sicher. Kruse sagte dazu nur: „Das wäre ein weiterer Pluspunkt für Werder. Ich fühle mich hier sehr wohl.“

Aber das allein reicht eben noch nicht aus, den im Sommer auslaufenden Vertrag zu verlängern. Seine Lage könnte kaum komfortabler sein. Kruse kann Werder im Sommer ablösefrei verlassen. Gepaart mit seinen Topleistungen macht ihn das zu einem der interessantesten Spieler in Deutschland und sogar in Europa. Laut „Sky“ sollen Inter Mailand und Tottenham Hotspur schon ihre Fühler ausgestreckt haben. 

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Harnik: „Es wird brutal schwer, ihn in dieser Verfassung zu halten“

„Es wird brutal schwer, ihn in dieser Verfassung zu halten“, hatte Martin Harnik nach dem Mainz-Spiel gesagt. Teamkollege Kevin Möhwald versprach nun: „Wir werden alles tun, damit Max bleibt.“ Die Überzeugungsarbeit geschehe vor allem auf dem Platz. Es geht um Ehrgeiz und Wille. „Max spürt, dass wir etwas erreichen wollen. Er sieht, dass hier etwas entsteht“, sagte Möhwald. Es sei so herausragenden Spielern wie Kruse einfach extrem wichtig, dass die ganze Mannschaft mitziehe, diesen Siegeswillen wirklich verinnerlicht habe. Alle wüssten, wie wichtig Kruse eine Zukunft in Europa ist. 

Deswegen würden sie seinen Weg mitgehen, mutig und leidenschaftlich spielen. Dass Kruse als Kapitän auch die Verantwortung trage, in so einer guten Aufbauphase Werder nicht verlassen zu dürfen, findet Möhwald nicht: „Das gehört nicht zu seiner Rolle. Er macht das als Kapitän richtig gut, geht voran, haut auch mal auf den Tisch. Aber am Ende entscheidet er ganz allein und unabhängig davon, wie es für ihn weitergeht.“

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