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Ex-Werder-Profi Assani Lukimya (re.) hat seinen Kontrakt beim chinesischen Zweitligisten FC Liaoning gekündigt.

Ex-Werder-Profi beendet China-Abenteuer

Kehrt Lukimya in die Bundesliga zurück?

Bremen - Vor drei Jahren verließ Assani Lukimya den SV Werder Richtung China, nun hat er dieses Abenteuer beendet - und das ziemlich gefrustet. „Ich warte seit mehreren Monaten auf mein Geld. Deshalb habe ich nun meinen Vertrag gekündigt“, sagte Lukimya der „Bild“-Zeitung. Der 32-Jährige hat einen Anwalt eingeschaltet, um vom FC Liaoning sein Geld zu bekommen.

Gleichzeitig ist er auf Jobsuche – und dabei ziemlich zuversichtlich. „Ich bin ja Gott sei Dank von schwerwiegenden Verletzungen verschont geblieben und dementsprechend fit für eine neue Herausforderung“, erklärte Lukimya auf Nachfrage der DeichStube: „Es gab schon Interessenten. Ich werde mir alles anhören. Und wenn es passt, treffe ich demnächst eine Entscheidung.“ Sein großer Vorteil: Der Innenverteidiger darf nach eigenen Angaben ablösefrei wechseln. Damit ist er gerade in der Winter-Transferzeit besonders interessant.

Rückkehr nach Deutschland sehr gut vorstellbar 

Seine Familie lebt in Deutschland. „Ich hätte natürlich nichts dagegen, hier zu spielen“, sagte Lukimya. Gut möglich, dass er wieder in der Bundesliga oder zumindest in der Zweiten Liga landet. Erfahrung hat der Deutsch-Kongolese jedenfalls ausreichend zu bieten. Er bestritt 86 Bundesliga-Spiele für Werder (79 von 2012 bis 2016) und Hansa Rostock (7 in der Saison 2008/09). 

Der 1,90 Meter große Abwehrspieler trug auch das Trikot der Demokratischen Republik Kongo. Ende Januar 2016 hatte sich Lukimya dann für einen Wechsel zum FC Liaoning entschieden. Auch für Werder war es ein lukratives Geschäft, die Bremer kassierten eine Ablösesumme von zwei Millionen Euro. Lukimya machte nie einen Hehl daraus, dass ihn vor allem das Geld gereizt hatte. 

„Ich habe natürlich viel verdient, aber es gibt ja auch finanzielle Verpflichtungen, denen man nachkommen muss. Wir werden das schon hinkriegen, aber mehrere Monate zu warten, ist schon krass“, sagte Lukimya der „Bild“: „Den Spielern wurden Versprechungen gemacht, die nicht oder sehr spät eingehalten wurden. Das geht nicht. Immer wieder wurden Spieler aufgrund ausstehender Gehaltszahlungen vertröstet.“ 

Und die Kommunikation mit dem Club wurde immer schwieriger. „Mit dem Manager kann ich mich wegen der Sprachbarriere, er spricht nur chinesisch, nicht unterhalten. Wir hatten einen Dolmetscher, der sich bemühte, aber letztendlich keine Entscheidungen treffen konnte“, berichtete Lukimya. Der Abstieg aus der ersten Liga vor einem Jahr hätte seiner Meinung nach vermieden werden können: „Wir hatten eine Super-Mannschaft, doch sie wurde von Jahr zu Jahr geschwächt.“

Lukimya als Publikumsliebling und Kapitän geschätzt

Nun hatte Lukimya selbst keine Lust mehr zu bleiben. Anthony Ujah, mit dem er erst in Bremen und dann beim FC Liaoning zusammen gespielt hatte, war schon im vergangenen Winter in die Bundesliga zurückgekehrt – zu Mainz 05. 

Die drei Jahre in China möchte Lukimya aber trotzdem nicht missen: „Ich hatte eine sportlich erfolgreiche Zeit und habe in Shenyang in einer tollen Stadt gelebt. Wir haben hier zeitweise vor 40 000 Fans gespielt, die uns super unterstützt haben. Ich wurde als Abwehrspieler zum Torjäger und von den Kollegen sogar zum Kapitän gewählt. Außerdem war ich in der Liga-Elf des Jahres und bei den Fans beliebt.“ In 68 Spielen erzielte Lukimya 13 Tore für Liaoning – bemerkenswert für einen Abwehrspieler.

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