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FC-Manager Jörg Schmadtke ärgerte sich über den nicht gegebenen Strafstoß kurz vor Schluss.

Bauer gibt Foul zu: „Glück gehabt“

Kein Elfer für Köln, Schmadtke wieder in Rage

Bremen - Den „Eierkopp“ hat er sich diesmal verkniffen. Aber in Rage war Jörg Schmadtke trotzdem – einmal mehr nach einem Spiel des 1. FC Köln im Bremer Weserstadion.

Und wieder war eine Elfmeterentscheidung der Grund für seine Wut. In der 88. Minute hatte Schiedsrichter Wolfgang Stark ein Foul von Robert Bauer an Kölns Marco Höger übersehen, der fällige Elfmeterpfiff blieb aus. FC-Manager Schmadtke entgeistert: „Ich erwarte, dass der Schiedsrichter die Situation richtig einschätzt. Da war nichts verdeckt, da war nichts hektisch. Da frage ich mich allen Ernstes, wo wir hier sind.“

Na, im Weserstadion. Dort, wo es für Schmadtke offenbar immer Grund zur Aufregung gibt. Schon fast genau ein Jahr zuvor hatte er sich in Bremen fürchterlich aufgeregt. Damals hatte es einen umstrittenen Strafstoß für Werder gegeben (den Anthony Ujah verschoss), Schmadtke nannte Referee Guido Winkmann beim Gang in die Halbzeitpause einen „Eierkopp“, wurde deshalb auf die Tribüne geschickt. Damals wie am Samstag endete die Partie 1:1.

Dass Köln diesmal um die Chance auf den Siegtreffer gebracht worden war, wollte Robert Bauer erst gar nicht leugnen. Seine ehrliche Schilderung der Szene mit Marco Höger: „Ich muss zugeben: Ich komme zu spät und trete ihm auf den Fuß. Wenn der Schiedsrichter das sieht, kann er Elfmeter geben. Das war Glück für uns.“ Und Pech für Köln, doppeltes Pech sogar.

Denn wegen seines aufgebrachten Protests sah Mittelfeldmann Höger („Ich spiele den Ball und bekomme voll den Tritt ab“) noch die Gelbe Karte – weil es seine fünfte war, fehlt er dem FC am Mittwoch im wichtigen Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Köln-Coach Peter Stöger: „Zwei unglückliche Dinge in einer Minute – das schmerzt.“
csa

Kruse liefert nur seltene Kostproben seines Könnens

GER, 1.FBL, Werder Bremen vs 1. FC Koeln
Jaroslav Drobny: Gefahr im Verzug war eigentlich nur, wenn es darum ging, den Ball mit dem Fuß nach vorne zu befördern. Dann wurde aus einem Abstoß oder Befreiungsschlag ein riskanter Irrläufer. Seine Kernaufgabe als Toreverhinderer erledigte Drobny dagegen tadellos. Note 2,5 © nordphoto
Robert Bauer: Seine überzeugende Leistung beim 1:0 in Berlin eine Woche zuvor konnte der Rechtsverteidiger nicht bestätigen. Hinter seinem Rücken ließ er vor dem Kölner Treffer Anthony Modeste entwischen, was Ausgangspunkt des Gegentores war. Dazu unglückliche Abwehraktionen und Ballverluste. Nach der Pause als ein Drittel der Dreierkette stabiler. Note 4 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs 1. FC Koeln
Lamine Sane: Zunächst sah es so aus, als solle er gegen Modeste keinen Stich bekommen. Aber im Verlauf der Partie steigerte sich der Innenverteidiger mehr und mehr, wurde zum Rückhalt seines Teams. Note 2 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs 1. FC Koeln
Niklas Moisander: Sanes Partner im Abwehrzentrum besticht durch Umsicht und Stellungsspiel, an körperlicher Präsenz mangelt es dagegen in manchen Situationen. Note 3 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs 1. FC Koeln
Santiago Garcia: Fehlpässe und Ballverluste prägten sein Spiel. Zudem zeigte der Linksverteidiger so wenig Mut, nach vorne zu marschieren, dass schon zu vermuten ist, dass es ihm per Traineranweisung verboten war. Note 4,5 © nordphoto
GER, 1.FBL, Hertha BSC Berlin vs SV Werder Bremen
Clemens Fritz (bis 45.): Wegen Rückenproblemen blieb er nach der Pause in der Kabine. Es wäre aber auch seine Leistung als Auswechselgrund möglich gewesen. Der Kapitän fand nie zur Sicherheit. Note 4 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs 1. FC Koeln
Philipp Bargfrede: Eigentlich ging es ihm in Halbzeit eins auf der Doppel-6 nicht deutlich besser als Nebenmann Fritz. Wirkte aber eine Spur sicherer und entschlossener in seinen Aktionen. In Halbzeit zwei stärker. Note 3 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs 1. FC Koeln
Fin Bartels (bis 90.): Lange blieb ein gefährlicher Fehlpass (15.) seine einzige nennenswerte, wenngleich negative Aktion. Bartels fiel kaum auf. Wurde aber aktiver, versuchte sich mit Solo-Läufen, die allerdings im Nichts endeten. Note 4 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs 1. FC Koeln
Serge Gnabry: Mut wird belohnt – jedenfalls manchmal. Mit seinem harten, aber wenig platzierten und deshalb gewiss nicht unhaltbaren Distanzschuss gelang ihm sein sechstes Saisontor und endlich das erste im Weserstadion. Gnabry war auch in den besten Bremer Spielzug verstrickt, der beinahe das 2:1 durch Pizarro gebracht hätte. Insgesamt schöpfte der Jung-Nationalspieler sein Potenzial aber bei weitem nicht aus. In der Schlussphase wurde so manches Dribbling zum gefährlichen Bumerang. Note 3,5 © nordphoto
Max Kruse
Max Kruse: Er war Initiator der Gnabry-Pizarro-Top-Chance kurz vor der Pause. Kostproben seines Könnens blieben allerdings viel zu selten. Torgefährlich wurde er nur einmal, sein Schuss von der Strafraumkante ging deutlich vorbei. Note 4 © dpa
Claudio Pizarro
Claudio Pizarro (bis 75.): So sieht man ihn nur sehr selten. Pizarro misslang gefühlt jede Aktion. Er verlor viele Bälle, rannte sich fest und hatte auch bei seiner einzigen Chance kein Glück. FC-Torhüter Kessler lenkte Pizarros nicht mit letzter Überzeugung abgefeuerten Schuss an die Latte. Note 4 © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Zlatko Junuzovic (ab 46.): Er kam für Fritz und wurde Teil eines Fünfer-Mittelfelds. Junuzovic war agil, trug zur Belebung des Bremer Spiels bei. Auffällige Aktionen lieferte er aber nicht. Note 3 © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs 1. FC Koeln
Aron Johannsson (ab 75.): Keine Verstärkung. Note - © nordphoto
GER, 1.FBL, Werder Bremen vs 1. FC Koeln
Theodor Gebre Selassie (ab 90.): Nur ein Kurzeinsatz für den Tschechen. Note - © nordphoto

Quelle: kreiszeitung.de

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