Wird nicht mehr für Werder fliegen: Raphael Wolf.
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Wird nicht mehr für Werder fliegen: Raphael Wolf.

Melvyn Lorenzen darf bleiben

Kein Platz für Raphael Wolf - nicht mal im Trainingslager der U23

Bremen - Für Raphael Wolf kommt es beim SV Werder immer dicker: Die einstige Nummer eins des Bundesligisten muss derzeit in Bremen alleine trainieren, während sich die U23 im spanischen Alhaurin el Grande auf die Rückrunde vorbereitet. Für den 28-Jährigen war kein Platz mehr frei.

„Wir sind wie bei den Profis mit drei Torhütern ins Trainingslager gefahren – und die sportliche Leitung hat Eric Oelschlägel, Tobi Duffner und Tom Pachulski mitgenommen“, begründet Sportchef Frank Baumann Wolfs Verbleib in Bremen: „Er trainiert hier unter Anleitung unserer Athletiktrainer, er macht sein Programm.“

Seit Sommer wird Wolf bei Werder eigentlich nur noch geduldet. Der Keeper war trotz überstandener Hüftverletzung ausgemustert worden. Weil er sich gegen einen angedachten Wechsel sperrte, wurde der Schlussmann zur U23 geschickt. Dort durfte Wolf aber nur trainieren, nicht spielen. Der damalige Trainer Alexander Nouri sollte auf die anderen Keeper setzen, das gilt nun auch für seinen Nachfolger Florian Kohfeldt.

Wolfs Vertrag mit Werder läuft noch bis Saisonende. Ein vorzeitiger Wechsel gilt als unwahrscheinlich. „Der Torwartmarkt ist nicht leicht. Es suchen nicht viele Vereine einen Torwart“, sagt Baumann. Zudem hat Wolf überhaupt keine Spielpraxis, sein letztes Pflichtspiel liegt anderthalb Jahre zurück.

Bessere Karten hat da Melvyn Lorenzen, der regelmäßig in der U23 zum Einsatz kommt. „Wir wollen da nichts forcieren. Wir werden ihn jetzt nicht auf Teufel komm’ raus verkaufen“, betont Baumann und fügt noch erklärend an: „Für die Bundesliga wird Melvyn zwar keine Rolle mehr spielen, aber für die U23 kann er nochmal wichtig werden.“ Deshalb darf der 22-Jährige bleiben, bis sein Profi-Vertrag im Sommer ausläuft. kni

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