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Gegen Wolfsburg ist Ishak Belfodil für Nouri nur "eine Option".

VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen

Keine Einsatzgarantie für Belfodil

Bremen - Max Kruse spielt definitiv nicht, so viel ist klar. Darüber, wer den verletzten Stürmer (Schlüsselbeinbruch) am Dienstagabend während des Auswärtsspiels beim VfL Wolfsburg (20.30 Uhr) ersetzt, darf seit Montagmittag aber spekuliert werden.

Vieles sprach zuletzt für Neuzugang Ishak Belfodil, der nach dem 1:2 gegen Schalke 04 betont hatte: "Ich werde alles tun, um der Mannschaft zu helfen." Sein Trainer Alexander Nouri vermied es aber, dem 1,91-Meter-Mann vor dem Duell eine Einsatzgarantie auszusprechen. "Er ist eine Option", sagte Nouri nur.

"Wir haben ja mehrere Optionen"

Nach dem Schalke-Spiel hatte der Coach angekündigt, dass Werder abwarten müsse, wie gut Belfodil die Belastung nach seinem 75-minütigen Einsatz, bei dem er durchaus gute Ansätze gezeigt hatte, wegstecken würde. "Wir haben mit ihm gesprochen. Das war extrem wichtig, denn wir mussten natürlich schauen, wie schnell er regeneriert", berichtete Nouri. 

Belfodil, der sich nach seinem Wechsel von Standard Lüttich noch an das Tempo in der Bundesliga gewöhnen muss, gab offenbar grünes Licht. Nouri erklärte trotzdem, dass eine andere personelle Variante denkbar sei. "Wir haben ja mehrere Optionen und werden schauen, was am besten zu unserer Strategie passt."

Ishak Belfodil: Seine Karriere in Bildern

Ishak Belfodil
Belfodil spielte in den Jugenden verschiedener französischer Clubs, wechselte dann 2008 zur U19 von Olympique Lyon. Von 2009 bis 2012 spielte er dort bei den Profis, bekam aber wenige Einsätze. © imago
Ishak Belfodil
Im Januar 2012 wurde er zunächst an den italienischen FC Bologna ausgeliehen, zur Saison 2012/13 verpflichtete ihn aber schließlich Parma Calcio.  © imago
Ishak Belfodil
Ein Jahr später nahm in Inter Mailand unter Vertrag, für die Rückrunde 2013/14 ging Belfodil auf Leihbasis zum AS Livorno. © imago
Ishak Belfodil
Nach Ende der Leihe wechselte er erneut und kehrte in der Saison 2014/15 zu seinem ehemaligen Club Parma zurück. Dort kam er regelmäßig zum Einsatz, blieb allerdings auch nur ein Jahr. © imago
Ishak Belfodil
Nach einem Jahr in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei Baniyas SC nahm ihn zur Saison 2016/17 Standard Lüttich unter Vertrag. Bei den Belgiern schoss er 11 Tore in 25 Pflichtspielen.  © imago
Am letzten Tag der Transferperiode vor der Saison 2017/18 unterschrieb Belfodil schließlich bei Werder. Er kam per Leihe.
Am letzten Tag der Transferperiode vor der Saison 2017/18 unterschrieb Belfodil schließlich bei Werder. Er kam per Leihe. © gumzmedia
Ishak Belfodil
Unter Trainer Alexander Nouri bekam er viel Einsatzzeit in der Liga, konnte aber keine Treffer liefern. © Gumz
Ishak Belfodil
Erst im Pokal gegen Hoffenheim platzte der Knoten - Belfodil erzielte den Siegtreffer zum 1:0. © Gumz
Ishak Belfodil
Belfodil spielte in den Junioren-Teams der französischen Nationalmannschaft, entschied sich dann für Algerien. 2015 nahm er mit ihnen am Afrika Cup teil, scheiterte im Viertelfinale aber an der Elfenbeinküste. © imago
Am 27. Spieltag erzielte Ishak Belfodil einen Doppelpack beim 3:1 Sieg gegen Augsburg und bereitete ein Tor vor, somit war er der überragende Mann auf dem Platz.
Am 27. Spieltag erzielte Ishak Belfodil einen Doppelpack beim 3:1 Sieg gegen Augsburg und bereitete ein Tor vor, somit war er der überragende Mann auf dem Platz. © gumzmedia
Zur Saison 2018/19 wechselte Belfodil zum Bundesligakonkurrenten 1899 Hoffenheim.
Zur Saison 2018/19 wechselte Belfodil zum Bundesligakonkurrenten 1899 Hoffenheim. © imago

Allzu viele Alternativen hat der Trainer nicht. Nachwuchsstürmer Johannes Eggestein ist ein Kandidat für die Rolle an der Seite von Fin Bartels. Für den 19-Jährigen wäre es das Startelf-Debüt in der Bundesliga. Izet Hajrovic, der gerade erst nach neun Monaten sein Bundesliga-Comeback gefeiert hat, dürfte noch nicht als bevorzugte Lösung gelten. Yuning Zhang (fehlende Qualität) und Aron Johannsson (auf dem Abstellgleis) spielen ohnehin keine Rolle. 

System-Änderung schließt Nouri aus

Es bliebe auch noch Florian Kainz als weitere Möglichkeit. Doch der Österreicher ist im Mittelfeld grundsätzlich besser aufgehoben und wäre aufgrund ähnlicher Spielanlage auch nicht der ideale Partner für Fin Bartels. In der Pflicht, vorne für Musik zu sorgen, sieht sich Kainz aber dennoch: „Ich muss jetzt den nächsten Schritt gehen und der Mannschaft mit Toren und Assists helfen.“ 

Dass Nouri sein bevorzugtes 3-5-2-System nach dem Kruse-Ausfall ändert, schloss er praktisch aus: „In die funktionierende Grundordnung einzugreifen, ist nicht unbedingt die erste Option.“

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