Werder Bremen muss zusammenstehen: Nach der Niederlage in Heidenheim und den Abwehr-Ausfällen ist der Aufstieg weiter drin.
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Werder Bremen muss zusammenstehen: Nach der Niederlage in Heidenheim und den Abwehr-Ausfällen ist der Aufstieg weiter drin.

Werder-Sportchef Baumann: „Wir sind dabei!“

Bloß weg mit der Enttäuschung! Trotz der Ausfälle glaubt Werder an Aufstiegschance

Bremen – Seit dem Wochenende geistert vor allem eine Frage durch die grün-weiße Welt: Kann der SV Werder Bremen auch ohne Ömer Toprak aufsteigen? Der Kapitän fällt mehrere Wochen lang verletzungsbedingt aus, genauso wie Abwehrkollege Marco Friedl. Doch Frank Baumann will nicht klagen. Im Gegenteil!

Der Sportchef des SV Werder Bremen wird zum Mutmacher, will sich weder durch die Ausfälle noch die erste Niederlage im elften Spiel unter Trainer Ole Werner und das Abrutschen auf Rang drei die so gute Stimmung der vergangenen Wochen verderben lassen. „Wir sind dabei!“, sagt er im Gespräch mit der DeichStube zum Aufstiegsrennen in der 2. Liga und betont: „Wir haben es in der eigenen Hand und müssen nicht auf andere schauen.“

Der Blick aufs eigene Personal kann aktuell aber durchaus Sorgen bereiten. Also, Herr Baumann, kann es ohne Ömer Toprak und Marco Friedl überhaupt nach oben gehen? „Wir müssen gar nicht drumherum reden: Ömer ist für uns ein ganz wichtiger Spieler – auf und neben dem Platz. Ähnliches gilt auch für Marco“, gesteht der Ex-Profi des SV Werder Bremen: „Aber wir haben großes Vertrauen in die anderen Spieler. Das ist auch nicht nur so dahergesagt. Wir haben Spieler, die diese Positionen spielen können und dabei viel Erfahrung haben.“

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Er nennt Milos Veljkovic, Anthony Jung, Christian Groß und Nicolai Rapp. Auch die etwas jüngeren Lars Lukas Mai, Ilia Gruev und Fabio Chiarodia seien Alternativen. „Bei uns sind jetzt alle Spieler gefordert, auch die, die zuletzt vielleicht etwas weniger gespielt haben“, betont der Sportchef – und nicht nur das: „Die Mannschaft hatte am Montag einen freien Tag, da durfte die Enttäuschung über die Niederlage und die Ausfälle noch da sein. Ab Dienstag liegt dann der Fokus darauf, mit der neuen Situation umzugehen und sich auf die Dinge zu konzentrieren, die man selbst beeinflussen kann.“

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Da kommt dann auch Trainer Ole Werner entscheidend ins Spiel. Der 33-Jährige ist jetzt als Tüftler gefordert, nachdem bei ihm wochenlang alles ziemlich glatt lief, kaum Spieler ausfielen. „Natürlich ist es für den Trainer schöner, personell aus dem Vollen schöpfen zu können. Aber bei Ole mache ich mir keine Sorgen, dass er nicht die passenden Lösungen findet“, sagt Frank Baumann, nimmt dabei aber alle bei Werder Bremen in die Pflicht: „Wir müssen vor allem als Mannschaft noch enger zusammenrücken und uns gegenseitig unterstützen, obwohl der Teamgeist auch bislang schon sehr gut war.“

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Werder Bremen gegen SV Darmstadt 98: In Ömer Toprak und Patric Pfeiffer fallen beide Abwehrchefs aus

Die anstehende Aufgabe könnte dabei kaum schwieriger sein. Am Samstag kommt der punktgleiche Tabellenführer SV Darmstadt 98 ins Wohninvest Weserstadion. „Wir freuen uns auf das Spitzenspiel“, behauptet Baumann und nennt als Gründe für seine gute Laune auch die Tatsache, dass es ein Flutlichtspiel ist und das Stadion wohl ausverkauft sein wird. Mit vereinten Kräften also soll der Gegner bezwungen werden. „Ja klar, unser Abwehrchef fällt aus“, sagt Baumann: „Aber Darmstadt geht es genauso. Deshalb sollte man das nicht zu hoch hängen.“ Die Lilien müssen auf Patric Pfeiffer (Gelbsperre) verzichten. Der 22-jährige Innenverteidiger hat nur die ersten beiden Partien wegen einer Corona-Infektion verpasst, ansonsten jede Minute gespielt. Sein Fehlen ist eine Schwächung für Darmstadt, aber die Bedeutung des zehn Jahre älteren Topraks für Werder Bremen sicherlich noch einmal eine andere.

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Das war bei der 1:2-Niederlage in Heidenheim nicht zu übersehen. Es fehlte der Taktgeber, Kommunikator und Rettungsschwimmer, der seine Kollegen auch durch stürmische See begleitet. Ohne ihn ging Werder Bremen in Heidenheim unter, wenn auch nicht sang- und klanglos. „Klar, wir müssen über die Leistung sprechen, das war sicher nicht unsere beste“, gesteht Baumann: „Aber wir haben uns trotzdem gegen einen starken Gegner viele Chancen herausgespielt und die Mannschaft hat sich trotz der personellen Schwierigkeiten bis zum Ende gewehrt.“ Marvin Ducksch war noch der Anschlusstreffer gelungen, Rapp verpasste per Kopf den späten Ausgleich. Das rückte durch die schlechten Nachrichten von Toprak und Friedl einen Tag danach total in den Hintergrund. Die Werder-Welt war ob der Ausfälle geschockt, Pessimismus machte sich breit. Dagegen geht Frank Baumann an. Die Enttäuschung soll weg und der Mut zurückkehren. Und so legt der 46-Jährige einfach mal fest: „Wir können selbstbewusst in das Spitzenspiel gehen!“ (kni)

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