Kevin Möhwald verpasst das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Hertha BSC kurzfristig verletzungsbedingt.
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Kevin Möhwald verpasst das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Hertha BSC kurzfristig verletzungsbedingt.

Mittelfeldspieler leicht verletzt

Darum ist Werder-Profi-Kevin Möhwald gegen Hertha BSC kurzfristig ausgefallen

Es war eine bittere Überraschung auf dem Aufstellungs-Bogen des SV Werder Bremen: Kevin Möhwald fiel für das Bundesliga-Spiel gegen Hertha BSC am Samstagabend verletzt aus.

Der 27-Jährige klagte über Adduktoren-Probleme, war deshalb nicht dabei. Das teilte Werder Bremen vor dem Spiel mit. Nachdem die Beschwerden bei Kevin Möhwald bereits im Abschlusstraining am Freitag aufgetreten waren, fuhr er zwar noch mit nach Berlin, auf einen Einsatz gegen Hertha BSC verzichteten die Bremer am Ende der Englischen Woche aber vorsichtshalber. Ein längerer Ausfall ist nach aktuellem Stand nicht zu befürchten.

Werder Bremen: Kevin Möhwald nicht schlimmer verletzt

„Er ist nicht bei 100 Prozent“, sagte Trainer Florian Kohfeldt vor dem Spiel am Sky-Mikrofon. „Aufgrund seiner langen Verletztengeschichte und unserer Alternativen haben wir uns entschieden, dass er heute nicht dabei ist.“ Für Kevin Möhwald rückte Julian Rieckmann in den Kader, in die Startelf hat es Leonardo Bittencourt geschafft, der zuletzt drei Mal nicht in der Anfangs-Formation gestanden hatte und zwei Spiele sogar ganz auf der Bank geblieben war. (han) So lief das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Hertha BSC!

Zur ersten Meldung vom 4. Januar 2021:

Warum Werder Bremen gegen Union Berlin auf Kevin Möhwald verzichten musste

Bremen - Eigentlich war er fest für die Startelf des SV Werder Bremen eingeplant gewesen, aber es ging einfach nicht: Kevin Möhwald fiel kurzfristig für das Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin aus. Nach der 0:2-Niederlage erklärte Trainer Florian Kohfeldt, warum.

Kevin Möhwald sollte auf der Doppelsechs an der Seite von Maximilian Eggestein beginnen, so hatte es der ursprüngliche Plan von Kohfeldt vorgesehen, ehe sich im Mannschaftshotel am Morgen des Spieltags der Teamarzt bei ihm meldete.

„Ich habe die Info vom Doktor bekommen, dass Kevin mit Durchfall und Erbrechen auf seinem Zimmer liegt“, berichtete Kohfeldt und vermutete, dass der 27-Jährige „wahrscheinlich etwas Falsches gegessen hat“. Seine Startelf musste jedenfalls umbauen. „Das darf aber keine Ausrede sein“, betonte Kohfeldt nach der schwachen Vorstellung von Werder Bremen gegen Union Berlin am 14. Bundesliga-Spieltag im heimischen Weserstadion. (dco)

Zur letzten Meldung vom 18. Dezember 2020:

Werder Bremen setzt auf Kevin Möhwald, den Sechser: Von der Top-Form nicht mehr weit entfernt

Bremen – Als Torschütze war Kevin Möhwald eigentlich gar nicht vorgesehen. Im System, das sich Coach Florian Kohfeldt für das Spiel des SV Werder Bremen gegen Borussia Dortmund ausgedacht hatte, sollte der 27-Jährige als zentrale Kraft in einem mit Maximilian Eggestein und Jean-Manuel Mbom stark verdichteten defensiven Mittelfeld agieren und quasi hinten die Stellung halten, während sich die Nebenleute ins Spiel nach vorne einschalten sollten.

„Auf unserer Suche nach dem Sechser sind wir jetzt bei Kevin gelandet“, meinte Kohfeldt halb im Scherz, denn natürlich war schon lange klar, dass Kevin Möhwald auch diese Rolle spielen kann. Nun hat er es mal gemacht, und obwohl das Spiel für Werder Bremen mit 1:2 verloren ging, muss das Modell ganz sicher nicht als gescheitert angesehen werden.

Wie es im Idealfall zwischen Möhwald als Sechser und den beiden defensiven Achtern Eggestein und Mbom funktionieren kann, zeigte die 28. Minute. Möhwald hielt es nicht in der eigenen Hälfte, und tatsächlich traf er nach Ablage von Eggestein mit einem platzierten Schlenzer zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen den BVB. „Das Tor macht er schön“, lobte Kohfeldt, „aber Kevin konnte auch nur mit nach vorne gehen, weil Manu (Mbom, d. Red.) überragend abgesichert hatte.“

Werder Bremen: Kevin Möhwald ist nicht mehr weit von seiner Topform weg

Und so muss es sein. So ist es aber nicht immer. Kevin Möhwald auf die Sechs zu stellen, bedeutete auch, dessen Offensivgeist mitunter zügeln zu müssen. Florian Kohfeldt: „Diesen Moment, den Sechserraum verwaist zu lassen, den mag ich nicht so. Da muss ich ihn dann kurz zurückholen.“ Aber unterm Strich blieb erneut die Erkenntnis, dass Kevin Möhwald dem SV Werder Bremen guttun kann. Allerdings bislang nur als Teilzeitarbeiter. Gegen Dortmund reichte die Kraft nur für 65 Minuten, nachdem er drei Tage zuvor bei RB Leipzig noch über 81 Minuten gegangen war.

Und ob Möhwald am Samstag in Mainz sein drittes Spiel binnen acht Tagen absolvieren kann, steht noch lange nicht fest. „Wir müssen ihn sehr langsam heranführen, weil er lange raus war“, erinnert Sportchef Frank Baumann an Möhwalds 14-monatige Pause wegen einer schweren Knieverletzung: „Jedes Spiel hilft ihm, zu seiner Top-Form im athletischen Bereich zu kommen, und aus meiner Sicht ist er davon nicht mehr weit weg. Er müsste direkt im neuen Jahr so weit sein.“ Dann kann Möhwald auch zu der Führungsfigur werden, die die Werder-Bosse schon immer in ihm sehen. (csa) Auch interessant: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Mainz 05 live im TV und im Live-Stream.

Zur letzten Meldung vom 29. November 2020:

Getroffen, gejubelt, geflogen - Werder-Profi Kevin Möhwald entschuldigt sich nach turbulentem Auftritt für seinen „Bärendienst“

Wolfsburg – Sollte Kevin Möhwald irgendwann, wenn er alt und grau ist, seine Memoiren verfassen wollen und dafür in der Mottenkiste seiner Karriere nach seinen kuriosesten Spielen kramen, wird er zwangsläufig beim vergangenen Freitag und dem 3:5 des SV Werder Bremen beim VfL Wolfsburg landen.

Aus den Geschehnissen einer turbulenten Partie ragte der Auftritt von Kevin Möhwald sogar noch heraus. Im Zeitraffer liest sich das, was er zum Spiel des SV Werder Bremen beigetragen hatte, so: Eingewechselt, getroffen, gejubelt, geflogen – und am Ende blieb der 27-Jährige kreuzunglücklich zurück.

Es lief die 80. Minute in der VW-Arena, als Möhwald etwas machte, was er später als „dummen Reflex“ beschrieb. Nach einem Ballverlust vor dem Wolfsburger Strafraum griff er ans Trikot von Gegenspieler Maximilian Philipp und damit zu einem taktischen Foul. Weil er bereits mit Gelb vorbelastet war, gab's nun Gelb-Rot von Schiedsrichter Christian Dingert. Eine unstrittige Entscheidung, die Möhwald auch klaglos akzeptierte.

Werder Bremen: Kevin Möhwald rückt mit Platzverweis sein schönes Tor in den Hintergrund

„Es war ein dummes Foul. Da erweise ich der Mannschaft einen Bärendienst“, wird er bei Radio Bremen zitiert und übte damit das berechtigte Maß an Selbstkritik. Werder Bremen musste in den letzten zehn Minuten in Unterzahl dem 3:4-Rückstand hinterher laufen – vergeblich, wie sich zeigte. Kevin Möhwald: „Wir waren eigentlich dran und haben gedrückt.“ Aber zu zehnt war die Aufgabe nicht zu lösen.

Der Platzverweis – es war sein erster in der Bundesliga – rückte zudem in den Hintergrund, was auch gut gewesen war an Möhwalds Auftritt. Das Tor zum 2:2 zum Beispiel. Sein Kopfball nach einer Ecke von Ludwig Augustinsson senkte sich genau neben den langen Pfosten – ein schöner Treffer, noch dazu Möhwalds erster seit seinem Comeback nach 14-monatiger Verletzungspause. Das Tor wäre wohl als der nächste große Schritt hin zur vollen Leistungsstärke gewertet worden, nachdem der Mittelfeldmann am Spieltag zuvor gegen Bayern München seinen ersten Startelf-Einsatz verzeichnen durfte. Doch der Platzverweis drängelt sich vor alles.

Werder Bremen mit Mittelfeld-Problem: Kevin Möhwald und Jean-Manuel Mbom gesperrt

Zumal er Trainer Florian Kohfeldt auch vor ein Problem stellt. Im nächsten Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 6. Dezember, 15.30 Uhr) muss er nicht nur auf Möhwald, sondern auch auf den gelb-gesperrten Jean-Manuel Mbom verzichten. Also zwei Optionen weniger für das defensive Mittelfeld – ausgerechnet in dem Mannschaftsteil, „in dem wir am wenigsten Auswahl haben. Das ist schon eine Schwächung“, erklärte Kohfeldt, der dennoch auf öffentliche Kritik an Möhwalds Missetat verzichtete.

Erklärt werden musste jedoch, wieso er die gegen Bayern so erfolgreiche Formation mit Kevin Möhwald in der Startelf veränderte und Mbom wieder einbaute. Der Grund liege bei Möhwald, der auch knapp sechs Wochen nach seinem Comeback noch nicht die Kraft habe, binnen sechs Tagen zwei Spiele zu absolvieren, so Kohfeldt: „Mir war direkt nach dem Bayern-Spiel klar, dass das nicht geht. Kevin hätte die Kraft für 45, maximal 60 Minuten gehabt.“ Der Plan sah vor, Möhwald nach der Pause zu bringen, doch dann musste er früher ran: Einwechslung in Minute 32, Platzverweis in Minute 80 – „an die 45 Minuten hat er sich also ziemlich genau gehalten“, sagte Kohfeldt mit einem bitteren Lächeln. (csa)

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