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Soll Werder Bremen sofort aus dem Abstiegssumpf führen: Neuzugang Kevin Vogt.

Verteidiger soll Anführer im Abstiegskampf sein

Kommentar zu Neuzugang Kevin Vogt: Werders Soforthilfe mit Signalwirkung

Die Verpflichtung von Kevin Vogt ist für Werder Bremen ein ganz starkes Signal im Abstiegskampf. Ein Kommentar von Daniel Cottäus. 

Der Hoffnung wird gemeinhin nachgesagt, sie habe viele Gesichter – und manchmal, das wissen wir seit Sonntagvormittag, da sitzt sie eben in einem schwarzen BMW. Um kurz vor 11.00 Uhr fuhr Kevin Vogt in die Tiefgarage des Bremer Weserstadions, mitten hinein ins Innerste des Vereins, den er vor dem Schlimmsten – dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga – bewahren soll.

Kevin Vogt-Transfer ein echter Coup für den SV Werder Bremen

Kevin Vogt, 28 Jahre alt, Abwehrspieler und per Leihe bis Saisonende von 1899 Hoffenheim gekommen, soll die verunsicherte Bremer Mannschaft anführen, ihr ad hoc Sicherheit zurückgeben – und es ist sehr gut vorstellbar, dass dieser Plan aufgeht. Mehr noch: Der Vogt-Deal ist ein echter Coup für Werder Bremen!

213 Bundesligaspiele, sprich jede Menge Erfahrung, dazu hohes Tempo und fußballerische Qualität – Vogt dürfte Werder als Soforthilfe schon beim Rückrundenstart in Düsseldorf merklich besser machen. Auch, weil er jene „positive Arroganz“ verkörpert, die Trainer Florian Kohfeldt im restlichen Kader so sehr vermisst hatte. Vogt ist ein Typ, der Siegermentalität nicht nur predigt, sondern auch ausstrahlen kann – einer, den man lieber im eigenen Team als auf der anderen Seite weiß. Und einer, den noch vor wenigen Wochen niemand, wirklich niemand in Bremen erwartet hätte.

Werder Bremen: Wie einst Papy Djilobodji - Kevin Vogt „Stimmungsaufheller im Abstiegskampf“

Nur zur Erinnerung: Werder hat gerade den Ex-Kapitän eines Champions-League-Teilnehmers verpflichtet, einen Namen, der in der Branche seit Jahren bestens bekannt ist und der im Sommer noch mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht worden war. Das macht aus Vogt eine Soforthilfe mit Signaleffekt: Seht her, Werder stemmt sich gegen die sportliche Talfahrt! Eine Verpflichtung als Stimmungsaufheller, die die Tristesse vom Osterdeich nun erst einmal vertreibt.

Dass Vogt, weil schlicht zu teuer, im Sommer sehr wahrscheinlich nicht in Bremen bleiben wird, ist eine Tatsache, die Werder  hinnehmen muss. Ein Mann mit großer Bremer Perspektive ist er nicht. Muss er aber auch nicht sein. Er soll zur Rettung beitragen. Bestenfalls so, wie es anno 2016 ein gewisser Papy Djilobodji – damals ebenfalls als Leihspieler für nur eine Rückrunde in Bremen unter Vertrag – getan hatte. Der erste, wenn auch kleine Schritt in diese Richtung ist schon jetzt getan: Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass ein schwarzer BMW im grauesten Bremer Januar plötzlich für Hoffnung sorgt. (dco)

Bei seinem Debüt für Werder Bremen hat sich Kevin Vogt im Spiel gegen Fortuna Düsseldorf schwer verletzt.

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