Er kämpft für den SV Werder Bremen: Trotz Verletzung spielt Kevin Vogt auch im Spiel gegen Hertha BSC als wäre nichts gewesen. Das stimmt jedoch nicht ganz.
+
Er kämpft für den SV Werder Bremen: Trotz Verletzung spielt Kevin Vogt auch im Spiel gegen Hertha BSC als wäre nichts gewesen. Das stimmt jedoch nicht ganz.

Ohne Rücksicht auf Verluste

Da kämpft einer für Werder Bremen: Kevin Vogt spielt mit Rippenprellung

Bremen – Er ist nur ausgeliehen und im Sommer wahrscheinlich wieder weg: Doch Kevin Vogt hängt sich für den SV Werder Bremen im Abstiegskampf trotzdem so sehr rein wie kaum ein anderer Profi. Quasi ohne Rücksicht auf Verluste.

Update (11. März 2020): Gute Nachrichten von Kevin Vogt. Die Rippenverletzung, mit der sich der Innenverteidiger des SV Werder Bremen durch das Spiel gegen Hertha BSC biss, hat sich als Prellung und nicht als Bruch herausgestellt. Am Mittwoch beim Start in die Trainingswoche vor der Partie gegen Bayer Leverkusen (Montag, 20.30 Uhr) mischte Vogt voll mit.

Zur ersten Meldung vom 10. März 2020:

Zweimal meldete sich der Abwehrspieler schon unerwartet früh nach Verletzungen zurück, nun spielte Vogt in Berlin beim 2:2 gegen die Hertha nach Informationen der DeichStube sogar trotz einer gebrochenen Rippe. Der Mann kennt offenbar keine Schmerzen.

Mitte Januar war es Werder Bremen gelungen, Vogt bis Saisonende von der TSG 1899 Hoffenheim auszuleihen. Ein Coup, denn eigentlich haben die Bremer aktuell sportlich und finanziell bei einem Spieler dieser Kategorie ganz schlechte Karten. Doch Vogt ließ sich überzeugen. 

In Hoffenheim war er kurz vor der Winterpause von seinem Kapitänsamt zurückgetreten – aus Verärgerung über Trainer Alfred Schreuder. Der 28-Jährige suchte eine neue Herausforderung und ließ sich auch vom Bremer Abstiegskampf nicht abschrecken. Den bekam er bei seinem ersten Einsatz sofort knallhart zu spüren. Bei einer Rettungsaktion in letzter Sekunde traf ihn sein eigener Keeper Jiri Pavlenka am Kopf. Das sah übel aus. Vogt zog sich beim 1:0-Sieg in Düsseldorf eine Gehirnerschütterung zu. Es drohte ein längerer Ausfall, doch schon am nächsten Wochenende stand der Defensivspezialist wieder auf dem Platz.

Werder Bremen: Kevin Vogt bricht sich im Pokal-Spiel eine Rippe

Am 22. Spieltag erwischte es Vogt erneut: In Leipzig erlitt er ohne Fremdweinwirkung einen Sehnenanriss im Oberschenkel. Der Abwehrspieler humpelte vom Platz, wieder drohte eine längere Pause, doch erneut war Vogt schnell zurück. Er verpasste nur ein Spiel, kehrte im Pokal in Frankfurt zurück. Und wieder wurde es schmerzhaft. Wie erst jetzt bekannt wurde, brach sich Vogt in der Partie eine Rippe, hielt aber bis zum Ende durch. Und auch in Berlin biss der gebürtige Wittener wenige Tage später auf die Zähne, schonte sich als Mann vor der Abwehr nicht. Einmal mehr gehörte Vogt zu den Besten seiner Mannschaft, war auch kämpferisch ein absolutes Vorbild.

Werder Bremen wird sich eine Weiterverpflichtung von Kevin Vogt kaum leisten können

Dabei ist seine Perspektive in Bremen eher schlecht. Vogts Vertrag mit Hoffenheim läuft noch bis 2022, seine Ablösesumme wird auf mindestens acht Millionen Euro geschätzt. Eine Weiterverpflichtung wird sich Werder Bremen daher kaum leisten können. Kevin Vogt scheint es egal zu sein, er gibt alles, um mit – oder besser gesagt: für – Werder die Klasse zu halten. (kni)

Mehr News zu Werder Bremen

Ob Kevin Vogt für Werder Bremen im Geisterspiel am kommenden Montag gegen Bayer Leverkusen erneut trotz Rippenbruch auflaufen wird, bleibt abzuwarten.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare