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Polizeieinsatz bei einem Risikospiel am Bremer Weserstadion (Archiv).

Land Bremen gegen die DFL

Klares Votum vor dem Urteil: Clubs sollen für Polizeikosten zahlen

Bremen – Alle Argumente sind schon lange ausgetauscht, der Fall ist schließlich schon durch zwei Instanzen gegangen. Am Dienstag wird nun vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig das finale Urteil gesprochen, ob die Deutsche Fußball-Liga (DFL) mit ihren Profi-Clubs an den bei Risikospielen anfallenden Mehrkosten für eine erhöhte Polizeipräsenz beteiligt werden darf.

So will es das Land Bremen, das bereits seit 2015 Gebührenbescheide an die DFL verschickt. In erster Instanz setzten sich die Fußballer durch, in zweiter Instanz die Politiker – und nun ist das Bundesverwaltungsgericht an der Reihe, Recht zu sprechen. Im Namen des Volkes. Aber was denkt das Volk?

Dieser Frage ist die WDR-Sendung „Sport Inside“ nachgegangen und hat eine repäsentative Umfrage unter 1.000 Menschen durchführen lassen. Das Ergebnis könnte eindeutiger kaum sein. 90 Prozent der Befragten sind dafür, die DFL und ihre Clubs an den Mehrkosten für Polizeieinsätze zu beteiligen. Nur neun Prozent sind dagegen.

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Dieses Votum dürfte also ganz nach dem Geschmack von Bremens Innensenator Ulrich Mäurer sein, der die treibende Kraft hinter dem Bremer Vorstoß ist. Sein Vorschlag zur Kostenbeteiligung durch die DFL: Die Liga legt 20 Millionen Euro in einen Fonds ein. „Die kann man fast aus der Portokasse der DFL bezahlen. Damit könnte man das Gros der Risikospiele abdecken“, sagte Mäurer gegenüber „Sport inside“. 

Zur Dimension der Forderung dieser Vergleich: Die DFL kassiert in der aktuell gültigen Fassung allein durch die Veräußerung von Medienrechten durchschnittlich 1,16 Milliarden Euro pro Saison. 20 Millionen Euro machen da nicht einmal zwei Prozent aus. Die DFL hält dagegen, dass die Sicherstellung der öffentlichen Ordnung Aufgabe des Staates sei und der Profi-Fußball 1,2 Milliarden Euro Steuern zahle. Mäurer hält diese Summe jedoch für ein „Märchen“.

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